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1899 begann man mit dem Bau eines neuen
Leuchtturms neben dem alten. Der 15 Meter hohe, runde Turm wurde aus Granit gebaut.
Die Laternenkuppel mit drei riesigen (2,58 Meter) Fresnel-Linsen lieferte
die französische Firma Barbier & Bénard. Die rotierenden Linsen sind
von oben gesehen im Dreieck gebaut und haben ein Uhrwerk mit Lot, dass die
Geschwindigkeit regelt.
Die Rollbahn der Linsen besteht aus
einem runden Behälter, der mit 50 Litern (677 kg) Quecksilber gefüllt ist.
Der sechs Tonnen schwere Linsenapparat fließt also in Quecksilber, das so
gut wie keine Reibung aufweist. Die drei Linsen drehen sich viermal in der
Minute um die eigene Achse und erzeugen zwölf Lichtblitze pro Minute.
Die Lichtquelle war zuerst eine
gewöhnliche Petroleumlampe, die später gegen eine Gaslampe mit 500.000 Candela
ersetzt wurde. 1907 wurde der Leuchtturm elektrifiziert. Als Lichtquelle
wurden zwei 1000 Watt Glühlampen eingesetzt. Damit vergrößerte man die Lichtstärke
auf 3,8 Millionen Candela. So ist es auch noch heute. Der Maschinenraum sorgt ein
Dieselaggregat bei Stromausfall für Notstrom. Das Feuer wurde 1979
automatisiert und aus Norrköping ferngesteuert und überwacht. Der Leuchtturm Kullen
(schwedisch: Kullens fyr) hat mit 78,5
Metern die größte Feuerhöhe in ganz Skandinavien und mit
3,8 Millionen Candela auch die größte Lichtstärke.
Am Leuchtturm befindet sich eine
aus gelben Ziegeln gemauerte Wohnung mit 4 Räumen, die von Mitgliedern der Svenska
Fyrsällskapet gemietet werden können. Jedes Jahr kommen über 300.000
Besucher hierher.
Von dem hochgelegenen Leuchtturm kann
man das am Fuß des Berges
stehende kleinere Leuchtfeuer Kullen västra sehen.

Am 14.
Juli 1749 passierten Carl von Linné und sein Sekretär, Olof Söderberg,
Kullagården. Im Reiseprotokoll findet sich folgende Beschreibung: "Kulla-gård,
eine einzelne Versorgungsstation, lag fast eine halbe Viertelmeile östlich
des Leuchtturms, der im Osten, Süden und Westen von den kahlen, bergartigen
Kulla-Hügeln umgeben war". Der Hof befand sich in der Mitte eines
Buchenwaldes, was Linné in lobenden Worten erwähnte. Im Jahre 1749 hieß der
Wirt Nils Nilsson. Das jetzige Gebäude wurde 1900 errichtet, nachdem das
vorige abgebrannt war.
Wegbeschreibung:
Straße 111 Helsingborg - Mölle - Feuerplatz ca. 31 km. Der Leuchtturm
befindet sich auf der Nordwestspitze der Halbinsel Kullen,
inmitten des Naturschutzgebietes Kullaberget. In den Sommermonaten wird am
Eingang zum Naturschutzgebiet (Italienska vägen) eine Gebühr von 30,- Kronen für Pkw inkl.
Passagieren erhoben.
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