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Nachrichten aus Schweden - Juni 2015

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Durch Tourismusboom mehr Jobs in Schweden

Schwedens internationale Tourismus-Wirtschaft floriert. Ausländische Besucher lassen mehr Geld in der nordischen Nation und bringen Tausende neuer Arbeitsplätze in der Branche. Mit idyllischen Inselgruppen und ruhigen Stränden sowie wunderschönen Skigebieten zieht Schweden viele Touristen an. Neueste Zahlen deuten darauf hin, dass ausländische Urlauber und Geschäftsreisende im Jahr 2014 zusätzlich 10,2 Milliarden SEK in Schweden ließen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 12,5 Prozent.

Die Statistik, die von Tillväxtverket (der schwedischen Agentur für Wirtschafts- und Regionalentwicklung) veröffentlicht wurde, zeigt auch, dass die Zahl der Menschen in der Reisebranche im letzten Jahr um 4,9 Prozent nach oben schoss. Schwedens Gesamtbeschäftigungsquote stieg im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent. Der Tourismus ist heute einer von Schwedens wichtigsten Exportindustrie und bringt dem Land mehr Geld ein als traditionelle Branchen wie Eisen und Stahl. Alles deutet darauf hin, dass der Tourismus weiter wachsen wird.

Auch der schwedische Campingverband SCR berichtet, dass bereits mehr Buchungen für den Zeitraum zwischen Juni und August als im Vorjahr eingegangen sind und dass mehr ausländische Touristen einen Platz an einem der vielen schwedischen Campingplätze gebucht hätten als letzten Sommer.

27.06.2015

Mittsommerfest fiel ins Wasser

Nach Angaben der schwedischen Polizei verlief das Mittsommerfest vor allem auf Grund des schlechten Wetters ungewöhnlich störungsfrei in vielen Teilen des Landes. Der Regen und die Kälte hatten eine beruhigende Wirkung auf die meisten Teile von Mittel- und Südschweden. Viele Bezirke berichteten über einen ungewöhnlich ruhigen Mittsommer mit wenigen Polizeieinsätzen. Die Polizei in Stockholm verglich den Tag mit einem ganz normalen Freitagabend. Doch in Nordschweden war das Wetter ein wenig besser. In Norrfällsviken bei Kramfors versammelten sich mehrere hundert Menschen zu den Feierlichkeiten. Kurz vor der Morgendämmerung gab es eine Schlägerei zwischen rund 20 Feiernden. Als ein Polizist versuchte einzugreifen, wurde er angegriffen. Es gab jedoch keine Festnahmen. Die Polizei berichtete auch von zwei Verkehrstoten, einem etwas außerhalb von Strömsund und einem weiteren in Värnamo. Es gab auch eine Vergewaltigung auf der Insel Öland im äußersten Süden – fünf junge Männer wurden verhaftet.

21.06.2015

Möbelkette Chilli ist bankrott

Die schwedische Möbelkette Chilli hat gestern beim Amtsgericht Göteborg Konkurs erklärt. Das Möbelhaus ist seit 2002 mit 23 Filialen im ganzen Land vertreten und verkauft seine Waren auch online. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern einen Umsatz von 322 Millionen SEK und hatte einen Verlust von sieben Milliarden Kronen. Der beauftragte Insolvenzverwalter sucht jetzt nach einem Käufer für das bankrotte Unternehmen.

17.06.2015

Franzosen essen schwedischen Ortolan

Der Ortolan (schwedisch: Ortolansparv), in Deutschland auch Gartenammer genannt, ist in Schweden anscheinend wegen französischer Gaumenfreuden vom Aussterben bedroht. Die Vogelart hat sich in Nordwesteuropa dramatisch verringert. Der Grund dafür soll die umfassende Jagd vor allem in der Region Les Landes, südlich von Bordeaux sein. Obwohl die Jagd auf den Ortolan auch in Frankreich seit 1999 verboten ist, werden jedes Jahr ca. 50.000 Singvögel auf dem Weg von Nordschweden nach Westafrika vor allem in der Region südlich von Bordeaux illegal eingefangen, im Käfig gemästet, anschließend in Armagnac getränkt und dann als Ganzes im Ofen zubereitet und verspeist. Der Ortolan gilt in Frankreich als Delikatesse.

16.06.2015

Schweden importiert immer mehr Abfall vom Ausland

2014 ist ein weiteres Rekordjahr für die schwedische Abfallimporte. Im vergangenen Jahr importierte Schweden nach vorläufigen Statistiken über 2,3 Millionen Tonnen Müll. Für die schwedischen Abfallverbrennungsanlagen sind die Einfuhren ein Milliardengeschäft - aber jetzt gibt es wachsende Kritik an den Folgen der Abfallverbrennung. 300.000 Lkws bis zum Rand mit Müll gefüllt aus den Ländern Norwegen, Großbritannien und Irland nahmen 2014 Kurs auf Schweden. Das waren durchschnittlich 820 LKWs pro Tag mit je 8 Tonnen Müll beladen, die nach Schweden geliefert wurden. Der Grund für den Import ist einfach. Der Abfall ist Gold wert. Oder vielleicht noch besser formuliert, Öl wert. Abfall ist ein zunehmend beliebter Brennstoff zur Heizung oder zur Produktion von Strom.

Die schwedischen Abfallverbrennungsanlagen kassieren gleich dreimal: Erstens bekommen sie von den Ländern ca. 40 Euro pro Tonne Abfall für die Müllentsorgung. Zweitens erhalten sie Geld von den Energieversorgern, weil sie mit dem Dampf vom Müllverbrennen Strom erzeugen, der ins Netz eingespeist wird. Und drittens kommt Geld von Altmetallhändlern, denen sie aus dem Haushaltsmüll sortiertes Metall zum Recyceln verkaufen.

Anders als in den meisten Ländern in Europa sind laut dem europäischen Statistikamt Eurostat in Schweden die CO2-Emissionen im letzten Jahr um 0,2 Prozent gestiegen.

14.06.2015

Wildfleisch - vom Wald bis zum Tisch

Die Provinzialregierung in Sörmland hat eine Machbarkeitsstudie über Wild vom Jäger bis zum Verbraucher durchgeführt, mit dem Ziel, das Wild zu einem attraktiven Rohstoff für Restaurants, Caterer und den normalen Verbrauchern zu machen. Die Tierwelt ist eine kostbare Ressource in der Volkswirtschaft. In der Praxis gibt es jedoch Hindernisse und Engpässe in der Logistik, vom Jäger über den Spediteur bis zum Hirschfilet oder Wildschweinbraten auf der Platte.

Auf Initiative der Landesregierung in Sörmland ist eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel durchgeführt worden, ein Bild von der aktuellen Situation zu entwickeln und zu identifizieren, die Notwendigkeit von Maßnahmen zu treffen, um das Interesse an Wildfleisch als Rohmaterial zu erhöhen. Wildverarbeitungseinrichtungen sind eine Schlüsselrolle in diesem Zusammenhang. Dorthin bringen die Jäger ihr Wildfleisch, um es durch professionelle Metzger weiter verarbeiten zu lassen. Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Schluss, dass die Verfügbarkeit und Preisgestaltung die Ursachen der Zurückhaltung von der Jagd sein können. Fast alle Wildbearbeitungsbetriebe in Sörmland wollen die Kontakte zu den Jägern erhöhen und so ihre Einnahmen erleichtern. Ein weiterer entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Ergebnis ist, wie das Tier vom Jäger geschossen wird. Es besteht ein eindeutiger Bedarf an Ausbildung und Wissen, wie man an einem geschossenen Tier Hand anlegt. Wer hält seine Finger am Abzug und stimmen die Voraussetzungen nach dem Schuss für eine optimale Fleischqualität später in der Verarbeitungskette.

11.06.2015

Schweden sollte nach der Wahl der NATO beitreten

Die Moderate (M) wollen nach einem Vorschlag von der sicherheitspolitischen Arbeitsgruppe der Partei einen Fahrplan zur NATO haben und einen bei ihrem nächsten Mandat einen Antrag auf Mitgliedschaft stelen, vorzugsweise zusammen mit Finnland. Der Parteichef der Zentrumspartei und der finnische Ministerpräsident Juha Sipilä werden nächste Woche bei einen ersten offiziellen Besuch in Schweden Gespräche mit Premierminister Stephen Löfven über europäische und internationale Fragen führen. Die Moderaten hoffen, dass Stefan Löfven und der Premierminister von Finnland offen für eine NATO-Mitgliedschaft sind.

08.06.2015

Comeback der Otter in Schweden

Seit Jahrzehnten ist die Zahl der Fischotter (Lutra Lutra) in Schweden stark gesunken und es wurde lange Zeit befürchtet, dass die spielerischen Tiere eines Tages ganz aus dem Land verschwinden. Aber die Populationen haben sich in den letzten Jahren wieder erholt und der Otter wurde jetzt von der Liste der gefährdeten Tiere gestrichen.

Die Fischotter waren bis 1950 in fast allen Teilen von Schweden sehr häufig anzutreffen. Danach begannen die Zahlen stark zu fallen. Während einige bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, ist die Hauptursache für den Rückgang hauptsächlich bei den hochgiftigen Umweltkontaminationen wie PCB und DDT zu suchen. Diese Umweltgifte wurden inzwischen in Schweden verboten und werden nicht mehr verwendet. Während die Chemikalien keine Gefahr mehr für die Fischotter darstellen, gibt immer noch eine Bedrohung, die in absehbarer Zeit nicht verschwindet - der Verkehr.

06.06.2015

Sweco und Grontmij fusionieren

Der schwedische Technologiekonzern Sweco will mit dem niederländischen Consultin-Unternehmen Grontmij fusionieren, um zum führenden Ingenieurunternehmen auf dem europäischen Markt aufzusteigen. Dazu hat Sweco den Grontmij-Aktionären 1,84 Euro in Bar plus 0,22195 neu ausgegebene Sweco B-Aktien für je einen Anteil der Grontmij Aktien geboten. Der Wert des Gesamtkaufpreises für die Anteile beträgt rund 354 Millionen Euro. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 21,7% über dem Schlusskurs der Grontmij Aktie vom 29. Mai 2015. Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Grontmij unterstützen und empfehlen die Transaktion einstimmig. Der Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass das Angebot erhebliche Vorteile für die Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Partner und andere Beteiligte von Grontmij liefert. Die Aktionäre von Grontmij sowie Sweco werden von einer indizierten Wertschöpfung von 27 Millionen Euro EBITA profitieren. Rund 50% der jährlichen Kostensynergien und eine verbesserte Leistung werden durch die Kombination von Grontmij und SWECO erreicht.

Die Unternehmenszentrale des fusionierten Unternehmens wird in Stockholm sein. Im Fall von Entlassungen wird Sweco verantwortungsvoll handeln und in vollem Umfang die bestehenden Rechte der Mitarbeiter von Grontmij beachten. Bei der Integration der Unternehmen, wird Sweco das Prinzip "the best person for the job" anzuwenden. Sweco und Grontmij werden sich bemühen, alle notwendigen Genehmigungen, wie z.B. die Genehmigung der Wettbewerbsbehörde, so bald wie möglich zu erhalten. Die Beratung und Konsultationsverfahren mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen der Grontmij und SWECO wird unverzüglich begonnen werden.

SWECO ist mit 9.000 Ingenieuren, Architekten und Umweltexperten in der nordischen Region führender Anbieter von Dienstleistungen für nachhaltige Entwicklung und Konstruktion. Grontmij ist mit ca. 6000 Mitarbeitern eine führende europäische Planungs- und Ingenieurgesellschaft mit Weltklasse-Know-how in den Bereichen Energie, Wasser, Autobahnen & Straßen.

01.06.2015

Rauchverbot soll erweitert werden

Am 1. Juni 2005 wurde in Schweden das Rauchverbot in Restaurants und allen öffentlichen Einrichtungen eingeführt. Die Restaurantbranche stand dem zunächst kritisch gegenüber und befürchtete große Einbußen. Doch schon bald legte sich die Kritik und sowohl Raucher als auch Nichtraucher standen dem neuen Gesetz positiv gegenüber. Einige Firmen haben in Schweden sogar eine "rökfri arbetstid" eingeführt.
Nun wollen Sozialdemokraten, Grüne und die Konservativen das Rauchverbot auch auf Bereiche im Freien ausdehnen. Nicht nur auf den Restaurant-Terrassen, sondern auch an Bushaltestellen, Bahnsteigen, Spielplätzen, Stränden, Sportanlagen, Stadien und an den Eingängen zu Behörden, Unternehmen, Geschäften und Einkaufszentren. Die Regierung hat eine Untersuchungskommission ernannt, um eine Basis für ein neues Rauchergesetz zu entwerfen. Die Resultate sollen der Regierung bis März 2016 vorgelegt werden.

01.06.2015

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