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Kopparleden - die Kupferstraße

Ein reger Tauschhandel zwischen den Bergbewohnern und den Bergleuten (Grubenbesitzern / Arbeitern usw.), sowie die alten Wintermärkte in Röros, waren der Grund für einen bereits um 1600 lebhaften Grenzverkehr. Im Winter war der Verkehr am intensivsten. Schnee und Eis bildeten eine gute Weglage und waren leichter zu befahren als die dürftigen Stiege und Wege im Sommer. Man folgte auch meistens den zugefrorenen Flüssen und Seen. Bald war der Verkehr eine ganz normale Gewohnheit. Falun war Umschlagplatz für Weitertransporte von und zu verschiedenen Plätzen an der Ostseeküste und im Mälarengebiet.

Der Verkehr mit Pferd und Wagen wurde in der Blütezeit der Kupfergruben immer dichter. Immer neue Waren und Dienste entlang der 420 km langen Strecke, die wir heute Kupferstrasse (Kopparleden) nennen, wurden erforderlich.

Nicht nur der Grenz- und Tauschverkehr entwickelte sich, auch zwischen den Bergwerken tauschte man Erfahrungen aus. Aus den Berg- und Siljangebieten kamen die meisten Kutscher und Pferde.

Falun wurde schon früh zu einer Art Universität für die Bergwerkskollegen in Röros. Es war eine natürliche Sache, die Bergwerkslehrlinge (Kadetten) nach Falun in die Lehre zu schicken. Denn hier hatte man schon Erfahrungen mit dem Bergwerkshandwerk seit 1200, während man in Röros erst 1644 damit begann. Bald schon übernahm die Eisenbahn die Transporte von Pferd und Wagen. Obwohl diese Strecke bedeutend länger war, ging alles viel schneller. Damit wurde auch der Traum, eine Landstrasse zwischen beiden Städten zu haben, erst 1960 Wirklichkeit, als in der Nähe von Femunden die aus beiden Richtungen kommenden Straßen, die man nach und nach verbessert und weiter ausgebaut hatte, miteinander verbunden wurden. Heute ist die Kupferstrasse eine moderne, allem Verkehr gewachsene, gut ausgebaute Straße. Bereit, viele Touristen zwischen den beiden Freundschaftsstädten bzw. Kupferstädten Röros und Falun aufzunehmen und sie durch die Schönheit der Landschaft zu führen.

Der Kopparleden führt durch ein Stückchen Schweden und ein Stückchen Norwegen, das Alles, was man sich denken kann, enthält: Fruchtbare Täler und sanfte, waldbedeckte Berge, dazu tausende von kleinen und großen Gewässern, Bächen, Seen und Flüssen, eine interessante Wildnis und eine majestätische Bergwelt. Hier trifft man Samen (Lappen) mit ihren Rentieren, Sennerinnen und Sennhüttenbewohner.

Auf dem Kopparleden begegnet man  Elchen, und mit etwas Glück sieht man vielleicht auch Bären, Luchse, Biber, Dachse und viele andere Tiere in der freien Wildnis. Die Musik der Spielleute begleitet und verfolgt einen auf dem Weg von einer Kupferstadt zur anderen, beide mit außerordentlich interessanter Kultur rund um die Kupfergruben versehen.

Kultur und Tradition, ein Begriff aufs Engste verbunden mit seiner Umgebung und so auch z. B. rund um den Siljansee. In keinem anderen Landesteil Schwedens sieht man so viele Menschen an Sonntagen oder anderen Festlichkeiten in ihrer Tracht wie hier, oder zum Gottesdienst mit einem Kirchboot über den See rudern, wie man es hier noch heute tut. In den unzähligen Dörfern rund um den Siljan- und Orsasee vermitteln die grauen und roten gezimmerten Holzhäuser ein Gefühl der Harmonie, Eintracht und Ruhe im Gleichklang mit Vergangenheit und Gegenwart.

Das Handwerk und die Heimarbeit sind sowohl auf der schwedischen wie auf der norwegischen Seite tief verwurzelt. Dieses geht aus den vielen Mustern, Farben und Formen hervor, die nur etwas von Ort zu Ort variieren. Viele Dichter und Künstler haben mit ihrer Darstellung die Schönheit dieser Dörfer und die reiche Tradition vermitteln können, wie z. B. Carl Larsson, Anders Zorn, Erik Axel Karlfeldt und Johan Falkberget, um nur einige zu nennen.

Die Natur zu beschreiben wäre eigentlich ein eigenes Kapitel wert, angefangen von den seenreichen Faludörfern, den oft besungenen Siljansdörfern, der verwunschenen, geheimnisvoll vertrollten Wildnis von Älvdalen, der wunderbaren Bergwelt von Särna und Idre mit den markanten Profilen von Städjan und Nipfjället, der gewaltigen Gebirgswelt rund um den See Femunden mit Rendalssölens und Elgepiggens hohen Gipfeln und der sanften Umgebung in Tufsingdalen bis zu der kargen, felsigen Natur in Röros.

Entlang der Kupferstrasse geschehen viele interessante Dinge. Zu den meistbekannten und großen Veranstaltungen gehören im Winter z. B. Raid Norvegia Svezia, Wasalauf und die Skispiele in Falun, im Sommer Musik am Siljan, Rättviksdansen und natürlich der Kirchbootwettstreit, nicht zu vergessen auch die traditionellen Mittsommerfeiern. Mehr Aktivitäten als in den meisten anderen Gegenden Schwedens findet man entlang der ca. 420 km langen Strecke zwischen den beiden Kupferstädten. Vom Wandern auf alten Berg- und Kupferpfaden, Kanufahren, Elchsafaris, Tanzen, Sennhüttenabenden und verschiedenen Kursen wie färben mit Naturfarben bis zum Skilaufen, ob Abfahrt oder Langlauf und Schlittenfahrten ist alles vorhanden.

Diejenigen, die nur hin und wieder zurückfahren wollen, brauchen natürlich nicht die gleiche Strecke fahren. Man kann z. B. zwischen Femunden und Idre einmal über Flötningen und einmal über Valdalen-Storsätern fahren, und ist man über Särna und Älvdalen wieder in Mora angekommen, kann man erst einmal den wunderschönen Weg um den Orsasee wählen, bevor man sich entscheidet, entlang des nördlichen oder südlichen Ufers des Siljansees weiterzufahren. Von hier gibt es wieder zwei Möglichkeiten, einmal direkt den Weg über Rättvik nach Falun zu nehmen oder über Leksand, Gagnef und Amsberg zu fahren. Sehenswürdigkeiten und herrliche Natur gibt es überall, welchen Weg man auch wählt.

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