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Nachrichten aus Schweden - Januar 2007

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Windkraft boomt

Alle wollen z. Zt. Windkraftwerke bauen - nicht nur Privatpersonen und kleinere Unternehmen, sondern auch Stromproduzenten und die stromintensive Industrie. Werden alle Pläne realisiert sind das zusammen über 20 TWh. Darin sind die Projekte mit einer Leistung unter 25 MW und das neue Großprojekt in Göteborg noch nicht enthalten. Außerdem werden laufend neue Projekte beantragt. Noch nie hat es so viele Pläne zum Bau von Windkraftanlagen in Schweden gegeben. Zwei der größten Projekte sind Offshore Windparks in Südschweden mit zusammen 5 TWh. Die Regierung hat am 29. Juni 2006 bereits die Baugenehmigung erteilt. Von großer Bedeutung für diese Entwicklung war der steigende Strompreis.

Bildt im Reichstag unter Druck

Die Sozialdemokraten griffen heute Carl Bildt im Reichstag wegen seiner privaten Geschäftsinteressen auf breiter Front an. Alle meinten, dass Carl Bildts Aktienoptionen in russisches Gas, afrikanisches Öl und amerikanischer Rüstungsindustrie ein riesiges Problem sei. Schwedens Außenpolitik steht durch die wirtschaftlichen Interessen des Außenministers in Frage. Aber Carl Bildt winkte nur ab und meinte, die Kritik sei ein Teil des politischen Spiels. Nach der Debatte bekam er von Journalisten die Frage, warum er nicht den Besitz seiner 3.966 Optionen von Legg Mason im Bericht der Regierungskanzlei angemeldet hat. Der ehemaliger Ministerpräsident und jetzige Außenminister sagte darauf: „Ich kann darauf nicht antworten, aber es gibt sicher eine Antwort darauf.“

Dies zu kommentieren, in neutraler Haltung, gelingt mir nicht.

Quelle: SvD 30.01.2007

Schwedisches Uran ist sehr gefragt

Über 50 Anträge zum Uranabbau sind seit 2005 von den Behörden bewilligt worden, der letzte im Januar diesen Jahres. Ungefähr zehn Gemeinden im nördlichen Schweden haben Zugang zu 14.000 Tonnen Uran im Wert von 16 Milliarden Kronen. In den nordschwedischen Gemeinden Pleutajokk bei Arjeplog, Arvidsjaur, Dorotea, Krokom und in Härjedalen suchen z.Zt. Geologen und Bohrgesellschaften nach noch versteckten Vorkommen. Der Uranpreis stieg von Anfang 2003 von knapp 25.000 Dollar pro Tonne auf heute ca. 160.000 Dollar pro Tonne. Das ist eine Preiserhöhung von 700 Prozent in vier Jahren. Gemäß Schwedens geologischer Untersuchung 'SGU‘ in Uppsala belaufen sich die Uranvorkommen im Land auf 10.000 bis 14.000 Tonnen fertiger Uran. Andere glauben an bedeutend höhere Ziffern.

Eine große Menge des heutigen Urans auf dem Weltmarkt ist aufgearbeitetes Material aus russischen Kernkraftwerken. Aber der Anteil wird sich in den nächsten Jahren durch den russischen Eigenbedarf vermindern. Das bedeutet, dass man mehr Uran in Bergwerken fördern muss.

Die Uranförderung in Schweden muss von der jeweiligen Kommune und von der Regierung genehmigt werden. In Arvidsjaur verhält sich der Kommunalrat Jerry Johansson pragmatisch: "Das Uran gibt uns große Perspektiven und Arbeitsplätze, aber man sollte auch bedenken, dass ganz Norrland bald wie ein Schweizer Käse ist, denn Uran ja nicht der einzige Rohstoff, der hier gefördert wird."

Quelle: SvD 29.01.2007

Öffentlicher Nahverkehr in Stockholm teurer

Ab heute steigt der Preis für eine Fahrkarte im lokalen Stockholmverkehr von 20 auf 40 Kronen, wenn man sie am Terminal oder an Bord von Bus oder Zug kauft. Gleichzeitig wird die Möglichkeit eingeführt, den Fahrschein per SMS zu bezahlen. Allerdings bieten z.Zt. nur die Netzbetreiber Telia, Tele2/Comviq und Halebop diesen Dienst an.

SL-Trafik will mit dieser Änderung erreichen, dass mehr Fahrscheine im Vorverkauf gekauft werden, um lange Schlangen am Terminal und damit Verspätungen im Verkehr zu vermeiden und die Gefahr von Raubüberfällen auf Busse zu vermindern. Der neue Preis bei Barzahlung beträgt nun 40 Kronen für Erwachsene und 20 Kronen für Jugendliche und Rentner. Kauft der Reisende den Fahrschein im Voraus oder per SMS beträgt der Fahrpreis allerdings nur 26 Kronen für Erwachsene und 16 Kronen für Rentner und Jugendliche.

Quelle: SvD 28.01.2007

Diskriminierung der Frauenärzte

Frauen in Südschweden können in Zukunft nicht mehr wählen, ob sie von einem weiblichen oder männlichen Frauenarzt untersucht werden. Der Grund ist, dass die männlichen Frauenärzte nicht diskriminiert werden. Eine Arbeitsgruppe der Frauenkliniken in Skåne, Halland, Blekinge und Kronobergs Regierungsbezirk haben diese Regel eingeführt. Die Patienten bekommen nun den Arzt, der ihnen zugeteilt wird. Ausnahmen werden nur da gemacht, wo es einen besonderen Grund gibt, nicht von einem männlichen Frauenarzt untersucht zu werden, zum Beispiel bei Frauen, die vergewaltigt wurden oder für Frauen mit patriarchalischen Traditionen.

Quelle: SvD 27.01.2007

Jeder zweite sozialdemokratischer Wähler unterstützt Sahlin

Eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstitut 'Sifo' zeigt, dass gut die Hälfte (53 Prozent) von den sozialdemokratischen Wählern, Mona Sahlins Kandidatur zum Parteiführer unterstützen.  Gleichzeitig meinen 26 Prozent, es sei ein Fehler, sie als Kandidat aufzustellen. Die größte Unterstützung hat Sahlin in Westschweden, dort meinen 63 Prozent, dass sie die richtige Person sei. Die geringste Unterstützung hat sie im nördlichen Mittelschweden, dort wollen sie nur 38 Prozent als Parteiführer sehen. Nicht unerwartet stützen Frauen sie am meisten. 57 Prozent wollen, dass sie die Leitung übernimmt, während nur 48 Prozent der Männer der selben Meinung sind. Die aller stärkste Befürwortung, mit 73 Prozent, bekommt Mona Sahlin bei den männlichen sozialdemokratischen Rentnerstimmen.

Quelle: SvD 27.01.2007

60. Todestag von Gustav Adolf

Heute vor 60 Jahren, am 26.01.1947, kam Gustav Adolf Oscar Fredrik Artur Edmund Bernadotte bei einem Flugzeugabsturz auf dem dänischen Flugplatz Kastrup ums Leben. Der Vater von König Carl XVI Gustaf  war Herzog von Västerbotten.

Stockholmer trinken Wein, die Norrländer Schnaps

Noch mehr Statistik. Laut Aftonbladet lieben die Stockholmer den Wein, in Ost-Götaland nippen die Leute gerne am Whisky und im Norden wird mehr Schnaps getrunken.

Hier Die meist verkauften Alkoholwaren in Stockholm im Jahr 2006:

Hochprozentiger Alkokohol: Absolut Vodka, Explorer Vodka, The Famous Grouse, Koskenkorva Vodka, Lord Calvert, Bell's, Renat, Brännvin Special, Grant's, Black Velvet.

Bier: Sofiero Original, Mariestads Export, Pripps Blå, Norrlands Guld Export, Falcon Export, Stockholm Festival, Carlsberg Hof, Sjukommatvåan, Carlsberg Guld, Kung.

Wein: California White, Castillo de Gredos Tinto, Castillo de Gredos Blanco, Mauro Primitivo, Foot of Africa Chenin Blanc, Chenet Cabernet-Syrah, Chill Out, Sunset Cabernet Sauvignon, Penfolds Rawson's Retreat Shiraz Cabernet, Robertson Cabernet Sauvignon, Chapel Hill Rhine Riesling Sauvignon Blanc.

Quelle: Aftonbladet 25.01.2007

Der Durchschnittsschwede

Der Durchschnittsschwede heißt Johansson, wohnt in einem Einfamilienhaus, arbeitet in der Fürsorge, Betreuung oder Industrie und fährt einen Volvo. Die Familie isst 1,2 Kilo Süßigkeiten pro Woche und habt Ausgaben von 31.300 Kronen im Monat. Nun ist es kartographisiert wie der durchschnittliche Homo suedicus aussieht.

Sie heißt Anna Johansson, ist 42 Jahre, hat eine zweijährige Gymnasiumsausbildung und arbeitet in der Betreuung bzw. Fürsorge. Anna ist seit fünfzehn Jahren mit dem 39-jährigen Lars verheiratet, der in der Industrie arbeitet. Familie Johansson hat zwei Kinder, Johan ist 15 Jahre und Emma zwölf Jahre und ein Haustier von unbestimmter Art. Johan geht in die neunte Klasse und plant auf das Gymnasium zu gehen. Die kleine Schwester geht in die sechste Klasse. Johanssons wohnen in einem Einfamilienhaus in einem dicht besiedelten Ort.

Was machen die Durchschnitts-Johanssons in der Freizeit? Vielleicht putzt Lars den silbergrauen Volvo (Modell 2000), während Anna im Internet surft oder ein Buch liest. In Schweden haben 97 Prozent einen Computer zuhause und 93 Prozent Internet. Die Kinder treiben mehrmals in der Woche Sport. Wenn sie zuhause sind, sitzen sie vor dem Fernseher, telefonieren mit ihrem Handy und wenn sie ordnungsliebend sind, räumen sie ihr Zimmer auf. Da bleiben nur noch 2 Stunden in der Woche, um die Hausaufgaben zu machen. Die Familie fährt für eine Woche im Jahr in Urlaub und besitzt ein Freizeithaus.

Der Mittelschwede liebt Kaffeegebäck und Süßigkeiten. Die Familie verzehrt 1 Kilo Hefeteilchen und Kuchen und 1,2 Kilo Süßigkeiten pro Woche. Das hat Lars ein wenig übergewichtig gemacht. Auch Annas und Lars Wochenkonsum von einem Liter Wein, ein 1/6 Liter Alkohol und drei Dosen Starkbier können natürlich zu Lars Taillenmaß beigetragen haben. Anna und Lars verdienen zusammen 50.000 Kronen im Monat, nach Steuern und Sozialabgaben bleiben noch 32.000 Kronen übrig, wovon ein Viertel für die Wohnkosten weggehen. Anna hat eine Lebenserwartung von 83 Jahren und Lars wird 79 Jahre. Alles gemäß Statistiska Centralbyrån.

Quelle: E24 23.01.2007

Regierung auf dem Tiefststand

Das bürgerliche Bündnis verliert weiter an Zustimmung der Bevölkerung. Die Januarmessung des Schwedischen Institut für Meinungsforschung ‚Sifos’ zeigt einen Vorsprung der Opposition von 11 Prozent. Das Umfrageinstitut Sifo begann mit seinen Messungen 1967. Seitdem hat noch keine Regierung nach 100 Tagen Amtszeit so viel an Vertrauen verloren, wie die Allianzregierung unter Reinfeldt. Der frühere Verlustrekord hatte Olof Palmes Regierung von 1973. Er verlor 3,1 Prozent von der Wahl 1973 bis zum Januar 1974. Schuld an diesem Vertrauensverlust haben wohl die missglückten Ernennungen von Minister Maria Borelius und Cecilia Stegö Chiló sowie das Bekanntwerden von Carl Bildts Aktienoptionen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Debatten um die Beschneidungen der Sozialversicherung. Die Sozialdemokraten dagegen bekommen 41,4 Prozent in der Januarmessung. Das ist eine Zunahme von 6,4 Prozent seit der Wahl, wo sie bei 35 Prozent lagen. In der Sifos Januarmessung wurden 1908 Personen zwischen dem 8. und 18. Januar befragt.

Quelle: SvD 21.01.2007

Hackerangriffe bei Nordea

Letzten Herbst wurden insgesamt 8 Millionen Kronen durch Hackerangriffe von Konten der schwedischen Bank Nordea gestohlen. Die Polizei vermutet die Verbrecher in Russland. Die Diebe haben das Geld mittels eines Trojaners, ein Programm dass böswillig Software auf den Computer des Benutzers installiert, gestohlen. Mehr als 250 Kunden sind bisher betroffen. Nordea sind diese Angriffe schon länger bekannt, hat es aber nicht an die Öffentlichkeit gebracht. Laut Aussage der Polizei aktiviert sich der Virus, sobald Kunden das Login-Fenster der Bank öffnen. Der Kunde empfängt eine Fehlermeldung und seine Kundendaten werden an die Email-Adresse des Hackers geschickt, der das Geld auf sein Konto umleitet. Laut Aussage von Nordea will die Bank ihren Kunden den Schaden vergüten, kritisiert aber gleichzeitig den schlechten Virenschutz der Kunden.

Quelle: The Local 19.01.2007

Vier Damen im Spiel

Nun gehen bei den Sozialdemokraten die Greise in Rente – nur Frauen sind noch an der Parteispitze. Im Sommer 2000 hießen die mächtigsten Personen Sven, Bertil, Lars und Göran. In zwei Monaten heißen sie Brite, Wanja, Marita und Mona. Mona Sahlin wird in der Parteispitze als Frau nicht allein sein. Alle wichtigen Posten werden von Frauen besetzt.

  • Mona Sahlin – Parteivorsitzende

  • Marita Ulvskog – Parteisekretärin

  • Britt Bohlin – Parteigruppenleiterin im Reichstag

  • Wanja Lundby-Wedin – Chef des Landeszentralverbandes und Geschäftsführerin des Parteiausschusses

Es ist kein Zufall, dass es vier Frauen sind. Es ist bewusst strategisch gewählt, sagte Lundby-Wedin. Welche Auswirkungen die Frauendominanz in der Sozialdemokratie bei der Wahl im Jahr 2010 hat, ist noch zu früh zu sagen. Laut Aussage des früheren Parteisekretärs, Lars Stjernkvist, kommt der Feminismus in Aufschwung. Er ist davon überzeugt, dass die Gleichstellungsfragen beim nächsten Wahlgang eine große Rolle spielen werden. Jetzt ist schon klar, dass auf dem großen Sonderparteitag der Sozialdemokraten im März, der mit dem Lied ”Arbetets söner”, eingeleitet wird, durch die Version ”Arbetets döttrar” getauscht wird.

Quelle: Aftonbladet 19.01.2007

Mona Sahlin wird neuer Parteiführer der Sozialdemokraten

Nach 118 Jahren bekommen die Sozialdemokraten ein weibliche Parteiführerin. Mona Sahlin hat sich bereit erklärt, als Nachfolgerin das Amt von Göran Persson als Parteiführer der Sozialdemokraten anzutreten. Heute um 14:00 Uhr wird der Wahlausschuss in einer Pressekonferenz Mona Sahlin als einzige Kandidatin für das Amt des Parteiführers bekannt geben. Man sieht Mona Sahlin als einen guten Kandidaten auf lange Sicht mit einer starken Unterstützung vor allem aus Blekinge. Zwölf Bezirke haben sich öffentlich für eine alleinige Unterstützung von Sahlin ausgesprochen. Außerdem nominieren zwei Bezirke außer Sahlin noch einen zweiten Kandidaten. Zusammen haben die 14 Bezirke 188 von 350 Vertretern im Kongress. Die Wahl zum neuen Parteichef findet im März auf einem Sonderparteitag statt.

Werdegang von Mona Sahlin:

  • 1957 am 9. März in Sollefteå geboren. In Nacka aufgewachsen.

  • 1981 Vorsitzende in Stockholms Regierungsbezirk SSU-distrikt.

  • 1982 als jüngstes Mitglied in den Reichstag gewählt

  • 1990–91 Arbeitsmarktminister.

  • 1992 Erste sozialdemokratische weibliche Parteisekretärin.

  • 1994 Stellvertretende Ministerpräsidentin und verantwortlich für Gleichstellungsfragen.

  • 1995 Nach der Sahlin-Affäre verließ die Regierung und den Reichstag.

  • 1996–97 Arbeitet als Kleinunternehmer, unter anderem als Berater und TV-Reporter.

  • 1998 Führt mit Björn Rosengren das neue, so genannte Superdepartementet.

  • 2000 Bekommt auch Verantwortung für Integration und Großstadtfragen.

  • 2002 Integrationsminister und außerdem verantwortlich für Demokratiefragen.

  • 2004 Samhällsbyggnadsminister.

  • 2006 Nach Wahlverlust stellvertretende Vorsitzende im Sozialausschuss.

Quelle: SvD 18.02.2007

Biathlon-Weltcup

Anna Carin Olofsson feierte heute beim Biathlon-Weltcup im slowenischen Pokljuka bereits ihren dritten Saisonsieg. Im Gesamtweltcup baute die Schwedin ihre Führung aus und liegt nun mit 432 Punkten vor Kati Wilhelm (410).

Quelle: SvD 17.02.2007

Göran Persson mit Krücke zur Reichstagsdebatte

Nach seiner zweiten Hüftoperation, am 7. Dezember letzten Jahres, kam Göran Persson mit einer Krücke zu seiner letzten Reichstagsdebatte. Der abgehende sozialdemokratische Parteiführer lächelte und schlürfte sich langsam mit seiner Krücke bis an das Rednerpult. Der schwer zu schlagende Rhetoriker, kritisierte vor allem die von der bürgerlichen Regierung geplanten Kürzungen im Sozialwesen.

Quelle: Expressen 17.02.2007

Nettolohn wird künftig vom Finanzamt ausbezahlt

Heutzutage wenden die schwedischen Betriebe viel Zeit und Geld für die Lohnabrechnung ihrer Angestellten auf. Das Finanzamt schafft deshalb eine Lohnzentrale im Netz, die skatta.se heißt. Ein guter Vorschlag für Klein- und Jungbetriebe, die nun nicht mehr mit sich ändernden Steuertabellen rumschlagen müssen. Die Betriebe brauchen demnach nur noch den Bruttolohn beim Finanzamt einzuzahlen. Den Steuerabzug, die Arbeitgeberabgaben sowie alle anderen Abgaben und Gebühren berechnet das Finanzamt und zahlt den Nettolohn auf das Lohnkonto der Angestellten aus. In Praxis bedeutet dies, dass die Betriebe einen großen Teil ihrer Lohnbuchabteilungen rationalisieren können. Damit könnten die schwedischen Betriebe Milliarden an Kosten sparen.

Quelle: ekonominyheterna 12.01.2007

Preisdruck bei gebrauchten Autos

In den letzten Jahren sind die Preise für gebrauchte Pkws durch ein zugenommenes Angebot stark gesunken und sollen laut Branchenexperten weiter fallen. Rosige Zeiten also für diejenigen, die sich ein gebrauchtes Auto kaufen möchten. Die Preise für Gebrauchtwagen zeigen in Schweden Richtung Süden und das auf längere Sicht. Die Gründe für den Preisdruck sind unter anderem die Direktimporte aus dem Ausland, die die Preise in Schweden mit dem übrigen Europa harmonisierten. Ein anderer Grund ist die Verkaufssteuer auf neue Autos, die man in den 90er Jahren zurücknahm. Der Markt für Neuautos stand damals fast still.

Ein weiterer Grund des Preisverfalls ist der Internetmarkt, der den Markt transparenter macht. Die Konsumenten bekommen durch das Internet leichter einen Überblick über die Preislage, was sie in eine bessere Verhandlungslage versetzt. Die Wertminderung ist bei teuren Luxusautos, Cabriolets und Sportwagen am größten.

Quelle: E24 12.01.2007

Neue Geschwindigkeitsgrenzen auf Schwedens StraßenMax. Geschwindigkeit 120

Es gibt z. Zt. die fünf Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder: 30, 50, 70, 90 und 110. Infrastrukturministerin Åsa Torstensson gab heute bekannt, dass die Regierung zehn verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen (30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100, 110 und 120) einführen möchte. Die stärkere Differenzierung mit zehn Schildern sei wichtig, weil man die Geschwindigkeit so besser an die Straßenverhältnisse anpassen kann, sagte Åsa Torstensson. Der Vorschlag kam schon 2005 vom Vägverket, aber die frühere Infrastrukturministerin Ulrica Messing wollte aus der Idee kein Gesetz machen. Ein Versuch mit Tempo 120 läuft bereits auf der E6 im südlichen Halland. Wann der Gesetzentwurf dem Reichstag vorgelegt wird ist noch unbekannt. Damit ist auch unklar, wann die neuen Geschwindigkeitsgrenzen beginnen können.

Quelle: Aftonbladet 10.01.2007

08.01.2007 – 12.01.2007 Schwedenwoche in Erlangen

Ausstellung zum 300. Geburtstag von Carl von Linne im Gebäude der Universitätsbibliothek, Schuhstr.1a, 91052 Erlangen.

(Anders Celsius, Viktor Rydberg, Heliga Birgitta, Olof  Dalin, Drottning Kristina av Sverige)

(Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg: Handschriftenabteilung/Graphische Sammlung, Svenska Institutet)

Schwedisches Essen in der Mensa.


Mo 08.01.07

Schwedischer Film (für Kinder)

Workshop: Schwedisch für Anfänger – Schnupperkurs (Abend)

Schwedischer Filmabend (Erwachsene)


Di 09.01.07

Workshop: Schwedisch für Anfänger – Schnupperkurs (Vormittag)

Prof. Seelow, Prof. Och, Prof. Bobzin  - föreläsningar

Themaabend mit schwedischer Fika:

Wort der Woche -  Fika

Klassiker der schwedischen Küche

Schwedenquiz (KHG)


Mi 10.01.07

Eröffnung, Begrüßung

Germanistik/Nordische Philologie/Sprachenzentrum/schwedisches Lektorat

Präsentation des schwedischen Bootschafts  Berlin

Pressrådet Gösta Grassman  - Sverigebilden, mediesituationen

(Svenska Ambassaden, Berlin)

Prof. Dr. Heinrich Pehle: Svensk kommunalpolitik

(Politische Wissenschaft, FAU)


Do 11.01.07

Ingvar Svanberg, Senior scholar, university lecturer

Uppsala Universitet

Carl von Linné:

Lapplandsresan, praktisk botanik

Hảkan Tunon: Carl von Linné

Sveriges lantbruksuniversitet

Hr. Dl. Welß, Botanischer Garten, Erlangen: Carl von Linné

Lesung: Lapplandsresan, gelesen von Christoph Grube, Erlangen


Fr 12.01.07

Lesung: Katarina Mazetti – schwedische Autorin

Wolfgang Butt: Übersetzung: Schwedische Literatur

Prof. Dr. Helmut Klumpjan: Dag Hammarskjöld (Politische Wissenschaft, FAU)

Dr. Dieter Meyer, Erlangen: Klavierunterhaltung zum Thema Zarah Leander

Buchhandlung Ex-Libris, Erlangen: Schwedische Literatur

Falun/Borlänge möchten Skiweltmeisterschaft 2013 austragen

Nach drei Skiweltmeisterschaften möchte Falun eine vierte Meisterschaft zusammen mit der Nachbarstadt Borlänge. Falun war bereits Veranstalter der Skiweltmeisterschaften 1954, 1974 und 1993. Die beiden schwedischen Städte wetteifern nun für das Jahr 2013, mit Val di Fiemme (Italien), das 1991 und 2003 Austragungsort war und Zakopane, sagte ein Sprecher des schwedischen Skiverbandes. Andere Kandidaten gibt es z. Zt. nicht. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet der internationale Skikongress im Mai 2008.

Quelle: SvD 08.01.2007

IDIS - Schon wieder so ein Kürzel

IDIS steht für 'Intelligent Driver Information System' dass es z. Zt. nur bei Volvo gibt. Der Grundgedanke von Volvo: Man sollte es dem Fahrer in kritischen Situationen so leicht wie möglich machen. Telefonanrufe, Textmeldungen, Navigationshinweise oder irgendwelche Mitteilungen des Bordcomputers können da nur ablenken. Volvo's neues Sicherheitssystem sorgt dafür, dass bei Überholmanövern, beim Bremsen und Abbiegen Ruhe herrscht. Die Meldungen werden später nachgeholt. Das System im Pkw-Bereich, dass aus der Flugzeugtechnologie stammt, berechnet aus zahlreichen Sensorsignalen, die in einem hoch entwickeltem Netzwerk miteinander kommunizieren, die Fahrerbelastung. IDIS wurde 2003 erstmals vorgestellt und ist heute im Volvo S40 und Volvo V50 bereits serienmäßig eingebaut. Damit unterstreicht Volvo wieder mal seine Rolle als Schrittmacher auf dem Gebiet der innovativen Sicherheitstechnologie.

Autobahn E6 bis März wieder befahrbar

Die Infrastrukturministerin Åsa Torstensson gab heute bekannt, dass die Europastraße E6 und die parallele Eisenbahntrasse bis März wieder für den Verkehr freigegeben werden können. Die Wiederherstellung habe erste Priorität, sagte die Ministerin. Diese Information war für die Gemeinde Lysekil enorm wichtig, da die Bohusbanan den Lebensnerv Lysekils darstellt.

Die Autobahn sackte nach den langen Regenfällen im Dezember auf einer Strecke von 300 Metern bis zu 4 Meter ab. Man plant zunächst eine provisorische Umgehung der alten E6, vorbei an dem unterspülten Gebiet bei Munkedal. Wann der betreffende Wegabschnitt ganz wiederhergestellt werden kann ist immer noch unklar.

Quelle: DN 04.01.2007

Durch mildes Wetter sinkt Strompreis

Das regnerische und milde Wetter hat den Strompreis seit vorigem Herbst halbiert. Davon profitieren die Kunden mit beweglichem Strompreis. Durch die starken Regenfälle im November und Dezember sind die Wassermagazine gefüllt. Das anhaltende warme Wetter lässt den Stromverbrauch sinken. Heute war der Tagespreis an der Strombörse 'Nordpol' bei 32 Öre pro Kilowattstunde (kWh). Ende Oktober lag er noch bei 60 Öre. Der Terminpreis für das zweite und dritte Quartal 2007 liegt bei 29 Öre respektive 31 Öre pro kWh. Dagegen glaubt der Markt auf höher Preise im nächsten Jahr. Der Terminpreis für das ganzes Jahr 2008 liegt bei 40 Öre.

Ein wichtiger Begriff für die Entwicklung des Strompreises ist das so genannte hydrologische Gleichgewicht. Das ist die Summe von Wasser in den Wassermagazinen und Wasser in Form von Schnee, der im Frühjahr schmelzen und in die Wassermagazine fließen wird. Gegenwärtig ist ein Überschuss von 510 Terawattstunden vorhanden.

Quelle: ekonominyheterna 04.01.2007

Anteil an Dieselautos steigt

Die Zahl der verkauften Dieselautos erreichte 2006 ein Allzeithoch. Das liegt vor allem an der Steuerermäßigung bei Dieselfahrzeugen mit Russfilter und der neu eingeführten CO2-basierenden Kraftfahrzeugsteuer. Der Anteil an Dieselfahrzeugen bei der Neuregistrierung 2006 betrug 19,7 Prozent. Das ist der der höchste jährliche Anteil. Im Jahr 2005 betrug der Dieselanteil noch 9,7 Prozent. Allein im Dezember 2006 lag der Dieselanteil bei 27,6 Prozent.

Auch der Anteil neu registrierter Umweltautos, die mit Ethanol oder Gas betrieben werden bzw. Hybridvarianten haben letztes Jahr deutlich zugenommen. Mit 36.611 neu registrierten Umweltautos erreichte die Zahl ein Rekordniveau - eine Zunahme mit 156 Prozent verglichen mit 2005.

Der Autoverband „Bil Sweden“ warnt allerdings davor, dass die Zahl der Umweltautos wieder sinken könnte, wenn die neue Regierung die versprochene Prämie von 10.000 Kronen für die Investition in ein Umweltauto nicht bald einführt.

Insgesamt wurden letztes Jahr 282.632 Pkw’s neu zugelassen. Das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Neu registrierte Autos 2006

1) Volvo V70

2) Saab 9-5

3) Volvo V-50

4) Saab 9-3

5) Volkswagen Golf

6) Volkswagen Passat

7) Ford Focus

8) Toyota Corolla

9) Peugeot 307

10) Skoda Octavia

Quelle: SvD 02.01.2007

GOTT NYTT ÅR

Der Jahreswechsel 2006/2007 wurde in Schweden mit Randalen und Bränden überschattet. Allein in Stockholm registrierte die Polizei in der Neujahrsnacht 900 Anrufe. Gleich nach Mitternacht landeten viele Neujahrsraketen auf Balkonen und in Wohnungen. Bei einem Brand in Värmdö, bei Stockholm wurde ein Einfamilienhaus total zerstört. Nach einem Verkehrsunfall auf der E4 bei Södertälje wurden 4 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert. Im Großraum Stockholm kam es in der Nacht zu 67 Schlägereien.

Gleichzeitig zog in der Sylvesternacht ein schwerer Sturm über Süd- und Westschweden. Die Vorzeichen auf das schlechte Neujahrswetter kamen schon gestern. Deshalb wurde das traditionelle Neujahrsfeuerwerk in Varberg abgesagt. Der schwedische Wetterdienst SMHI warnte vor weiteren starken Orkanböen in Skåne. Das Unwetter kulminierte heute am späten Nachmittag mit Windstärken von bis zu 33 Meter pro Sekunde. Die kräftigen Windböen entwurzelten viele Bäume, die dann einige Stromleitungen abrissen, so dass mal wieder viele Haushalte stromlos waren. Am schlimmsten betroffen war Kronoberg. Am Neujahrsabend gingen gegen 18:00 Uhr bei 32.600 Haushalten die Lichter aus.

Quelle: Aftonbladet 01.01.2007

 

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