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Nachrichten aus Schweden - August 2010

Aktuelle Nachrichten

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Illegale Jagd auf Raubtiere gestiegen

Die illegale Jagd auf Wölfe und andere Raubtiere ist in diesem Jahr in Schweden gestiegen. Aber der schwedische Jagdverband glaubt, dass die Wilderei in einigen Jahren abnehmen wird. Während der ersten Hälfte des Jahres 2010 wurden 37 Fällen der illegalen Jagd auf Raubtiere verzeichnet. 13 der Fälle waren illegale Wolfabschüsse. Man ist davon ausgegangen, dass sich die Wilderei ab Januar verringern würde, weil ab Jahresanfang die lizenzierte Jagd eingeführt wurde und es damit möglich wurde, ganz legal Wölfe zu schießen.

Quelle SvD 28.08.2010

Rot-Grüne wollen den Einsatz in Afghanistan beenden

Die Sozialdemokraten, die Linkspartei und die Grünen wollen bei einem Wahlsieg die schwedischen Truppen aus Afghanistan zu Beginn des nächsten Jahres zurückziehen. Der Rückzug soll bis 2013 abgeschlossen sein. Der Schwerpunkt der rot-grünen Politik ist der Ausstieg aus den militärischen Operationen in Afghanistan und die Konzentration auf zivilrechtliche Belange, wie Straßenbau und Ausbildung.

Quelle: Aftonbladet 27.08.2010

Erste Röhre des Hallandsåsen-Tunnel fertig

Heute vor 17 Jahren begannen die Bauarbeiten am Hallandsåsen-Tunnel. Heute schien endlich Licht an dem 8700 m langen Tunnel, als die erste Tunnelröhre fertig wurde. Die zweite Röhre ist bereits 3700 m gebohrt. Dies bedeutet, dass bislang 12.400 Meter mit einem Kostenaufwand von 6,4 Milliarden Kronen gebohrt wurden. Jeder Meter hat damit 516.000 SEK gekostet. Nicht berücksichtigt ist, dass der Bau zwischen 1997 und 2003 komplett stillstand.

Das grundlegende Problem ist, dass das Projekt von Anfang an schlecht geplant war und die geologischen Untersuchungen sehr nachlässig gemacht wurden. Das größte Hindernis war, dass das Grundwasser in das Bohrloch floss. Dieses Problem hat man heute dadurch gelöst, indem man den Berg während des Bohrens einfriert. Der ganze Tunnel wird voraussichtlich 10,5 Milliarden Kronen verschlingen, dass ist über zehn Mal mehr als ursprünglich veranschlagt wurde. Fertigstellung des gesamten Baus wird 2015 sein.

Quelle: SvD 25.08.2010

200 Jahre Bernadottes in Schweden

Heute vor 200 Jahren wurde Jean Baptiste Bernadotte zum Thronfolger von Schweden gewählt und das wurde heute in Örebro gefeiert. Ein Neuzugang in der Familie, Prinz Daniel Westling Bernadotte, hatte dabei seinen ersten offiziellen Auftritt nach der Hochzeit mit Kronprinzessin Victoria. Die königliche Familie hatte ein Mittagessen im Schloss Stjernsund in Askersund. Im Schloss von Stjernsund übernachtete König Carl XIV Johan während seiner Reisen zwischen Stockholm und Oslo.

Quelle: SvD 21.08.2010

Liberale wollen härtere Regeln für Schulen in freier Trägerschaft

Der liberale Parteichef Jan Björklund will die Regeln für Schulen in freier Trägerschaft erschweren. Unabhängige Schulen, die nicht gut funktionieren, sollten finanziell bestraft werden, sagte er in einem Interview im schwedischen Radio. Ylva Johansson von den Sozialdemokraten hat kein Vertrauen in Bjorklunds Worte. Sie meint, dass er damit nur Wählerstimmen anzuziehen will.

Quelle: 8Sidor 20.08.2010

Einsatz von zwei Jagdflugzeugen

Es geschah Mitte Juli, als ein norwegisches Passagierflugzeug vom Typ Boeing auf dem Weg von Spanien zum Flughafen von Arlanda war. Das Flugzeug hatte Platz für 186 Passagiere und war angeblich überfüllt. Plötzlich verloren die Fluglotsen den Kontakt mit dem Flugzeug über Mitteleuropa. Die deutsche, dänische und schwedische Flugsicherung versuchten vergeblich Kontakt mit dem Flugzeug aufzunehmen - nicht einmal über die Notfall-Frequenz wurde es erreicht. Daraufhin hat die schwedische Armee zwei JAS-Jagdflugzeuge losgeschickt. Als diese das Passagierflugzeug erreichten, wurde durch Handzeichen festgestellt, dass alles in Ordnung war, sie hatten nur Probleme mit der Frequenz. Auf die Frage, ob dieser Einsatz nötig gewesen sei, sagte ein Oberst der schwedischen Armee, "die Entscheidungskette Jagdflugzeuge loszuschicken ist schnell, wenn der Verdacht besteht, dass ein Flugzeug irgendein Problem hat".

Quelle: SvD 19.08.2010

Sozialdemokraten wollen Butler in der U-Bahn

Das Thema der Sozialdemokraten in diesem Wahlkampf sind oft Antworten auf die Fragen von Familie und Kindern. Oft geht es um den zentralen Faktor Zeit. Wie haben wir genug Zeit für alles, was wir tun wollen und müssen? Wann sollen wir lieben? Wann werden wir lachen? Wann sollen wir reden? Wann sollten wir mit den Kindern zu spielen? Wann werden wir Zeit haben, das Leben zu leben, wie es in unseren Träumen erscheint?

Die Stockholmer verwenden mehr Zeit für ihren Arbeitsweg als in jedem anderen Teil des Landes. Im Durchschnittswert benötigen die Stockholmer 77 Minuten Fahrzeit jeden Wochentag. Stockholm ist auch mit Abstand das Land mit dem höchsten Anteil des öffentlichen Verkehrs - 24 Prozent der Fahrten werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht. Dies bedeutet, dass die Menschen in Stockholm rund 2,5 Millionen Reisen mit Nahverkehrsunternehmen an einem Werktag machen. Stockholm hat den größten Anteil an zugewanderter Bevölkerung im ganzen Land. Dies bedeutet, dass oft nicht das soziale Netz in Form von Großeltern, Geschwistern und anderen Verwandten vorhanden ist, die helfen, die Kinder vom Kindergarten abzuholen.

Die Sozialdemokraten formulieren daher eine neue Strategie, die es ermöglicht, im Kollektiv mit Dienstleistungen des Storstockholms Lokaltrafik (SL) zu leben. Sie wollen auch den Anteil der kollektiven Reisen mit SL zur Arbeit erhöhen. Um die Verwirklichung der Umweltziele zu erreichen und zur Verringerung der Treibhausgase muss es noch attraktiver werden, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Beispiele für Dienste, die die Sozialdemokraten den öffentlichen Verkehrsmitteln auferlegen wollen:

• Reisende sollen morgens ihre Lebensmittel online oder durch Abgabe einer Einkaufsliste in der U-Bahnstation bestellen und die fertigen Einkaufstüten in der Filiale auf dem Weg nach Hause abholen können.

• Bau neuer Kindergärten in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln, um die Verschwendung von Zeit für Kinder und Eltern zu minimieren.

• Schmutzige Wäsche kann am Morgen in der U-Bahnstation abgegeben und sauber auf dem Heimweg von der Arbeit abgeholt werden.

• Das Breitband im gesamten öffentlichen Nahverkehr soll ausgebaut werden, so dass die Stockholmer die wertvolle Reisezeit nutzen können, um zu arbeiten.

• Ein Butler-Service in den Gebäuden der öffentlichen Verkehrsmittel soll mit Besorgungen helfen, wie der Concierge-Service an vielen Großflughäfen.

• Es sollen mehr und sichere Parkplätze für Autos und Fahrräder bei den SL-Stationen gebaut werden. Dies macht es für mehr Menschen einfacher auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Alle Leistungen müssen von privaten Unternehmen durchgeführt werden, die Verträge in den Räumlichkeiten von Storstockholms Lokaltrafik erhalten. Die Palette von Dienstleistungen in den verschiedenen Stationen ist unterschiedlich, je nachdem, was die Passagiere wollen und brauchen.

Quelle: DN 16.08.2010

Jetzt startet die Jagdsaison!

Am 16. August fällt der Startschuss für viele Jäger, wenn die Jagd auf den Rehbock wieder erlaubt ist. Der harte Winter war eine schwierige Zeit für die Hirsche, aber der Bericht des schwedischen Jagdverbandes zeigt, dass der Hirsch immer noch gut dasteht. Dank der Fütterung durch die Jäger und Wildhüter im Winter hat sich der Bestand an Hirschen und Rehen nicht reduziert.

In Mittel- und Südschweden erfolgt die Jagd auf Rehböcke zunächst ohne Hund. Ab dem 1. Oktober, bis zum 31. Januar werden Hirsche in Südschweden und bis zum 31. Dezember in Nordschweden mit Hunden gejagt. Am 21. August beginnt die Bärenjagd und Entenjagd und ab dem 25. August die Birkhuhn- und Schneehuhnjagd. Die Elchjagd hat am 6. September in Nordschweden Premiere, in Värmland beginnt sie immer am zweiten Montag im Oktober.

Quelle: Svenska Jägareförbundet 15.08.2010

Brutaler Autoraub im Zentrum von Stockholm

Einer Frau wurde gestern Abend gegen 20:30 Uhr ihr Auto, ein Porsche, in der Innenstadt von Stockholm von zwei Männern geraubt, die mit einer Pistole bewaffnet waren. Die Männer verfolgten den Porsche und als er anhielt sprang einer der Männer heraus und hielt der Frau eine Pistole vor den Bauch.

Die Frau hatte keine körperlichen Verletzungen, war aber schwer schockiert. Ein großes Polizeiaufgebot mit einem Hubschrauber und mehreren Streifenwagen mit Hunden sind auf der Suche nach dem gestohlenen Auto.

Quelle: SvD 12.08.2010

Einbruch im Chinesischen Pavillon

Bei einem Einbruch im Chinesischen Pavillon nahe dem königlichen Wohnsitz, Schloss Drottningholm, wurden letzte Nacht mehrere wertvolle chinesische Gegenstände entwendet. Der Einbruch erfolgte um 02:01 Uhr, kurz nachdem Wachleute einen Kontrollgang beendet hatten. Sechs Minuten nach dem automatischen Alarm waren die Wachen wieder vor Ort, aber die Täter waren schon weg. 14 Minuten später waren die ersten Polizisten vor Ort. Die staatliche Kunstsammlung des Chinesischen Pavillons umfasst chinesisches und japanisches Porzellan, Lack, Möbel und Kronleuchter aus den 1700er Jahren, aber was genau gestohlen wurde, ist noch nicht bekannt. Der chinesische Pavillon gehört wie Schloss Drottningholm zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Quelle: DN 06.08.2010

Mehr Alkoholsünder auf See festgenommen

Das neue Gesetz, dass die routinemäßige Überwachung der Nüchternheit auf See ermöglicht, hat zu einem starken Anstieg der Überführung von Alkoholsünder auf See geführt. In Schweden gilt die 0,2 Promillegrenze auch beim Führen eines Bootes. Die Küstenwache hat in diesem Sommer sieben Mal mehr Alkoholsünder als im Vorjahr gefasst. Insgesamt 44 Arbeitsgruppen der Seepolizei in Stockholm überwachen eine Fläche von 30.000 Inseln, Inselchen und Riffen und einer Küstenlinie von mehr als 250 Kilometer.

Quelle: SvD 04.08.2010

46.000 Schweden in SMS-Schuldenfalle

Über 46.000 Schweden sind mit unbezahlten SMS-Rechnungen in der Schuldenfalle. Das Amt für Verbraucherschutz und der schwedischen Verband der Verbraucher hat wiederholt betont, dass die Gesetze verschärft werden müssen. Die Regierung hingegen wollte eine gemeinsame EU-Verbraucherkreditrichtlinie abwarteten. Nun erwägt die Regierung eine Verschärfung des Gesetzes. Anfang Juli hat die Regierung einen Gesetzentwurf vorgelegt. Die Regierung schlägt vor, dass der Kreditgeber eine Bonitätsprüfung für den Verbraucher vor der Gewährung eines Darlehens durchzuführen hat. Darüber hinaus müssen die Verbraucher eine Widerrufsfrist von 14 Tagen erhalten. Aber der Vorschlag stieß auf Kritik. Das Gesetz müsste durch eine Reihe von Punkten ergänzt werden. Wir denken, dass es einen Höchstbetrag für SMS-Kredite geben müsse, sagte Jan Bertoft, Generalsekretär der schwedischen Verbraucher.

Quelle: Expressen 02.08.2010

 

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