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Dalarna ist
ein Eldorado für Fliegenfischer. Wilde und fischreiche Flüsse gibt es genug.
Außer Elchen leben hier auch Wölfe, Luchse und Bären. Die Bären sind
allerdings sehr scheu, so dass man sie nicht so einfach zu Gesicht bekommt.
Daher empfiehlt sich ein Ausflug zum Bärenpark
Orsa Grönklitt, wo man
die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann.
Almen und Sennhütten
Der
Gebrauch von Almen und Sennhütten war früher eine lebensnotwendige
Vorraussetzung in der Landwirtschaft. Schon während des Mittelalters nahm
man Almen in Anspruch, um die ständig wachsende Bevölkerung mit Lebensmittel
versorgen zu können. Unter der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Dalarna ca. 1000 Sennhütten. Auch die Erbgesetze trugen zur rasch wachsenden
Zahl der Sennhütten bei. Wenn der Eigentümer eines Hofes starb, teilte man
den Grund und Boden, so dass alle Kinder gleich große Stücke bekamen. Das
bedeutet dass es nach und nach immer mehr und immer kleinere Grundstücke
gab. Das Land reichte nicht mehr um Menschen und Tiere zu versorgen. Wenn
auf der Weide nah am Hof alles abgegrast war, trieb man die Tiere zu einer
Senne. Oft gab es zwei verschiedene Sennen, eine, die ziemlich nahe beim Hof
war (Heimsenne) und eine, die weiter entfernt lag. Die zweite Senne wurde
oft von mehreren Höfen zusammen bewirtschaftet.
Um die
Kühe zu locken wurde meistens ein Kuhhorn oder ein Blasinstrument aus
Birkenrinde, ein so genannter „Näverlur” angewendet. Da es sehr viele
Sennhütten gab, musste man sich miteinander verständigen können und deshalb
wurde ein spezielles Rufen, „Kulning”, erfunden, eine Art Singen und Rufen
in hohen Tönen. Verschiedene Melodien wurden angewendet, z. B., wenn man die
Kühe nach Hause rief, wenn man mitteilen wollte dass Gefahr durch Raubtiere
lauerte oder einfach nur um zu sagen: heut Abend treffen wir uns alle und
klatschen ein bisschen. Man wusste genau, wer was gerufen hatte.
Auf einer
Senne zu arbeiten war nicht gerade „Urlaub auf dem Bauernhof”, sondern harte
Arbeit. In der Frühe begann man mit dem Melken, Misten und Spülen. Wasser
musste geholt und Feuer gemacht werden. Der Leitkuh musste die Glocke
umgehängt und danach, bei einem bestimmten Hornsignal, die Tiere in den Wald
getrieben werden. Aus der Milch, die man erhielt, wurde Sahne, Butter, Käse
und ein spezieller Streichkäse bereitet. Eines der Mädchen musste mit den
Tieren in den Wald ziehen um sie zu bewachen. Sie hatte immer einen Rucksack
dabei in dem sich eine Mischung aus Mehl und Salz befand, um die Tiere zu
locken.
Wenn man
mal ein paar freie Stunden hatte, wurde erzählt und gestrickt. An den
Wochenenden kam oft die Jungend aus dem Dorf und dann wurde gefeiert. Wenn
im Spätsommer alles abgegrast war, zog man wieder zurück zur Heimsenne, dort
blieb man oft bis zum späten Herbst. Zu diesem Zeitpunkt waren die Scheunen
wieder bis zum Dach mit Futter gefüllt so dass die Tiere während dem Winter
nicht zu hungern brauchten.
Von den
ca. 1000 Sennhütten, die es damals gab, sind nur wenige übrig geblieben.
Einige werden noch immer bewirtschaftet.
Sehenswürdigkeiten:
· Freilichtbühne in Dalhalla
· Kirchboote an Mittsommer
· Nusnäs, wo die Dalapferde hergestellt werden
· Wohnhaus und Museum des berühmten Malers Anders Zorn in
Mora
· Wohnsitz des Malers Carl Larsson und dessen Frau Karin
in Sundborn bei Falun |