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Die schwedische Militärführung will die
Wehrpflichtigen durch Berufssoldaten, die mit ihren Familien bei den Basen
wohnen, ersetzen. Die ganze Verteidigung bekäme dadurch eine höhere Bereitschaft
und wäre schneller einzusetzen. Die Heimwehr soll von 43.000 Mann auf 15.000
Mann vermindert werden.
Die EU braucht neue Verbände für
Friedenseinsätze und die von Schweden geführte nordische Eingreiftruppe steht ab
2008 in Bereitschaft. Außerdem hat Nordeuropas Bedeutung durch neue Öl- und
Gasfunde in der Barentssee zugenommen. Die schwedische Regierung hat
versprochen, ihre Auslandsstärke von 830 Mann auf 2000 zu erhöhen.
Dies alles fordert laut der schwedischen
Militärführung den Übergang zu einer Berufsarmee. Die derzeitigen 9000
Wehrpflichtigen pro Jahr sollen durch 4500 Berufssoldaten mit richtigem Sold
ersetzt werden. Das ganze wäre kostenneutral, könnte aber durch das Mitwirken
von Norwegen und Finnland mit einheitlichem Material gesenkt werden.
Quelle: SvD 21.12.2007
Die schwedische Regierung beschloss, die
Mittel für das Königshaus, ab nächstem Jahr um 12 Prozent auf 109,5 Millionen
Kronen zu erhöhen. Davon bekommt der König 55,86 Millionen Kronen für die
private Apanage, Löhne, Reisen, Staatsbesuche und Repräsentation der
Königsfamilie. Ein Teil des Geldes wird für verbesserte Sicherheitsvorkehrungen
benötigt. Außerdem müssen die zunehmenden staatlichen Pflichten von
Kronprinzessin Victoria finanziert werden, die jetzt mit ihrer
Königinenausbildung fertig ist. Auf Grund der steigenden Preise und Löhne erhöht
sich der Betrag 2009 auf 112 Millionen Kronen und 115 Millionen Kronen für 2010.
Quelle: Aftonbladet:
20.12.2007
Seit 975 werden in Schweden Münzen geprägt.
Ab nächstem Jahr werden die schwedischen Münzen wegen fehlender
Umweltrichtlinien vorerst für drei Jahre im finnischen Vanda, nördlich von Helsinki,
gepresst. Das finnische Münzamt wurde 1863 gegründet.
19.12.2007
Nächstes Jahr werden mindestens 24 neue
Gesetze und 278 neue Verordnungen eingeführt. Die Zahlen sind von Mitte Dezember
und können noch erweitert werden. Die wichtigsten
Veränderungen sind:
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Höhere Steuern auf Benzin
und Diesel
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Höhe Steuern auf Zigaretten,
Snus und Schnupftabak
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Höhere Steuern auf Bier
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Höhere TV-Gebühren
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Niedrigere Steuern auf Wein
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Vermögenssteuer wird abgeschafft
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Grundstückssteuer wird abgeschafft
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Neue kommunale
Gebäudesteuer
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Zweiter Schritt in der Job-Steuerabgabe
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Verschärfte Regeln für den Besitz von
gefährlichen Hunden
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Abtreibung für ausländische Frauen wird
erlaubt
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Neue gymnasiale Lehrlingsausbildung
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Quelle:
Regeringskansliet (TT)
Im heutigen Super-G- Lauf in St. Moritz
feierte Anja Pärson ihren insgesamt 37. Erfolg in einem Weltcup-Rennen. Damit
übernahm die siebenmalige Weltmeisterin auch die Führung im Gesamt-Weltcup.
16.12.2007
Die
Schwedin Anja
Pärson fuhr heute im sonnigen St. Moritz mit der Startnummer 22 in der Abfahrt
mit 1:39,32 zu ihrem ersten Saisonsieg. Damit hat sich die Schwedin an der
Weltcup-Spitze zurückgemeldet. Anja Pärson feiert ihren 36. Weltcup-Sieg und zog
in der ewigen Bestenliste mit der Vierten Katja Seizinger gleich. Ein tolles
Gefühl, nach all den Misserfolgen der letzten Zeit. Die dreifache
Goldmedaillengewinnerin von Åre ist das Aushängeschild der schwedischen
Damenmannschaft.
15.12.2007
Zum
Jahreswechsel wird die Tabaksteuer in Schweden erhöht. Gleichzeitig erhöht der
Monopolist "Swedish Match" den Preis um 2 Kronen pro Schnupftabakdose,
indem sich der Doseninhalt zum Jahreswechsel von 50 Gramm auf 45 Gramm
vermindert. Der Preis für Snus erhöht sich also durch die Steuererhöhung
und durch Reduzierung der Menge von Swedish Match. Je nach Sorte steigt
der Verkaufspreis nächstes Jahr zwischen 19% und 37%. Eine Dose "Ettan lössnus"
wird demnach nächstes Jahr 43 Kronen kosten. Die Produktion von Snus läuft z.
Zt. bei Gullbergsvass in Göteborg auf Hochtouren, da sich viele mit dem noch
"billigen" Snus eindecken. Voriges Jahr wurden ca. 220 Millionen Dosen auf dem
schwedischen Mark verkauft. Laut Statistik schnüffeln über eine Millionen
Personen in Schweden. Ein Fünftel sind Frauen. Der gewerbliche Handel von
Snus ist in der gesamten Europäischen Union und der Schweiz (mit Ausnahme
von Schweden) verboten.
14.12.2007
Der internationale Skiverband (FIS) diskutiert eine veränderte Kältegrenze für
Wettkämpfe mit langen Entfernungen. Die neue Kältegrenze beim Start von
Skilangläufen soll bei minus 16 Grad anstelle
wie heute bei minus 25 Grad liegen. Es soll die Skiläufer vor Kälteschäden und
Schäden an den Atemwegen schützen. Das würde auch viele andere Langläufe wie,
das Birkebeinerrennet in Norwegen und den Engelbrektsloppet in
Norberg betreffen. Ein eingestellter Vasalauf gleich vor dem Start würde ein
vollständiges Chaos unter den 15.000 Läufern und den 10.000 auf den Wegen
wartenden Personen bedeuten.
Quelle: Aftonbladet
13.122007
Der frisch gebackene Friedensnobelpreisträger, Al Gore, machte zwischen der
Preisverleihung in Oslo und der Weltklimakonferenz in Bali einen Zwischenstopp in
Stockholm. Über eine Stunde predigte er seine Klimabotschaft im schwedischen
Reichstag vor versammelter Presse. Er gratulierte Schwedens Regierung und dem
schwedischen Volk für ihre Leistung, die das Land in Sachen Klimafrage bisher
leistete. Aber alle Länder, einschließlich Schweden, müssen deutlich mehr gegen
den drohenden Klimawandel unternehmen, sagte Gore. Der ehemalige Vizepräsident
der USA verglich unseren Globus mit einem kranken Kind, dessen Fieber weiter
steigt. Er schlug unter anderem eine Emissionssteuer anstelle der
Einkommenssteuer vor.
Quelle: Aftonbladet 12.12.2007
Heute bekam der dänische Hooligan, der am
2. Juni bei dem EM-Qualifikationsspiel
Dänemark-Schweden auf den Platz lief und den Schiedsrichter angriff, sein
Urteil. Der 29-jährige Mann wurde zu 20 Tage Gefängnis verurteilt. Das Spiel
wurde damals abgebrochen und Schweden wurde der Sieg zugesprochen. Der dänische
Fußballverband hat den Mann auch noch wegen ausbleibenden Einnahmen auf 1,9
Millionen dänische Kronen verklagt. Dieses Urteil bleibt noch abzuwarten.
Quelle: Expressen
11.12.2007
Es war wieder einmal soweit - die seit über hundert Jahren verliehen Nobelpreise
wurden vergeben. Der diesjährige Friedensnobelpreis ging an den früheren
US-Vizepräsidenten Al Gore und den Uno-Klimarat. Der 59-jährige Al Gore und der
Chef des Weltklimarates, Rajendra Pachauri, wurden heute am Todestag des
Stifters, Alfred Nobel, im Osloer Rathaus
für ihren Einsatz gegen die drohende Klimakatastrophe ausgezeichnet. Der Preis
wurde von König Harald V. übergeben. Al Gores nutzte die Gelegenheit, in seiner
Dankesrede das Klimaproblem weiter heraufzubeschwören.
Während die fünf anderen Nobelpreise bei einer feierlichen Zeremonie im
Stockholmer Konzerthaus von König Carl XVI. Gustaf übergeben wurden, wird der
Friedenspreis traditionell im Rathaus der norwegischen Hauptstadt Oslo
überreicht. Mit dieser Geste wollte der Stifter die friedliche Bande zwischen
Schweden und Norwegen stärken.
Der Preis der Schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel, auch
Nobelpreis für Wirtschaft genannt, geht in diesem Jahr an Leonid Hurwicz, Eric
S. Maskin und Roger B. Myerson aus den USA. Die Schwedische Reichsbank würdigte
damit ihre Arbeit auf dem Gebiet der "Mechanismus-Designtheorie". Diese Theorie
helfe bei der Unterscheidung, wann Märkte gut und wann sie schlecht
funktionieren. Der Geldpreis wurde zu gleichen Teilen unter den Preisträgern
aufgeteilt. Der 90jährige Leonid Hurwicz konnte aus gesundheitlichen Gründen
nicht an der Preisübergabe teilnehmen.
Der diesjährige Literaturnobelpreis der Schwedischen Akademie ging an die
englische Autorin Doris Lessing, die Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit
Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur
Prüfung vorgenommen hat, so heißt es in der Begründung. Sie ist eine der
Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die es literarisch gewagt haben, die
weibliche Erfahrungswelt als genauso wichtig wie die männliche zu betrachten.
Dafür hat sie eine Form gefunden, die sowohl Männer als auch Frauen anspricht.
Doris Lessing blieb aus gesundheitlichen Gründen zuhause.
Der Nobelpreis für Physik ging dieses Jahr an Professor Peter Grünberg vom
Forschungszentrum in Jülich sowie an Albert Fert von der Universität in Paris.
Beide wurden für ihre Beiträge zur Erforschung des Riesen-Magnet-Widerstands
ausgezeichnet, der für den Lesevorgang bei Computer-Festplatten verwendet wird.
Ihre Forschungen legten die Grundlage der modernen IT-Entwicklung.
Den Nobelpreis für Chemie erhielt Professor Gerhard Ertl vom Fritz-Haber
Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin für seine Studien von chemischen
Verfahren auf festen Oberflächen.
Nach der Eröffnungsrede durch den Vorsitzenden der Nobelstiftung, Dr. Marcus Storch,
bekamen alle Laureaten der Reihe nach eine Urkunde, eine Goldmedaille und das
stattliche Preisgeld von 10 Million schwedischen Kronen aus der Hand des Königs.
Dazwischen unterhielt das königliche philharmonische Orchester. Etwa 1500
geladene Gäste verfolgten die Preisübergabe in dem mit 13.000 Rosen und
Orchideen geschmückten Konzerthaus. Der schwedische König und seine Familie
waren bei der Preisverleihung wieder das glanzvolle Aushängeschild Schwedens. Am
Abend kümmerte sich der schwedische Spitzenkoch, Krister Dahl, mit 20 weiteren
Köchen um die kulinarischen Köstlichkeiten und das königliche Opernbalett,
sorgte für die Unterhaltung in der blauen Halle des Rathauses.
Zum ersten Mal
seit 1976 nahm Prinzessin Lilian nicht an den Nobelfestlichkeiten teil. Letztes
Jahr durfte die Prinzessin nur noch an der Preisverleihung im Konzerthaus
teilnehmen, aber nicht beim Nobelbankett in der blauen Halle des Rathauses.
Dieses Jahr gab der Hof Bescheid, dass sie nicht einmal an der Preisverleihung
im Konzerthaus teilnehmen wird. Seit über 30 Jahr war Prinzessin Lilian sonst
ein selbstverständlicher und geschätzter Gast bei der Preisverleihung.
Prinzessin Lillian ist 92 Jahre alt.
10.12.2007
Die Curling-Frauen
aus Schweden gewannen heute das EM-Finale in Füssen. Die Olympiasieger um
Erfolgs-Skip Anette Norberg setzten sich im Endspiel gegen die Auswahl aus
Schottland deutlich mit 9:4 durch. Mit dem Sieg der 41-jährigen Anette Norberg
aus Härnösand wurde sie die einzige Curlingspielerin mit sieben EM-Titeln.
Curling entstand vor über 400 Jahren in Schottland, erfreut sich aber vor allem
in Kanada, Skandinavien, den Niederlanden und der Schweiz besonderer
Beliebtheit. Wegen der vielen taktischen Raffinessen wird diese
Präzisionssportart auch als Schach auf dem Eis bezeichnet. Nächstes Jahr findet
die Meisterschaft im schwedischen Örnsköldsvik statt.
08.12.2007
Heute wurde im
Stockholmer Reichstagsgebäude der alternative Nobelpreis 2007 (Right Livelihood
Award) verliehen. Der Preis wird jedes Jahr an Personen, Organisationen und
Repräsentanten von Bewegungen vergeben, die sich mit praktischen
Handlungsanweisungen und Modellen für menschenwürdige Lebensweisen einsetzen.
Der Stifter Jakob von Uexkull überreichte den Preis an Louise und Percy
Schmeiser (Kanada), Dipal Barua (Bangladesh), Dheka Ibrahim Abdi (Kenya) und
Christopher Weeramantry, Sri Lanka. Die Preisträger teilen sich zwei Millionen
Schwedische Kronen.
Die Jury über die
Preisträger:
Christopher
Weeramantry (Jurist), bekannt für seine Stellungnahme als Richter am
Internationalen Gerichtshof, in der er begründete, warum die Anwendung oder
Drohung mit Nuklearwaffen immer gegen das Völkerrecht verstößt. Die Jury würdigt
seine lebenslange bahnbrechende Arbeit für die Stärkung und Ausweitung des
Völkerrechts.
Dekha Ibrahim Abdi
hat sich erfolgreich für Frieden und Konfliktlösung an vielen Krisenherden der
Welt eingesetzt. Die Jury zeichnet sie aus, weil sie in unterschiedlichen
ethnischen und kulturellen Situationen gezeigt hat, wie religiöse und andere
Differenzen sogar nach gewalttätigen Konflikten versöhnt werden können und wie
in einem kooperativen Prozess Frieden und Entwicklung erreicht werden kann.
Percy and Louise
Schmeiser haben die Welt auf die Gefahren für die
Landwirtschaft und die
Artenvielfalt aufmerksam gemacht, die von der zunehmenden Marktdominanz und dem
aggressiven Marketing von Firmen ausgeht, die Saatgut gentechnisch manipulieren.
Die Jury würdigt die Schmeisers für ihren Mut bei der Verteidigung der
Artenvielfalt und der Rechte der Bauern und dafür, dass sie die derzeitige
ökologisch und moralisch perverse Auslegung des Patentrechts in Frage stellen.
Die Firma Grameen
Shakti aus Bangladesh hat gezeigt, wie durch schnelle und massive Verbreitung
von Solartechnik eine kostengünstige und klimafreundliche Energieversorgung für
die arme ländliche Bevölkerung realisiert werden kann. Die Jury zeichnet Grameen
Shakti aus, weil sie in Tausenden bangladeschischen Dörfern eine nachhaltige
Beleuchtung und Energieversorgung möglich gemacht haben, die die Gesundheit,
Bildung und Produktivität fördert.
07.12.2007 |