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Värmland |
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Landesteil (landsdel): Svealand
Provinzen (län): Värmlands län, Örebro län, Västra Götalands län
Residenzstadt (residensstad):
Karlstad
Website:
www.s.lst.se
Verwaltungsgliederung:
16 Kommunen
— Arvika, Eda, Filipstad, Forshaga, Grums,
Hagfors, Hammarö, Karlstad, Kil, Kristinehamn, Munkfors, Storfors, Sunne,
Säffle, Torsby, Årjäng
Statistik:
Fläche: 18.204 km²
Bewohner: värmlänninger
Einwohnerzahl: 312.966 (31. Dezember 2006)
Höchste Erhebung: Granberget, Höljes 701 m ü.d.M.
Größter See: Vänern (5.648 km²)
Bevölkerungsdichte: 17 Einw. je km²
Anteil der Fläche des
schwedischen Staatsgebietes = 4,3 %
Anteil an der Gesamtbevölkerung Schwedens = 3,4 %
Landschaftssymbole:
Landesbuchstabe (länsbokstav):
S
Landschaftsblume (Landskapsblomma): Siebenstern
Landschaftstier (Landskapsdjur): Wolf
Värmland
hatte früher sein eigenes Gesetz (Värmlandslagen) und sein eigenes
Landsthing, das auf der Insel Tingvalla lag. Värmland
ist das Land der Wälder, Elfe, Berge und Seen - aber auch das Län der
Herrenhöfe und der alten Hütten, der Dichter, Schriftsteller und
Geschichtenerzähler. "Elis in Tasere", der mit seinem Rad als Statue im
Zentrum von Arvika steht, ist einer Sonderlinge und Erzähler. Er war - und
ist - aber nicht allein in seiner Art. Die Gene der Värmländer machen
wahrscheinlich diese Leute zu Herrschern des Geschichtenerzählens. Die
Erwachsenen erinnern sich sehr wohl an den "Größten Ministerpräsidenten der
Welt", Tage Erlander, als er im Fernsehen in "Hylandshörna" mit Erfolg die
Geschichte von dem Pfarrer, der in der Kanzel einen Pistolenschuss
abfeuerte, erzählte. Ein Kirchenbesucher rief zu der Gemeinde: "Alle ducken
sich, Männer und Weiber, denn er ladet von neuem." Aber Erlander war ja in
der Gemeinde Munkfors geboren. Diese Gemeinde hat unter anderen Spaßvögeln
auch Fridolf Rhudin, den bekannten Komiker hervorgebracht. Värmland ist
waldreich, aber die Schwedenfinnen ließen sich im nördlichen Teil des Läns
nieder und verbrannten große Waldflächen. Dies ärgerte die Bergleute, die
seit dem 15. Jahrhundert das Hüttenwesen hier entwickelten. Die
Industrialisierung entwickelte sich so dass auch Waldwirtschaft und
Waldprodukte eingeschlossen wurden. Das heutige Värmland ist ein modernes
Industrieland, wo die großen, hoch entwickelten Gewerbe, Eisenverarbeitung
und Forstwirtschaft, von größter Bedeutung sind. Die Natur mit den Wäldern,
Bergen, schönen Elfen und Seen hat einen Einsatz für den Tourismus möglich
gemacht. Der "Klarälven" fließt durch das Län, und seine Schönheit bringt
viele Besucher langsam und ruhig auf einem Floß oder im Paddelboot
stromabwärts - oder in einem Boot durch die dramatischen Stromschnellen. Der
"Vänern", der drittgrößte See Europas, ist ein großer Teil des Läns, wie
auch "Frykensjöarna", die Frykenseen, und der Glafsfjord nahe Arvika, alle
durch Selma Lagerlöf wohlbekannt. Värmland ist voll historischer Denkmäler
aus den ersten Tagen des Bergbaus und von der Schufterei der Schwedenfinnen,
um das Land bestellen zu können. Värmlands Län ist eine große, freigebige
und reiche Gegend mit historischen Traditionen aber auch mit dem schnellen
Puls von heute.
Sehenswürdigkeiten in Städten
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Autos und Kunst in Arvika
1995 wurde in "Gamla Thermia" in der "Fältgatan"
ein Fahrzeugmuseum, das "Arvika Fordonsmuseum", geöffnet. Die Stadt hat
nämlich alte Fahrzeugtraditionen. Der Motorsport hat hier große Bedeutung
gehabt, und darum hat man Motorräder und Oldtimers der ganzen Gegend
gesammelt. An dem See "Racken" liegt das Rackstadmuseum, der Sammelplatz
einer Gruppe von den Künstlern der Gegend. Hier zeigt man auch die berühmten
Möbelarbeiten der Gebrüder Eriksson.
Filipstad - die Stadt der Erfinder
Auf
dem Friedhof, östlich von Filipstads Kirche, befindet sich das John Ericsson
Mausoleum zum Andenken an den größten Erfinder Schwedens (1803-1889). In den
1820er Jahren konstruierte er Lokomotiven, und 1830-1840 einen Propeller,
der den Durchbruch der Propellerschiffe verursachte. 1860 baute er das
Panzerschiff "Monitor", das die Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg
benutzten. Sein Bruder, Nils Ericson, (1802-1870) war auch ein großer Mann,
Eisenbahn- und Kanalkonstrukteur. Er wurde in den Adelstand erhoben.
Schloss Forshaga
Im Zentrum von Forshaga befindet sich das Schloss, ein schönes,
altes Haus. 1996 wurde das Schloss zu einer Jugendherberge umfunktioniert.
Der Forshaga Kanal wurde in den 1850er Jahren gebaut und hat eine Anzahl
Schleusen, um an der Stromschnelle "Forshagaforsen" vorbeizukommen.
Hagfors mit der Weltuhr
Das Stadthaus hat eine interessante, von David Olsson
konstruierte Kalenderuhr. Die Uhr zeigt die Positionen der Sonne, des Mondes
und der Sterne, und die Zeit auf jedem Platz in der Welt.
Karlstad - Geschichte und Kultur
Die Brücke "Östra Bron" in Karlstad wurde 1761-1797 gebaut. Sie ist die
längste Brücke in Schweden mit Steingewölben. Ein Feuer zerstörte Karlstad
1865, aber viele wertvolle Mobilien konnten auf die damalige Insel,
"Sandgrund", gestellt werden. Das Haus der Freimaurerloge, der Dom von 1730,
das Rathaus von 1868, die Residenz und Karlstads Theater gehören zu den
interessanten Gebäuden der Stadt. Der Herrenhof Alsters ist das Haus, wo
Gustaf Fröding (1860-1911) geboren wurde und aufwuchs. In dem Park steht
sein Gedächtnisstein mit der Einschrift "Hier ist der Hain, wo der Kuckuck
rief..."
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Picasso in Kristinehamn
Auf einer Landzunge der
Meerenge "Vålösund", nahe Kristinehamn, gibt es eine 15 Meter hohe
Monumentalskulptur von Pablo Picasso. Sie gehört zu seiner Serie "Les dames
des Mougins", die seine Frau Jacqueline als Thema hat. Die Skulptur ist aus
Leichtbeton und hat zwei Flügel, von denen einer acht Tonnen wiegt.
Die Pioniere des Eisens
Die Geschichte von Munkfors ist mit der
Eisenverarbeitung verbunden. Hier entwickelte der Hüttenverwalter J.F.
Lundin die so genannte Martin-Methode. Diese Martinhütte war die erste in
Schweden, und sie ist heute die einzig existierende. Die alte Hütte ist
heute ein Museum.
Das Zentrum in dem Tal "Fryksdalen"
Sunne ist das Zentrum
dieses Tales und bietet vieles von der alten, värmländischen Kultur. Das
tragische Scheitern der "Freia" auf dem "Fryken" und die Versuche, das
Schicksal des Dampfers zu enthüllen, werden hier dokumentiert.
Der Säffle-Kanal - die Königsroute
Der Säffle-Kanal ist eine 80 Kilometer lange
Fahrrinne, die von Säffle nach Arvika geht, und die den Vänersee mit einem
Seesystem verbindet, das in den Glafsfjord mündet. Der "König von Värmland",
Olof Trätälja, benutzte diese Route. Es heißt, dass dieser Mann dem Gott
Wotan geopfert wurde.
Torsby, das nördliche Zentrum
In Torsby erinnert man
sich an die große Einwanderung der Schwedenfinnen im 17. Jahrhundert. Ihre
Mühe und Kummer können Sie in dem Finnenzentrum in dem Herrenhof Torsbys
kennen lernen.
Sehenswürdigkeiten in den Gemeinden
Die Leinwandweberei in Klässbol, ungefähr 20 km südlich von Arvika, wurde 1920
gegründet. Von hier kommen die Tischtücher und Servietten, die man auf den
Tischen des Nobelfests und der schwedischen Botschaften in der ganzen Welt
findet. Für die 20. Jahresfeier von König Carl XVI Gustaf als Regent 1996 hat
man ein neues Muster für einen Tafelaufsatz von elf Tüchern entworfen. In der
Gemeinde Eda an der norwegischen Grenze wohnen ca. 9.300 Menschen. Der Hauptort
heißt Charlottenberg. Das norwegische Eidskog und das schwedische Eda haben ein
gemeinsames Touristengebiet, "Morokulien". Der Name ist eine Zusammensetzung von
dem norwegischen und dem schwedischen Wort für "lustig", nämlich "moro" und "kul".
Der Felsgrund in der Gemeinde Filipstad ist reich an Mineralien aller Art. In
den Silbergruben von "Hornkullen" zeigen Führer die alten Orte und Werkzeuge aus
dem 18. Jahrhundert und man kann dort auch Goldwaschen. "Borgviks bruk" ist eine
Hütte, die sich in der Gemeinde Grums, bei dem "Borgviksjö", einer Bucht des
Vänersees, befindet. Dies ist ein alter Ort mit Hüttenindustrie, der seit dem
14. Jahrhundert als ein Ort für den Mühlenbetrieb benutzt wurde, und seit dem
17. Jahrhundert auch für eine Eisenverarbeitende Industrie, die 1924 aufhörte.
Ekshärad, in der Gemeinde Hagfors, liegt gleich nördlich von dem Zentralort. Die
mit Schindeln gedeckte Kirche stammt aus den Jahren 1686-1688. In
Fußgängerentfernung liegen der alte Kirchplatz und der Friedhof aus dem
Mittelalter mit seinen schön geschmiedeten, eisernen Kreuzen. Die Expansion des
Zentralortes der Gemeinde Kil hat die ursprüngliche Landschaft verändert, aber
es gibt hier noch ein sehenswertes System von Schluchten. 1847 bildete man eine
"Gesellschaft" für das Anlegen einer Eisenbahn für Pferdekräfte, die zwischen
dem "Fryken" und dem "Klarälven" ging. 1856 kaufte man die erste Lokomotive. In
Ransäter, in der Gemeinde Munkfors, gab es in dem Goldenen Zeitalter der
Eisenverarbeitung drei Hütten. In einer, dem Hüttenherrenhof in Ransäter, dem
heutigen "Geijersgården", regierte die Familie Geijer. 1783 wurde der Sohn, der
Verfasser Erik Gustaf, geboren. Der Hof und seine Sammlungen erzählen von seinem
Lebenswerk. Tage Erlander wurde 1901 in der Schule Ransäters geboren, und 1985
starb. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ransäters. Selma Lagerlöfs
Mårbacka in der Gemeinde Sunne, liegt gleich südlich von Sunne. Hier wurde am
20. November 1858 die berühmte Verfasserin Selma Lagerlöf geboren. Das Innere
des Hofs sieht heute noch so aus wie damals. Mit seinen 40 ha und mehr als
hundert Skulpturen ist Rottneros einer der größten und schönsten Parks in
Schweden. Nahe dem Weg zwischen Säffle und Arvika, bei dem See "Summeln", in der
Gemeinde Säffle, steht der Hof der Familie von Echstedt. Der Hof wurde 1762-1764
gebaut und mit seinen schönen Wandgemälden ist er einer der merkwürdigsten,
älteren, noch bewahrten Höfe. Im 17. Jahrhundert war die Gemeinde Torsby das
Land der Schwedenfinnen. An der Landstraße 62 steht die Kirche Dalbys, für ihre
60 m hohe, hölzerne Turmspitze wohlbekannt, vielleicht die höchste in Schweden.
Ausflüge
Von der Höhe "Storkasberget", gleich südlich von Arvika, hat man einen weiten,
schönen Blick auf Arvika mit seiner Umgebung und auf den "Glafsfjord". Man kommt
mit dem Auto auf der Landstraße 175 von der Abzweigung nach Ingestrand dorthin. In Arvika gibt
es ungefähr 20 Badeplätze und dazu noch das Naturschutzgebiet "Glasskogen".
In Morokulien, in der Gemeinde Eda, hat man die Nationalgrenze vergessen. Schöne
Wanderwege in einer großartigen Natur, wo man sich nicht darum kümmert, was
Norwegen oder Schweden ist. Hier im Nadelwald lebt ein weißer Elchstamm. Mit
etwas Glück kann man auch Bären oder
Wölfen begegnen. Die Umgebung von Filipstad
hat eine Menge unberührte Natur und kulturhistorische Milieus. Eine
Mineraliensuche in Långban, dem mineralienreichsten Platz in der Welt mit seinen
mehr als 300 verschiedenen Mineralien, kann interessant sein. Das
Naturschutzgebiet "Pannkakan", in der Gemeinde Forshaga, deckt die nördlichen
und westlichen Teile der Insel "Prästgårdsön" in Deje, ein 200jähriges Deltaland
mit reicher Flora und Fauna. Die Inseln im nördlichen Teil des Vänersees bilden
in der Gemeinde Grums die weiteste Binnenseeinselgruppe Schwedens mit vielen
Gasthäfen, Kanuvermietern, Campingplätzen, Feriendörfern, Badplätzen und
Spielplätzen für Kinder. Im nördlichen Teil von der Segerstadhalbinsel,
außerhalb Karlstads, findet man die ältesten Spuren menschlicher Wirksamkeit:
vorgeschichtliche Befestigungswerke, Steinhaufen, Grabfelder und Steinsetzungen.
"Saxholmen" mit seiner Schlossruine ist ein legendenhafter Platz nahe
Kristinehamn. Der deutsche Herr Saxe aus Sachsen soll das Schloss gebaut haben.
Um die Schären im Vänersee findet man viele idyllische Plätze mit reicher Fauna
und Flora. Ein Ausflug rings um das Tal "Fryksdalen", in der Gemeinde Sunne, ist
ein großes Erlebnis mit interessanten, kulturhistorischen Einschlägen. Im
Mittelalter war die Inselgruppe "Lurö" eine der Haltestellen für die Pilger, die
zu dem Grab des heiligen Olovs in Nidaros in Norwegen wallfahrten. Die
südlichste, schwedische Gebirgsnatur findet man in der Gemeinde Torsby. Das ist
der Berg "Hovfjället". Ski im Winter, Wanderstab im Sommer. Die Wälder sind voll
von Elchen und anderem Wild. In dem nördlichen Teil gibt es einen Wolfstamm
sowie einen Biberstamm.
Värmlandlied von Probst Anders Fryxell
Ack, Värmeland, du sköna, du härliga land!
Du krona för Svea rikes länder!
Ja, om jag komme mitt i det förlovade land,
till Värmland jag ändå återvänder.
Ja, där vill jag leva, ja, där vill jag dö.
Om en gång ifrån Värmland jag tager mig en mö,
så vet jag att aldrig jag mig ångrar.
I Värmeland är lustigt att leva och bo;
det landet jag prisar så gärna.
Där klappar det hjärtan med heder och tro
så fasta som bergenas kärna.
Och var och en svensk uti Svea rikes land,
som kommer att gästa vid Klarälvens strand,
han finner blott bröder och systrar.
I Värmeland - ja där vill jag bygga och bo,
med enklaste lycka förnöjder.
Dess dalar och skog ge mig tystnadens ro,
och luften är frisk på dess höjder.
Och forsarna sjunga sin ljuvliga sång -
vid den vill jag somna så stilla en gång
och vila i värmländska jorden.
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