Schwedisch Deutsch


Deutsch Schwedisch

Sotenkanal

Bauzeit: 1930 - 1935
Name:

Sotenkanal ist der gewöhnliche Name, aber eigentlich heißt er Sotekanal, oder wie die Bewohner von Bohus län sagen: Sode Kanal.

Länge:

Die Kanallänge ist 4,8 Kilometer. Während des Baus bearbeitete man auch die Fahrrinnen zum Kanal, so dass die gesamte Strecke 6 km lang ist.
Max. Maße für Boote: Breite: 15,00 m,  Tiefgang: 4,50 m,  Masthöhe: 7,20 m
Die max. freie Segelhöhe von 7,2 Meter gilt bei geschlossener Brücke, keine Begrenzung gibt es bei geöffneter Brücke.

Geschichte:

Der Sotefjord - das Fahrwasser vor Sotenäset - liegt ganz offen im Skagerrak. Die Stürme dort sind gefürchtet. So diskutierte man im 19. Jahrhundert, einen Kanal im geschützten Binnenland zwischen Hunnebostrand und Smögen/Kungshamn zu bauen. 1901 ergriff der Provinziallandtag dann die Initiative einen Kanal zwischen Ramsviks Fjord und Rörviks flat zu errichten. Aber es sollte noch bis 1930 dauern, bis die Regierung das Geld vorschossen und die Arbeiten in Gang kamen. Am 15 Juli 1935 wurde der fertiggestellte Kanal von Kronprinz Gustaf Adolf eingeweiht. Durchschnittlich waren 200 Männer mit dem Bau beschäftigt - hauptsächlich arbeitslose Steinarbeiter aus der Gegend, die auf diese Weise eine Beschäftigung bekamen.

Ein Teil von Sotenäset wurde durch den Kanal eine Insel. Am Anfang dachte man, mit eine Fähre den Kanal zu queren, aber weil der Kanal an der schmalsten Stelle nur 30 bis 40 Meter breit war, beschloss man anstelle dessen eine Schwenkbrücke zu bauen.

Ein Jahr nach der Öffnung passierten 9.700 Schiffe den Kanal, was mehr als genug bewies, wie nötig und gewünscht dieser Kanal war. Die Zahl der passierenden Boote hielt sich um 10.000 pro Jahr bis Mitte der 1960er Jahre, als die Zahl der Freizeitboote kräftig stieg. 1995 passierten 60.000 Boote.

Sotekanal

Interessante Entdeckungen

Während der Kanalarbeiten wurden eine ganze Menge interessante Entdeckungen gemacht. Es wurden einige vorgeschichtliche Gräber von der Zeit vor Christi Geburt gefunden. Unter anderem fand man eine Flöte, die aus dem Flügelknochen eines Singschwans hergestellt wurde und ein 26 Zentimeter hohes Tongefäß, von einer Form die in Schweden oder Norwegen früher nicht vorkam. Außerdem fand man Knochen des ausgestorbenen Riesenalks “Alca impennis“. Dieser Vogel war mit dem Tordalk verwandt, aber mit 70 bis 80 Zentimeter bedeutend größer. Seine Flügel waren so verkrüppelt, dass er nicht fliegen konnte, aber er war fleischreich und schmeckte gut, so dass er eine populäre Jagdbeute war. Der Riesenalk lebte früher gewöhnlich im Nordseegebiet, aber das letzte bekannte Exemplar wurde 1844 auf Island getötet.

Tryggves hög

Westlich des Kanals, an der südlichen Mündung, liegt die Insel Tryggö. Auf dessen höchsten Punkt befindet sich ein Steinhaufen aus der Bronzezeit. Der Steinhaufen ist ca. 20 Meter im Durchmesser und 3 Meter hoch. Laut Snorre Sturlasson liegt hier König Tryggve begraben. Er wurde im Jahr 963 von seinem Cousin König Gudröd trügerisch ermordet. Die Aussicht von diesem Steinhaufen ist eine der mächtigste in Bohuslän.

Skandinavische Kanäle | Schwedische Seen | Kanuzentralen

 

 

Sitemap