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Nachrichten aus Schweden  -  Juni 2007

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Bau der Fehmarnbelt-Brücke wahrscheinlich

Deutschland und Dänemark einigten sich heute darauf, eine Brücke über den Fehmarnbelt zu bauen. Über das größte europäische Bauvorhaben war anderthalb Jahrzehnte diskutiert worden. Die Bauarbeiten für die 19 Kilometer lange, auf 70 Pfeilern stehende Brücke zwischen Puttgarden und Rødby sollen 2011 beginnen und 2018 abgeschlossen und damit der größte Flaschenhals im nordeuropäischen Verkehrssystem beseitigt sein. Da die Dänen wesentlich stärker an dem Projekt interessiert sind als die Deutschen, wird Dänemark die vollen Baukosten für die 5,5 Millionen Euro teure Brücke übernehmen. Die privat finanzierten und durch Staatsgarantien abgesicherten Kosten sollen langfristig durch Mauteinnahmen zurückfließen. Man rechnet mit ca. 10.000 Fahrzeugen, die die Brücke täglich passieren werden.
Die Reederei Scandlines wurde letzte Woche von Dänemark und der Deutschen Bahn für eineinhalb Milliarden Euro an ein privates Konsortium verkauft. Da fragt man sich, ob der Brückenbau da schon feststand?
Die dänische und deutsche Regierung können sicherlich eine politische Absichtserklärung für eine feste Querung über den Fehmarnbelt abgeben und auch das Bauvorhaben anschieben, aber eine endgültige Entscheidung ist deshalb noch nicht gefallen, da für die Umsetzung des Projektes noch andere Behörden wie das Bundesamt für Naturschutz in die Planungen mit einzubeziehen sind. Auch ist für das internationale Seegewässer außerhalb der Dreimeilenzone die internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO für eine Genehmigung zuständig. Beim Bau der Brücke würde die jetzt zehn Kilometer breite Fahrrinne auf eine nur 1,6 Kilometer breite Durchfahrt bzw. zwei 700 Meter breite Passagen gestaucht werden. Eine Havarie eines der dort rund 60.000 fahrenden Schiffe währe sehr wahrscheinlich. Im Gegensatz zur Storebaelt-Brücke ist die geplante Fehmarnbelt-Brücke genau quer zur Hauptwindrichtung ausgerichtet, so dass sie sturmbedingt häufig für den LKW-Verkehr gesperrt werden muss. In den nächsten Monaten wollen Deutschland und Dänemark ihre Absichtserklärung zu einem Staatsvertrag weiterentwickeln.

Quelle: n-tv 29.06.2007

Verkehrsunfälle beruhen oft auf Alkohol

Vier von zehn tödlichen Unfällen im schwedischen Straßenverkehr beruhen auf Trunkenheit am Steuer. Das schreibt SVT's Video-Text. Die Autos werden immer sicherer, auch die Straßen und Wege werden stetig sicherer gebaut. Trotzdem starben dieses Jahr mehr Menschen im Verkehr als voriges Jahr. Das beruht vor allem darauf, dass zu viele Menschen Auto fahren, trotzdem dass sie Alkohol getrunken haben. Jeden Tag fahren ungefähr 20.000 berauschten Menschen auf schwedischen Straßen, ist auf SVT's Video-Text zu lesen.

Göta Kanal feiert 175. Jahresjubiläum

Am 28. Juni feierte man in Sjötorp das 175-Jahresjubiläum des Göta Kanals! Es wurde ein Gedenkmonument von Künstler Bengt Olson eingeweiht. Ein festliches Programm mit Parade und Musik rahmte den Tag.

6.000 Alkoholimporteuren auf der Spur

Vor 3 Wochen hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass der private Import von Alkohol im Versandhandel zulässig ist, der Besteller aber die schwedische Alkoholsteuer zu bezahlen hat. Bis jetzt haben nur fünf Schweden den bestellten Alkohol beim Finanzamt angemeldet, obwohl die Berechnungen auf zehntausende deuten. Gemäß der Forschungsgruppe 'Sorad' hatten im Jahr 2005 ca. 60.000 Schweden Schnaps im Internet gekauft. Im Jahr 2004 hat das Zollamt über 7.000 Lieferungen beschlagnahmt. Nun ist das schwedische Finanzamt den Privatimporteuren auf der Spur. Das schwedische Finanzamt bekommt dabei eine so genannte Rechtshilfe von den spanischen und deutschen Behörden, die von den Versandläden die Orderlisten anfordern. Somit kann der schwedische Staat die Steuern für Alkoholkäufe einfordern, die bis zu sechs Jahre zurückliegen.
 Außer der Alkoholsteuer von 501 Kronen pro Liter reinem Alkohol sind die Käufer auch gezwungen eine Versäumnisgebühr von 1000 Kronen pro Bestellung und einen Steuerzuschlag zu bezahlen. Wer 1 Liter Schnaps im Internet bestellt hat und es nicht beim Finanzamt angemeldet hat, muss mit einer Nachzahlung von 1200 Kronen rechnen.
 Um die 6.000 Schweden bekommen in diesen Tagen einen Brief mit Überschrift 'Angående alkoholskatt'. In dem Brief steht genau, was bestellt wurde, von welchem Betrieb, wann und wie viel Steuer zu bezahlen ist. Dem Brief liegt auch eine Zahlkarte bei. Es handelt sich dabei um keine kleinen Summen. Die 6.000 Schweden, die in den nächsten Tagen den Brief von Skatteverket bekommen, müssen zwischen 4.000 und 17.000 Kronen bezahlen. Na denn, Skål.

Quelle: DN 28.06.2007

Neue digitale Geschwindigkeitsüberwachungskameras

Dieses Jahr werden in Schweden 175 digitale Geschwindigkeitsüberwachungskameras der neuen Generation zu den schon 700 installierten aufgestellt. Ab Sommer wird auch eine neue mobile Geschwindigkeitskamera eingeführt. Ab nächstes Jahr wird es 30 Stück davon geben. Der große Vorteil von ihnen ist, dass die neue Kameraausrüstung kurzfristig an Baustellen und besonders gefährlichen Wegabschnitten aufgebaut werden kann. Einige der Kameras werden auch in Polizeiautos eingebaut. Die Polizei in Östersund ist eine der ersten, die so eine Kamera mit dem dazugehörigen Computersystem eingebaut bekommt.

Quelle: Östersunds LT 26.06.2007

Verkehrsstaus nach Mittsommerfest

Die heimfahrenden Mittsommer feiernden Schweden verursachten heute im ganzen Land Staus. Es war so, als wenn heute nach der Lunchzeit alle gemeinsam losgefahren sind. Am schlimmsten war es an der Westküste auf der E6, wo sich der Verkehr am Tingstadstunnel sowie am Fähranleger in Lysekil staute. Mit 7 Kilometern staute sich nördlich von Munkedal nach einem Verkehrsunfall. Der Rückreiseverkehr von Öland zum Festland begann ebenfalls zur Luchzeit zäh über die Ölandbrücke.

Quelle: SvD 24.06.2007

Sven-Göran Eriksson wird Coach von Manchester City

Der frühere englische Fußball-Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson wird neuer Trainer bei Manchester City. Der 59 Jahre alte Schwede gilt als Wunschkandidat des ehemaligen thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, dessen Übernahmeangebot der Verein derzeit prüft. Eriksson wird bei Manchester über zwei Millionen Pfund das entspricht 27,5 Millionen Kronen, pro Saison verdienen. Außerdem wird er 50 Millionen Pfund (ca. 700 Millionen Kronen) für den Einkauf von neuen Spielern bekommen.

Quelle: SvD 23.06.2007

Wallenberggruppe steigt bei Aker Kværner ein

Der schwedische Wallenbergkonzern engagiert sich als Großinvestor in der norwegischen Firma Aker Kværner. Das Unternehmen Saab und der Investmentkonzern Investor beteiligen sich mit 10 Prozent an der neuen norwegischen Holding. Der Deal wurden heute Morgen bei einer Pressekonferenz in Oslo vorgestellt. Die vier Aktieneigentümer der neuen Holdinggesellschaft sind Kjell Inge Røkke mit der Firma Aker Kværner, die 60 Prozent der Aktien halten wird, 30 Prozent übernimmt der norwegische Staat. Die Wallenberg-Gruppe wird 7,5 Prozent mit Saab, und 2,5 Prozent mit Investor übernehmen. Die vier Aktionäre haben eine Verabredung getroffen, die die Geschäfte für die nächsten zehn Jahre regelt. Aker Kværner, mit einer Firmengeschichte, die bis in das 18. Jahrhundert zurückreicht, war Gegenstand einer Übernahme. Damit die Gesellschaft nicht in ausländische Hände fällt, ist der norwegische Staat als Teilhaber mit dreißig Prozent in die neu gebildete Holding eingestiegen. Das Geschäft muss allerdings noch vom norwegischen Parlament genehmigt werden. Eine Entscheidung wird für diesen Herbst erwartet.

Der größte norwegische Industriekonzern hatte 2006 mit 21.000 Angestellten in mehr als 30 Ländern einen Umsatz von 50 Milliarden Euro. Die Geschäftsfelder von Aker Kværner sind in der Öl- und Gasindustrie, Fischerei, Biotechnologie, Papierherstellung und Metallerzeugung.

Quelle: E24 & finanznachrichten.de 22.06.2007

Bahn verkauft Scandlines

Die Ostseereederei Scandlines wird privatisiert. Für 1,56 Milliarden Euro veräußerten Dänemarks Regierung und die Deutsche Bahn die Reederei an die deutsche Allianz Capital Partners (40%), den britischen 3i-Fonds (40%) und die Deutsche Seereederei (20%). Das Konsortium hat sich darauf geeinigt, dass bis 2010 keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Die neuen Eigentümer wollen die Scandlines Gruppe an die Börse zu bringen.

Die Fährreedereien wehren sich mit den Mitteln der Billigflieger gegen die preisaggresive Konkurrenz in der Luft. Auf der Nord- und Ostsee kämpfen die Reedereien mit harten Bandagen gegen die Ein-Euro-Konkurrenz. Dabei müssen sie sich noch gegen weitere Wettbewerber behaupten. Mit den Brücken über den großen Belt und den Öresund sind Schweden und Norwegen seit geraumer Zeit quasi „trockenen Fußes“ zu erreichen. Doch die Fährreedereien sind trotz Brücken, Tunnels und Billigfliegern nicht untergegangen. Die Fähren können zwar nicht so schnell sein wie ein Flieger, aber sie verkaufen die Anreise zum Urlaubsland als "ersten Urlaubstag". Vor allem für Familien ist das eigene Auto als Urlaubsvehikel plus Fährüberfahrt unter dem Strich häufig praktischer und billiger als die Kombination aus Billigflug und Mietwagen. Außerdem kann jeder so viel Gepäck mitnehmen, wie er will.

REPO-Zinssatz erhöht

Die schwedische Reichsbank heute den Leitzins zum achten Mal seit Januar 2006 erhöht. Die letzte Anhebung war im Februar 2007. Damit liegt der so genannte REPO-Satz (Zinssatz, der bei Wertpapierpensionsgeschäften angewendet wird) nun bei 3,5 Prozent. Dies entspricht einer Erhöhung von 0,25 Prozentpunkten. Die Reichsbank signalisierte bis zum Jahresende weitere Zinserhöhungen bis zu 4,0 Prozent. Der Grund für die heutige Zinsanhebung ist die gute Konjunktur. Nach Bekanntgabe der Zinserhöhung fiel der Wert schwedische Krone gegenüber dem Euro von 9,41 auf 9,25 Kronen pro Euro.

Quelle: E24 20.06.2007

Hier feiert die Welt Mittsommer

Gemäß dem Reiseveranstalter Ving, feiern dieses Jahr um die 100.000 Schweden den Mittsommer im Ausland. Aber den obligatorischen Hering und das Schnäpschen gibt es auch in anderen Teilen der Welt. In den Hotels von Ving zum Beispiel auf Mallorca und Kreta gibt es die Möglichkeit zu einem klassisch schwedischen Mittsommer. Es ist ja nicht so, dass man um eine Stange herum tanzen muss, obwohl das der Brauch für Familien mit Kindern ist. In vielen Ländern sind es die schwedischen Botschaften, Konsulate oder die Schwedische Kirche die eine Mittsommerfeier organisieren.

Hier ist ein Guide zu Mittsommerfeiern in 12 Orten außerhalb Schwedens:

Athen, 23. Juni, Schwedische Kirche. Gottesdienst, Tanz um den Maibaum, Spiele, Tanz und Essen.

Berlin, 22. Juni, Svenska Victoriaförsamlingen. Tanz um den Maibaum, Musik, Essen und Basar.

Bern, 22. Juni, Bundesplatz. Volkstanz, Schwedischkurs, Musik, Essen, Kochkurs, Märchen für Kinder.

Costa del Sol, 22. Juni, Schwedische Kirche. Musik, Tanz, Essen, Ziehharmonika.

London, 23. Juni, Hyde Park. Picknick, Tanz um den Maibaum und Spiele.

Los Angeles, 24. Juni, 2854 Trifuno Canyon Road. Frühstück, Volkstanz, Spiele, Musik und Tanz um den Maibaum.

Luxemburg, 23. Juni., Kockelscheuer. Picknick, Grill und Tanz um den Maibaum.

Moskau, 22. Juni - 24. Juni, Gorkijparken. 3-Tage-Festival mit Essen, Musikauftritten und Spielen.

New York, 22. Juni, Battery Park. Violinenauftritt, Volkstanz, Maibaum und schwedische Delikatessen.

Paris, 23. Juni, Schwedische Kirche, Bailly. Picknick, Tanz um den Maibaum, Musik. (Nicht bei Regen).

Peking, 23. Juni, Schwedische Botschaft. Picknick und Tanz.

San Francisco, 23. Juni, Sveadal. Elvakaffe, Tanz um den Maibaum.

Quelle: SvD 19.06.2007

Hultsfred-Festival

Das Hultsfred-Festival ist Schwedens größtes und bekanntestes Rockfestival. Vom 14.-16. Juni standen die besten Bands der Welt, aber auch neue Künstler hier auf der Bühne. Insgesamt traten über 140 Musiker auf den sieben Festivalbühnen auf. 23.000 Besucher, Livesendungen im Radio, TV und Internet sowie 1200 Journalisten aus 40 Ländern lassen die Bedeutung des Festivals ahnen. 

Es traten u.a. folgende schwedische Künstler auf:
Alexander Salzberger, Andras Tilliander, Anna Ternheim, Asha Ali, Avatar, Babian, Bandet, Cut City, Dark Tranquillity, Detektivbyrån, Du Pacque, Eldskäl - Teater Acta, Emil Jensen, Emmon, Enter The Hunt, Familjen, Florence Valentin, Freja And This Weeks Freaks, Front De Boeuf, Going Magma, Helena Josefsson, Henry Fiat’S Open Sore, Ison & Fille, Jazzattacks, Jesaiah, Juvelen, Kissey Asplund, Laakso, Laleh, Last Days Of April, Le Choix, Lisa Miskovsky, Little Dragon, Livedemopanelen, Livekonst- Kollektivet Melo, Lust - Teater Acta, Maia Hirasawa, Mando Diao, Mapei, Marit Bergman, Memfis, Mixtapes & Cellmates, Navid Modiri & Gudarna, Neverstore, Nils Edvardsson, Ollibolli, Oslipat, Park Hotell, Pikko, Promise And The Monster, Sabaton, Sahara Hotnights, Salem Al Fakir, Sanctuary In Blasphemy, Shout Out Louds, Slagsmålsklubben, Slammer, Sophie Zelmani, Stylusorkestern, Supertjejen Wilja, Svenska Akademien, Sweet Dreams, Team Flashkick, The Ark, The Bombettes, The Concretes, The Doits, The Lost Patrol Band, The Scams, The Sweptaways, The Tallest Man On Earth, The Touch, Those Dancing Days, Thunder Express, Timbuktu & Damn, Timo Räisänen, Tingsek.

Im Gegensatz zu 2005 und 2006 sind die Karten diesmal nicht ausverkauft worden.  Mehr Infos: http://www.rockparty.se

Schwedische Hymnen

"Dancing Queen", "Super Trouper" oder "Take a chance on me"… Auf alle, die heute noch für Agnetha, Frida, Benny und Björn schwärmen, wartet jetzt ein Musical zum Schwelgen in alten Zeiten. Am 6. Mai hatte "Mamma Mia" im Colosseum Theater Essen Premiere. MAMMA MIA! ist eine mitreißende Musical-Komödie mit den 22 größten Hits von ABBA. Die Melodien sind von ABBA, erzählt wird aber mit deutschen Texten eine ganz eigene Geschichte: Es geht um die allein erziehende Donna und ihre 20jährige Tochter Sophie, die zu ihrer Hochzeit ihre drei möglichen Väter einlädt. Zum Mitsingen und Mittanzen!

Mehr Infos: www.mammamia.de

McDonalds verdient Millionen durch Steuersenkung

Die schwedische Regierung hat eine Steuersenkung für Betriebe beschlossen, die junge Leute einstellt. Dadurch sollen die Betriebe motiviert werden, jungen Leuten eine Arbeit zu geben. Gewinner dieser Steuersenkung ist McDonalds, weil dort sehr viele junge Menschen Arbeiten. McDonalds wird durch diese Steuersenkung fünfzig Millionen Kronen sparen. Der gesenkte Steuersatz gilt auch für die jungen Angestellten.

Quelle: 8sidor 15.06.2007

Winterwetter in Härjedalen

In Härjedalen und im nördlichen Dalarna ist der Winter zurückgekommen. In der letzten Nacht und heute Morgen sind bei Minustemperaturen 5 cm Schnee gefallen und es schneit immer noch. Am Golfplatz von Funäsdalen liegt genug Schnee, um Ski zu fahren und auf den Straßen liegt Schneematsch. In den letzten Tagen war noch ein spitzenmäßiges Sommerwetter mit Temperaturen bis zu 25 Grad, alles war grün und blühte. Laut Aussage von einem Meteorologe bei SMHI passiert so etwas nur alle 10 Jahre. Der Grund für den Wettersturz sind zwei Tiefdruckgebiete, die von Norden herziehen. 

Quelle: SvD 14.06.2007

SAS will aus der Krise

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will durch Umstrukturierungen jährliche Kosten von 2,8 Milliarden schwedischen Kronen eingesparen und bis zum Jahr 2011 einen Gewinn von 4 Milliarden Kronen vor Steuern erwirtschaften. Die Ersparnisse werden vor allem aus dem Umzug des Hauptbüros von Frösundavik bestehen, weil die administrativen Aufwende dort sehr hoch sind. Die Gesellschaft wird auch für ihre Angestellten ein Lohnsystem mit Gewinnanteil einführen. Der Konzern will sich in Zukunft nur noch auf das Kerngeschäft Nordeuropa konzentrieren. Das bedeutet, dass die spanische Tochtergesellschaft Spanair, sowie die Anteile an British Midland und Air Greenland verkauft werden. Die Maßnahmen auf dem hart umkämpften Flugmarkt sind nötig und werden in den nächsten zwei Jahren durchgeführt. Außerdem hofft SAS in der nächsten Vierjahresperiode mit einer Steigerung der Passagierzahl von 20 Prozent. 

Quelle: SvD 13.06.2007

Alpine WM in Åre ein wirtschaftlicher Erfolg

Die alpine Weltmeisterschaft in Åre wurde nicht nur eine sportliche und organisatorische Attraktion, der Wettkampf wurde auch ein wirtschaftlicher Erfolg. Das WM-Komitee meldete einen Gewinn nach Steuern von 25 Millionen Kronen. Im Übrigen bekam Åre eine enorme Vermarktung durch das Fernsehen und ausländische Medien. Insgesamt sahen 563 Millionen Menschen in 24 Ländern die Bilder von Åre.

Quelle: Åre LT 12.06.2007

Marktplatz wird nach Anna Lindh benannt

Der kleine Markt an der Kreuzung Götgatan–Vartoftagatan auf Södermalm in Stockholm bekommt nach den Sommerferien den Namen 'Anna Lindhs plats’. Anna Lindh war eine vom Volk sehr beliebte Politikerin und für viele ein Vorbild. Die schwedische Außenministerin wurde im September 2003 in einem Stockholmer Kaufhaus ermordet.

Quelle: SvD 11.06.2007

EU will Aal vorm Aussterben retten

Heute haben sich die 27 Agrar-Minister der EU auf einen Rettungsplan für den vom Aussterben bedrohten Aal geeinigt. Demnach sollen 40 Prozent aller Jungaale in den europäischen Flüssen ins Meer wandern und so ihre Laichgebiete in der Sargassosee, östlich von Florida, erreichen können. Ab 2008 müssen ein gutes Drittel der in Europa gefangenen Glasaale bis zu einer Größe von 20 Zentimetern wieder ausgesetzt werden. Bis 2013 soll dieser Anteil auf 60 Prozent ansteigen.

Laut Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson hat Schweden lange für diesen EU-Beschluss gearbeitet. Schwedische Wissenschaftler warnen seit längerem davor, dass der Aal vor allem wegen der Glasaalfischerei und den Wasserkraftwerken vom Aussterben bedroht ist. In Schweden gilt schon seit längerem für Berufsfischer eine Mindestgröße von 60 cm. Der Aalfang für Hobby-Fischer wurde in Schweden bereits seit 2007 verboten. Damit ist Schweden wieder Mal ein Vorreiter, wenn es um Umweltfragen geht. 

11.06.2007

Weide als Biobrennstoff

Nachdem die EU den Biofestbrennstoff Salix (Weidenholz) wegen Umweltschutzmaßnahmen subventioniert, hat das Interesse der schwedischen Landwirte am Anbau des Heizmaterials stark zugenommen.  Mehr Infos zu Salix

Uefa bestätigt 3:0 für Schweden

Heute bestätigte die Uefa den Beschluss von Schiedsrichter Herbert Fandel beim EM-Qualifikationsspiel Dänemark-Schweden. Hiermit wird Schweden der Sieg von 3:0 zugesprochen. Schweden liegt jetzt mit 18 Punkten an der Spitze der Gruppe F. Zusätzlich müssen die Dänen ihre nächsten vier Heimspiele mindestens 250 Kilometer von Kopenhagen entfernt austragen. Mir geht solch ein Eingriff ganz einfach ein bisschen zu weit. Wie kann es sein, dass ein einziger Rowdy über Sieg oder Niederlage einer Mannschaft bestimmen kann? Warum kann so ein Spiel nicht sportlich entschieden werden?

Quelle: Eurosport 08.06.2007

Deutsche Erdbeeren zu schwedischen umetikettiert

In Göteborg wurden deutsche Erdbeeren mit schwedischem Etikett verkauft. Bei einigen Kisten wurde vergessen die deutschen Etiketten zu entfernen. Die Beeren wurden mit Fernlastzügen in das Industriegebiet transportiert und dort von ca. 10 Arbeitern umgepackt und umetikettiert. Tausende von Kilo ausländischer Erdbeeren sind so zu schwedischen Erdbeeren geworden. Die umgepackten Beeren werden in Boutiquen und auf öffentlich Plätzen in der Umgebung von Göteborg verkauft.

Nun werden Inspekteure der Landwirtschaftsbehörde Kontrollen bei Erdbeerverkäufern in Göteborg durchführen. Laut einem Sprecher der Provinzialregierung, kann man jetzt Erdbeeren bei deutschen Großhändlern für 6 Kronen pro Kilo kaufen. Diese kann man dann in Schweden für 25 Kronen pro Kilo wieder verkaufen – ergibt einen Gewinn 19 Kronen pro Kilo.

Quelle: Aftonbladet 08.06.2007

Weniger ernste Arbeitsunfälle

Die ernsten Arbeitsunfälle mindern sich weiter in Schweden. Aber immer noch werden an jedem Arbeitstag 14 Personen so schwer verletzt, dass sie zu Invaliden werden. Aus internationaler Perspektive sind die Unfälle am schwedischen Arbeitsmarkt relativ gering, aber trotzdem geschehen jedes Jahr ca. 30.000 Arbeitsunfälle von denen 3.500 zur Invalidität führen.

Polizisten laufen am größten Gefahr, von einem Arbeitsunfall betroffen zu werden. Die Berufsgruppen mit den meisten Unfällen, die zur Invalidität führen sind in der Holz- und Metallindustrie, Land- und Forstwirtschaft, Gruben- und Bergbauarbeiter sowie Steinmetze. Während bei Unfällen an Maschinen meistens Männer betroffen sind, geschehen die gewöhnlichsten Unfälle bei Frauen durch Fallen. In den letzten drei Jahren haben sich die schweren Arbeitsunfälle mit langer Ausfallzeit stark gemindert.

Die vorwiegenden Krankheiten, die zur Krankschreibung führen, sind Knochenbrüche und Erkrankungen an den Extremitäten. Bei Frauen unter 45 Jahren sind mentale Diagnosen eine fast genau so gewöhnliche Krankheit beim Krankschreiben.

Ein Bericht von der Afa-Krankenversicherung, zeigt, dass Männer die in einem von Frauen dominierenden Beruf arbeiten öfter krank geschrieben werden als Frauen in dem gleichen Sektor. Das entsprechende gilt für Frauen in traditionell von Männern dominierenden Berufen. Ein Beispiel dafür sind männliche Kindergärtner, die öfters wegen psychischen Beschwerden krankgeschrieben sind als Männer in traditionell männlichen Berufen.

Quelle: SvD 08.06.2007

EM-Qualifikation Schweden : Island

Schwedens Qualifikationsspiel gegen Island im Råsunda-Stadion wurde von 16 Kameras verfolgt. Für Niclas Alexandersson war es heute Abend das hundertste Länderspiel. Die Schweden bestimmten von Anfang an das Spiel und Marcus Allbäck schoss in der 11. Minute nach einer Vorlage von Tobias Linderoth das erste Tor für Schweden. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit mahnte Lars Lagerbäck seine Spieler zu mehr Balltempo, was auch sofort Wirkung zeigte: Anders Svensson konnte mit einem harten Schuss in die rechte Torecke zum 2:0 erhöhen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit löste sich Islands Verteidigung vollständig auf, so dass Olof Mellberg völlig allein im gegnerischen Strafraum stand und zum 3:0 erhöhen konnte.

Die Schweden setzten ihren Druck in der zweiten Halbzeit weiter fort, denen die Isländer nichts entgegensetzen konnten. Nur 3 Minuten nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit konnte Markus Rosenberg mit seinem linken Fuß das Leder hinter die gegnerische Ziellinie befördern und nach weiteren 2 Minuten schoss Allbäck das 5. Tor für Schweden. Danach tobte die Tribüne und man sah nur noch schwedische Fahnen. Die Isländer konnten es nicht fassen. Ab der 81. Minute sangen die schwedischen Fans bereits ihre Nationalhymne. Die schwedische Mannschaft gewann das Spiel überlegen mit 5:0 und führt weiterhin in der Qualifikationsgruppe F. Insgesamt ein spannendes und vor allem faires Spiel - es gab nur zwei Gelbe Karten für die dänischen Spieler Vidarsson und Gunnarsson.

Über das Ergebnis des abgebrochenen Qualifikationsspiels zwischen Dänemark und Schweden wird die UEFA am Freitag entscheiden. Nach der Sommerpause tritt Schweden am 8. September das Rückspiel gegen Dänemark an.

 

Spiele der Gruppe F

Nordirland 0 - 3 Island
Lettland 0 - 1 Schweden
Spanien 4 - 0 Liechtenstein
Island 0 - 2 Dänemark
Schweden 3 - 1 Liechtenstein
Nordirland 3 - 2 Spanien
Schweden 2 - 0 Spanien
Dänemark 0 - 0 Nordirland
Lettland 4 - 0 Island
Island 1 - 2 Schweden
Nordirland 1 - 0 Lettland
Liechtenstein 0 - 4 Dänemark
Liechtenstein 1 - 4 Nordirland
Spanien 2 - 1 Dänemark
Liechtenstein 1 - 0 Lettland
Nordirland 2 - 1 Schweden
Spanien 1 - 0 Island
Island 1 - 1 Liechtenstein
Dänemark 0 - 3 Schweden
Lettland 0 - 2 Spanien
Schweden 5 - 0 Island
Liechtenstein 0 - 2 Spanien
Lettland 0 - 2 Dänemark
Nordirland 22.08.2007 Liechtenstein
Schweden 08.09.2007 Dänemark
Lettland 08.09.2007 Nordirland
Island 08.09.2007 Spanien
Island 12.09.2007 Nordirland
Spanien 12.09.2007 Lettland
Dänemark 12.09.2007 Liechtenstein
Liechtenstein 13.10.2007 Schweden
Island 13.10.2007 Lettland
Dänemark 13.10.2007 Spanien
Schweden 17.10.2007 Nordirland
Liechtenstein 17.10.2007 Island
Dänemark 17.10.2007 Lettland
Spanien 17.11.2007 Schweden
Nordirland 17.11.2007 Dänemark
Lettland 17.11.2007 Liechtenstein
Spanien 21.11.2007 Nordirland
Schweden 21.11.2007 Lettland
Dänemark 21.11.2007 Island

Auf große Liebe stoßen die Schweden nicht bei ihren nordischen Vettern. Die interfamiliären Zwistigkeiten, Vorurteile und Abneigungen sitzen tief. Sie wuchern aus historischen Wurzeln. Die Volksseele kocht schnell, wenn es alle Jahre wieder zu offenen Feldschlachten auf grünem Rasen kommt. Beim Fußball-Länderkampf Schweden-Dänemark verwandeln sich die Stadien in Hexenkessel. Die Schweden trösten sich da mit ihrem alten Sprichwort, dass es dem nicht gut gehen kann, der keine Feinde hat. Bei so viel unfreundlichen Zeitgenossen ringsum bräuchten sie um ihr Wohlergehen nicht allzu besorgt zu sein.

06.06.2007

Alkoholmonopol teilweise gekippt

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied heute in seinem Urteil, dass das schwedische Alkoholmonopol gegen den Grundsatz des freien Warenverkehrs verstößt. Das Urteil ist ein starker Rückschlag für die schwedische Regierung. Schwedische Privatpersonen müssen bislang ihren Kauf von alkoholischen Alkoholkonsum in SchwedenGetränken mit einem Alkoholgehalt größer als 3,5 Vol.% über die staatliche Monopolorganisation ‚Systembolaget’ abwickeln. Durch den dort relativ teuren Alkohol möchte der schwedische Staat den Alkoholmissbrauch dämpfen. Der schwedische Zoll hat in den letzten Jahren Millionen von Litern Importalkohol beschlagnahmt, der über das Internet bestellt wurde. Durch den heutigen Richterspruch dürfen EU-Bürger künftig direkt per Versandhandel in anderen EU-Staaten einkaufen. Dadurch wird der Alkohol per Direktbestellung um ca. 17 Prozent billiger. Allerdings hat das höchste EU-Gericht nichts über die Frage des Steuersatzes gesagt. In Schweden beträgt der aktuelle Steuersatz für Schnaps 501,41 Kronen/Liter reinem Alkohol. 1 Liter Wodka mit einem Alkoholhalt von 40% kostet (1 L x 40 Vol.% = 0,4 L reiner Alkohol) 0,4 L x 501,41 SEK = 200,57 Kronen an Steuern.

In Schweden gilt es als unschicklich, zur Flasche zu greifen, denn die Sozialbehörden haben den Alkohol zum Staatsfeind Nummer eins erklärt. Wer dennoch Hochprozentiges in einem der vierhundert staatlichen Monopolgeschäfte kauft, tut solches nur mit schlechtem Gewissen.
Um den Alkoholkonsum niedrig zu halten, werden alle alkoholischen Getränke mit hohen Steuern belegt. Das schon neurotische Verhältnis des Schweden zum Alkohol treibt ihn dazu, vor der staatlichen Bevormundung ins benachbarte Ausland zu entfliehen. So überquert er den schmalen Öresund, der Schweden von Dänemark trennt, und fällt mit seinem aufgestauten Durst in die Schnapsbutiken von Helsingör ein. Dort ist dann die ganze staatlich anerzogene Abstinenz vergessen und es zeigt sich die ganze Doppelmoral der Schweden mit der Flasche.
Der Bordershop in Puttgarden und die anderen Schnapsläden auf Fehmarn, sehen der täglichen Invasion 'der Durstigen' mit hämischer Genugtuung entgegen.

05.06.2007

Überreaktion beim EM-Qualifikationsspiel

Wie die Polizei mitteilte, ist der 29jährige Hooligan dänischer Staatsbürger mit Wohnhaft in Schweden. Er wird heute in Kopenhagen einem Richter zur Voruntersuchung vorgeführt und muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Der dänische Fußballverband macht den Hooligan persönlich für den Skandal verantwortlich und fordert Strafzahlung wegen nun ausbleibender Einnahmen.

Es ist Wahnsinn, auf das Spielfeld zu laufen und den Schiedsrichter zu schlagen, doch die Ordnungshüter bekamen die Sache schnell unter Kontrolle. Nachdem Christian Poulsen für sein hässliches Foul gegen Markus Rosenberg die Rote Karte bekam, sollte die Sache eigentlich erledigt sein. Der Ball lag ja außerdem auf dem Elfmeterpunkt für Schweden und das Spiel sollte auf sportlichem Weg entschieden werden. Doch der deutsche Schiedsrichter, Herbert Fandel, wollte es anders. Sein Beschluss, das Spiel abzubrechen und den Gästen eine Minute vor dem Schlusspfiff den Sieg zuzusprechen, stellte ihn anstelle des Spiels in den Mittelpunkt. Gewiss, Schiedsrichter sind so. Ihre Persönlichkeit, geprägt von Eifer, Rechtschaffenheit und Kontrollbedürfnis, kann in der Hitze der Streitigkeit allzu schnell hervortreten. Es spielt dabei keine Rolle, dass man ihn neulich zu ‚Europas bestem Schiedsrichter’ auserwählte. Nicht der Hooligan, sondern die Überreaktion von Herbert Fandel ist der größte Skandal im europäischen Fußball. Durch die juristisch richtige aber moralisch bedenkliche Entscheidung des Schiedsrichters wurde Dänemark aus der EM-Qualifikation rausgekickt. Der gestrige Tag wird wohl als "schwarzer Tag für den dänischen Fußball" in die Geschichte eingehen. Es ist wirklich Schade, nach so einem fantastischen Abend.

Die Sicherheitsmaßnahmen im Råsunda-Stadion in Stockholm wurden wegen des EM-Qualifikationsspiels gegen Island am Mittwoch verschärft. Der schwedische Fußballverband will auf keinen Fall, dass sich so ein Skandal wie gestern in Kopenhagen wiederholt. Das Wachpersonal wird auf 250 Personen erhöht werden. Der Schiedsrichter Alain Hamer aus Luxemburg wird das Spiel leiten. Zeigt er nur halb so viel Courage wie Herbert Fandel, dann wird es sicherlich ein gutes Match.

03.06.2007

EM-Qualifikation Dänemark : Schweden

Bei klarblauem Himmel war um 20.00 Uhr im Parkstadion von Kopenhagen Anstoß in der EM-Qualifikationsgruppe F. Nach einem Foulspiel an Anders Svensson schoss Johan Elander in der 7.Minute das erste Tor für Schweden. In der 23. Minute traf Petter Hansson mit einem Freistoß aus 30 Metern Entfernung zum 0:2. Nur 3 Minuten später erhöhte Elmander vor den 42.000 Zuschauern zum 0:3. Die schwedischen Fans explodierten und riefen: ”Sverige... Sverige... Sverige...”. Durch einen Deckungsfehler im Strafraum konnten die Dänen zum 1:3 abschwächen. In der 2. Halbzeit verringerten die Dänen den Abstand zum 2:3 und glichen in 75. Minute zum 3:3 aus.

In der 89. Minute wurde das Spiel gestoppt, als eine Fan-Attacke auf den deutschen Schiedsrichter stattfand. Das skandinavischen Duell soll nach Angaben des dänischen Fußballverbandes mit 3:0 für Schweden gewertet werden. Allerdings wird darüber erst noch durch die Justizgremien der Europäischen Fußball-Union UEFA entschieden. Der Anlass für die Frustration des dänischen Zuschauers war, dass der Schiedsrichter Christian Poulsen nach einem Zusammenstoß mit Markus Rosenberg vom Platz verwies und einen Elfmeter für die Gäste verhängte. Schweden steht nun mit 15 Punkten an der Tabellenspitze der Gruppe F und hat beste Chancen, sich für das EM-Turnier 2008 zu qualifizieren.

Nach diesem verrückten Match sehen wir nächste Woche das letzte Spiel in dieser Gruppe, wo die schwedische Mannschaft zuhause in Stockholm auf Island trifft.

Die Tickets für die EM-Spiele 2008 in Österreich und der Schweiz sind heiß begehrt. Das Interesse am Kauf von Eintrittskarten überstieg das Angebot um das 30-fache. Insgesamt lagen über 10 Millionen Nachfragen für die 346.000 Tickets vor. Nach Überprüfung der Anträge kam es deshalb zu einer Verlosung unter notarieller Aufsicht.

02.06.2007

Einwanderungsrekord

Voriges Jahr war das größte Einwanderungsjahr in Schweden seit den Zählungen in Jahr 1875. Im letzten Jahr wanderten 95.750 Personen nach Schweden ein. Der Hauptgrund, so schreibt Statistiska centralbyrån (SCB) in seinem Web-Magazin, ist das neue von November 2005 bis einschließlich März 2006 geltende Asylgesetz. Das Gesetz gab zusätzlich 14.000 Personen eine Aufenthaltserlaubnis, die Verwandte in Schweden hatten. Damit nahm die Einwanderung verglichen mit 2005 um 47 Prozent zu. Die größte Gruppe mit 16% waren schwedische Mitbürger die vom Ausland zurückkehrten. An zweiter Stelle standen ca. 9000 irakische Flüchtlinge auf - über 40 Prozent der 22.000 Iraker, die nach Europa kamen. Von den Einwanderern, die nicht aus den nordischen Ländern kamen, erhielten vier von zehn eine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen. Der Flüchtlingsstatus wurde bei 2589 Personen bzw. 2,7% der Einwanderer bewilligt. Insgesamt bekamen 6614 Mitbürger, die nicht aus den skandinavischen Ländern kamen, eine Arbeitserlaubnis, wovon 2452 aus Polen stammen.
 Laut der Jahresstatistik des Staatlichen Amtes für Integration nimmt die Ausländerfeindlichkeit in Schweden weiter zu. 7,3 Prozent der befragten Schweden würden eine rechtspopulistische Partei, die Ausländer schneller abschiebt. 15 Prozent würden arbeitslose Einwanderer abschieben, wenn sie keine Arbeit finden.

ABBA Museum für Stockholm

Die wohl bekannteste Musikgruppe Schwedens bekommt nun endlich ihr eigenes Museum. Am 28. November 2006 fiel bei einer Pressekonferenz in Stockholm der Startschuss für das Projekt 'ABBA the Museum'. Stockholm soll zum Pilgerort für alle Abba-Fans werden. In Stockholm sind die Planungen für das ABBA-Museum nun im vollen Gange. Das Museum werde etwa 40 bis 50 Millionen Kronen kosten. Es wird die schwedische Hauptstadt um eine weitere Attraktion bereichern und viele zahlungskräftige Touristen anziehen. Die Berechnungen liegen vorsichtig bei einer halben Millionen Besucher pro Jahr.
In einer Traumlage inmitten von Zentral-Stockholm, am südlichen Kai in Stadsgården liegt ein großer Backsteinbau. Das Haus wurde 1906-1910 von dem Architekt Ferdinand Boberg gebaut. Die Renovierungsarbeiten des 4000 m2 großen Zollhauses beginnen bis zum Jahreswechsel. ABBA the Museum wird ein Haus voller ABBA-Musik, Originalkleider, Geschichte, Fotos, Instrumenten. Viele Andenken an die 70er & 80er Jahre sollen Abba-Fans in dem Museum bewundern können. ABBA the Museum wird auch ein Eventlokal, ein Café und die weltgrößte ABBA-Butik enthalten. Es wird auch das "ABBA"-Aufnahmestudio nachgebaut werden. Im Frühjahr 2009 sollen die Pforten öffnen. Der Kartenverkauf startet im Frühjahr 2008.
ABBA ist mit 370 Millionen verkaufter Scheiben eine der größten Musikgruppen in der Geschichte. Obwohl die ehemaligen Bandkollegen Agnetha Fältskog, Benny Anderson, Björn Ulvaeus und Anni-Frid Reuss (früher Lyngstad) 1981 ihr letztes Album veröffentlichten, verkauft die ehemalige Pop-Gruppe immer noch 2,3 Millionen Alben pro Jahr.

http://www.abbaworld.com

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