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Nachrichten aus Schweden - Mai 2014

Aktuelle Nachrichten

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Europawahlen 2014 in Schweden

In 28 EU-Staaten stimmten gestern ca. 400 Millionen Wahlberechtigte darüber ab, wer die 751 Abgeordnetenplätze in Brüssel bekommt. In Schweden waren alle Bürger, die das 18. Lebensjahr erreicht hatten (7,3 Millionen Wahlberechtigte), zur Wahl aufgerufen. Es bestand auch die Möglichkeit, seine Stimme bereits vor dem eigentlichen Wahltag abzugeben (förtidsröstning). Deutsche mit festem Wohnsitz in Schweden konnten sich die deutsche Briefwahl ersparen und stattdessen am schwedischen Urnengang teilnehmen und eine schwedische Partei wählen. Das Wahlrecht darf allerdings nur einmal ausgeübt werden - entweder in Schweden oder in Deutschland.

Die Wahllokale schlossen gestern Abend um 21:00 Uhr. Bei der Verhältniswahl stellten die Parteien Gruppen von Kandidaten auf. Bei der Europawahl gibt es wie bei den Wahlen zum schwedischen Reichstag eine 4 %-Sperrklausel. Insgesamt wurden 20 schwedische Abgeordnete in das Europäischen Parlaments gewählt.

Bei einer etwas höheren Wahlbeteiligung (45,5%) als 2009 konnten die Frauenpartei und die Schwedendemokraten ihre Wählerunterstützung verdoppeln. Mit diesem Ergebnis können sie in das Europaparlament einziehen. Die Wahlgewinner sind die Grünen, die kräftig an Stimmen zugewonnen haben. Die Konservativen mussten dagegen starke Verluste hinnehmen. Insgesamt ein gutes Ergebnis für die Euro-Kritiker. Die Europawahl war für die Schweden auch ein Test für die im September stattfindende Reichstagswahl. 

Europawahl 2014

S = Sozialdemokraten,  V = Linkspartei,  MP = Grüne,  M = Konservative,  FP = Liberale,  KD= Christdemokraten,
C = Zentrumspartei, SD = Schwedendemokraten, PP = Piratenpartei, F! = Feministische Initiative, ÖVR = Übrige

Gleichzeitig wurden gestern diverse kommunale Volksabstimmungen im schwedischen Königreich durchgeführt. In Essunga ging es um die Zukunft eines örtlichen Schwimmbades, in Bromölla um eine Veranstaltungshalle, in Skellefteå um den Bau der Centrumbrücke, in Surahammar um den Umfang des Bildungsangebot an einer kommunalen Schule, in Höganäs um die Entwicklung des Hafens und in Värmdö um eine neue Schulorganisation.

 26.05.2014

Prinzessin Madeleine ist Vize-Vorsitzende bei Chris O'Neill's Unternehmen

Prinzessin Madeleine ist stellvertretende Vorsitzende bei den Unternehmen Wilton Payments und Belgravia Investments von Chris O'Neill. Der schwedische Hof bestätigt, dass Prinzessin Madeleine an drei Firmen ihres Mannes mit eine Minderheitsbeteiligung von fünf Prozent beteiligt ist und ist der Meinung, dass es nicht im Konflikt mit ihren königlichen Aufgaben steht. Inakzeptabel, meint dagegen der Verfassungsexperte Joakim Nergelius. Gehört sich das wirklich für eine Königstochter? Es ist das gleiche, als wenn ein Minister Nebentätigkeiten nachgeht. Es ist unangemessen und kaum erlaubt, sagt er. Als Daniel Westling Kronprinzessin Victoria heiratete, beendete er alle seine Aktivitäten. Die königliche Familie hat eine dominierende Position in der Gesellschaft und darf sich nicht in einer Position der Abhängigkeit bringen. Jetzt will er eine Modernisierung des Gesetzes auf den Weg bringen. Die letzte Modernisierung gab es 1974, aber da hat man an solche Probleme noch nicht gedacht. Jetzt gibt es in Schweden eine Debatte darüber, ob die Prinzessin auf ihren Titel verzichten soll.

 22.05.2014

Eidgenossen stimmen gegen Gripen

Bei einer Volksabstimmung in der Schweiz haben die Eidgenossen gegen die Anschaffung der schwedischen "Gripen" gestimmt. Eigentlich wollten die Schweizer 22 neue Kampfjets vom Typ Gripen E kaufen, um ihre Luftwaffe damit zu modernisieren. Das Geschäft hat ein Volumen von ca. 2,5 Milliarden Euro. Die Gegner wollen das Geld lieber in die Bildung oder die Sozialversicherungen stecken. Das Prestigeprojekt des schwedischen Rüstungskonzerns Saab wird von der Regierung in Stockholm stark unterstützt.

 19.05.2014

VW schluckt Lkw-Tochter Scania komplett

Das Autoimperium Volkswagen sicherte sich gestern von den restlichen Minderheitsaktionären weitere Aktienanteile und hält jetzt mehr als 90 Prozent an seiner schwedischen Tochter Scania. Jetzt ist der Weg frei Scania von der Börse nehmen. Durch die Komplettübernahme wollen die Wolfsburger in der Nutzfahrzeugallianz mit MAN und Scania in den nächsten Jahren etwa 850 Millionen Euro einsparen. Dazu sollen Komponenten vereinigt zu niedrigeren Preisen beschafft werden. Auch könnten mehr einheitliche Bauteile in den Lkw‘s der verschiedenen Marken verbaut werden.

 14.05.2014

E-Zigaretten werden am Flughafen verboten

Obwohl elektrische Zigaretten nicht qualmen und statt Rauch nur Wasserdampf erzeugen, werden sie auf den meisten schwedischen Flughäfen verboten. Das Rauchverbot gilt auf allen Flughafenbereichen, wo das Rauchen nicht ausdrücklich erlaubt ist. In Flugzeugen ist der Gebrauch von E-Zigaretten weltweit explizit verboten.

 13.05.2014

Schmuggler mit 3400 Liter Bier geschnappt

Einem Schmuggler ist es vermutlich gelungen, den schwedischen Zoll hinters Licht zu führen, wurde aber später von der Autobahnpolizei geschnappt. Der Mann fuhr auf der E6 zwischen den Städten Landskrona und Helsingborg als zwei Zollbeamte hinter ihm fuhren und durch Zufall bemerkten, dass der Lieferwagen überladen war. Der Mann hatte 250 Liter Schnaps, 3.400 Liter Bier und 150 Stangen Zigaretten in seinem Wagen. Zu seiner Verteidigung behauptete er, dass er im Begriff war, die mehrere tausend Liter Bier ganz alleine zu trinken. Aber dennoch vermutet die schwedische Polizei Schmuggel, denn der müsste ein Jahr lang jeden Tag über neun Biere trinken, um seine Ladung zu schlucken.

 05.05.2014

Ein Dorf in Skåne erbte Millionenvermögen

Eine adlige Schauspielerin und ihr Mann, Krawattenfabrikbesitzer hat 22 Millionen Kronen an das kleine Dorf Ovid vererbt. Ovid liegt am östlichen Ufer des Sees Vombsjön in Skåne. In dem Dorf wohnen 309 Personen. Es wurde eine Stiftung gegründet, um das Geld zu verwalten und in erster Linie als Stipendien und auch als Hilfe für Kranke, Behinderte und Menschen in Not zu verteilen, schreibt die Zeitung Sydsvenskan. Es ist der Krawattenfabrikbesitzer Bertil Weitz und seine Frau, Mary-Anne Freiherrin von Gyllenstierna, einst Model und Schauspielerin in Film und Theater, die ihr gesamtes Vermögen dem kleinen Dorf Ovid vermachten. Das Paar Weitz - Gyllenstierna lebte in Malmö und Helsingborg. Die Eltern von Mary- Anne Gyllenstierna hatten ein Sommerhaus in Ovid, wo Mary-Anne viel Zeit in ihrer Kindheit verbrachte. Das Geschlecht Gyllenstierna hat ein Familiengrab auf dem Friedhof von Ovid. Dort liegt nun auch Bertil Weitz, der 1997 starb und seine Frau Mary -Anne, die 15 Jahre später starb.

 04.05.2014

Måns Herngren heiratet

Der Regisseur Måns Herngren (49) hat mit Katalin Herngren Bachry (27) in einer feierlichen Zeremonie in Budapest die Eheringe getauscht. Die Braut trug bei der Hochzeit ein schönes Kleid mit Spitze. Die Gäste warfen Reis auf das Paar und feierten ihre Ehe. Die Wege des Paares kreuzten sich 2008, als Katalin Bachry zu dem Filmteam rund um Herngrens Film "Allt flyter" gehörte. Sie war eine Kunstschwimmtrainerin in der Produktion. Zuvor studierte sie an der Handelshochschule in Stockholm und betreibt eine Consultingfirma mit einem Kollegen.

 03.05.2014

Auf den Stena-Fähren fließt der Alkohol

Stenas Investition in einen Bordershop auf den Fähren von Göteborg nach Frederikshavn wurde für das Unternehmen ein Erfolg. Die Zahl der Reisenden und die Verkäufe an Bord haben sich erhöht. Aber es gibt auch eine Kehrseite - mehr Trunkenheit und Hektik. Der Alkohol auf den Schiffen fließt immer mehr und die Trunkenheit bei den Fahrgästen nimmt immer mehr zu.

Nach einer Stunde Fahrt öffnet der Bordershop auf den Fähren und die Leute kaufen Schnaps ohne Ende. Danach kann man überall in den Treppenhäusern, Fluren und an Deck Passagiere sehen, die nicht mehr gerade auf ihren Beinen stehen können.

Stena Line sucht nach neuen Möglichkeiten, um mehr Geld von ihren Passagiere zu bekommen. Ende Februar gab das Unternehmen in den Bordershops Rabatte auf Alkohol. Das Angebot lief den ganzen März. In dieser Zeit haben sich vor allem die Tagesausflüge zwischen Göteborg und Frederikshavn erhöht - fast 250 Prozent mehr Menschen sind nach Dänemark gereist, im Vergleich zu März 2013. In den Geschäften an Bord haben sich die Verkäufe auf der Strecke Göteborg - Frederikshavn um 190 Prozent und auf der Strecke Karlskrona - Gdynia um 56 Prozent erhöht.

 01.05.2014

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