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Nachrichten aus Schweden - Juni 2016

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Schweden zieht in den UN-Sicherheitsrat

Heute wählten die 193 Mitglieder der UN-Vollversammlung die Länder, welche für die nächsten zwei Jahre dem Sicherheitsrat angehören werden. Schweden setzte sich dabei gleich im ersten Wahlgang mit 134 von 193 Stimmen gegen die Niederlande und Italien durch. Als weitere nichtständige Mitglieder für die Jahre 2017 und 2018 wurden Bolivien und Äthiopien in das Gremium gewählt. Außenministerin Margot Wallström sagte nach dem unerwarteten Sieg auf einer Pressekonferenz "Schweden ist zurück in den Vereinten Nationen und zurück in der Welt".

28.06.2016

Schweden hat die zweithöchsten Lebensmittelpreise in der EU

Schweden ist das zweitteuerste Land in der EU für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke. Nur beim skandinavischen Nachbarn Dänemark ist es teurer, hier bezahlte man im letzten Jahr 146% des EU-Durchschnitts. Der Lebensmitteleinkauf in Schweden kostet 124% des EU-Durchschnitts. Österreich kommt mit 120% auf Platz drei. Am anderen Ende der Skala mit relativen Schnäppchenpreisen steht Mittel- und Osteuropa mit Polen (63%), Rumänien (64%) und Bulgarien (70%). Allerdings gehört Schweden nicht zu den Top drei bei alkoholischen Getränken (141%). Hier liegen Irland (175%), Finnland (172%) und das Vereinigte Königreich (163%) ganz oben. Außerhalb der EU sind Norwegen und die Schweiz noch teurer als alle Länder innerhalb der EU. Am billigsten in Europa ist es in Mazedonien, wo die Lebensmittelpreise bei 59 Prozent des EU-Durchschnitts liegen. Die Zahlen basieren auf den Ergebnissen einer Preiserhebung von 440 Produkten in ganz Europa, die letztes Jahr durchgeführt wurde.

24.06.2016

Schweden scheidet in der EM-Vorrunde aus

Auf der VIP-Galerie im Stadion von Nizza befanden sich unter anderem Prinz Carl Philip, Premierminister Stefan Löfven, Produzent Max Martin, Schauspieler Joel Kinnaman und eine Reihe von weiteren bekannten Namen. Gemeinsam feuerten sie die in blau-gelb gekleidete Nationalmannschaft an. Die Schweden hatten bei dem zähen Spiel keine Möglichkeiten nutzen können und spielten zuletzt auf "alles oder nichts". Auch die Belgier machten zu wenig aus ihren Kontersituationen. Das Spiel endete 1-0 für Belgien nach einem späten Tor von Radja Nainggolan. Schwedens Schicksal war besiegelt. Für den Schlüsselspieler Zlatan Ibrahimović war es das letzte Spiel in der schwedischen Nationalmannschaft. Auch Trainer Erik Hamrén wird sein Amt als schwedischer Nationaltrainer abgeben, damit es einen Neuanfang der schwedischen Fußballmannschaft geben kann.

23.06.2016

Schweden schottet sich weiter ab

Nach einer hitzigen Debatte billigte das schwedische Parlament die Verschärfung des Asylrechts, wonach die Behörden ab dem 20. Juli nur noch befristete Aufenthaltsgenehmigungen für die nächsten drei Jahre erteilen. Zudem wird das Recht auf Familienzusammenführung eingeschränkt. 240 Abgeordnete stimmten gestern für und 45 gegen den Vorschlag der Regierung. Zudem will Schweden Flüchtlinge, die kein Asylrecht erhalten haben, aber trotzdem geblieben sind, schnellstmöglich in ihre Heimatländer abschieben. Bis zu 80.000 Asylwerber könnten abgeschoben werden. Menschenrechtsorganisationen und Bischöfe der schwedischen Kirche hatten die neuen Regeln heftig kritisiert.

22.06.2016

NEVs darf Markennamen Saab nicht verwenden

Der Autohersteller NEVs in Trollhättan darf die Marke Saab nicht weiter verwenden. Der Rüstungskonzern Saab will nicht mit NEVs in Verbindung gebracht werden. NEVs bekam zunächst das Recht, den Saab-Namen zu verwenden, aber als NEVs im vergangenen Jahr insolvent wurde zog Saab die Erlaubnis zurück. Stattdessen werden die neuen Autos unter dem Namen NEVs ins Leben gerufen. Das erste Produkt des Unternehmens, das Elektroauto NEVs 9-3, kommt im nächsten Jahr auf den Markt.

21.06.2016

Alkohol-Eis wird Fall für den Verbraucherschutz

Die schwedische Verbraucherschutzbehörde hat in den letzten Tagen mehrere Beschwerden wegen einer Werbekampagne für Eis mit Alkohol erhalten. Das Eis wird nicht als Getränk gezählt und fällt daher nicht unter das Alkoholgesetz. Das Eis, das im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde, enthält fünf Prozent Alkohol und es gibt vier verschiedene Aromen. Nach Angaben der Firma ist das Eis als Lebensmittel eingestuft und erfordert keine Sondergenehmigungen. Der Käufer muss jedoch über 18 Jahre alt sein und sich identifizieren. Das Eis kann nach derzeitiger Rechtslage, in Lebensmittelgeschäften verkauft werden. Der Verbraucherschutz will zunächst sicherstellen, dass beim Verkauf alle Gesetze und Vorschriften befolgt werden. Das Problem wurde dem Sozialministerium mitgeteilt, das derzeit die Regeln überprüft, um zu sehen, ob es etwas gibt, was am Alkoholgesetz geändert werden kann. Bis jetzt steht fest, das die Werbung oder andere Marketing-Maßnahmen nicht aufdringlich sein dürfen und die Verwendung von Alkohol nicht gefördert werden darf. Das Marketing darf nicht speziell auf Alkohol ausgerichtet sein und Kindern oder Jugendlichen im Alter bis zu 25 Jahren nicht gezeigt werden.

Quelle: Schwedischer Reichstag 18.06.2016

Isis Dschihadist beantragt Asyl in Schweden

Ein notorischer Dschihadist landete dieses Woche am Flughafen Malmö und stellte prompt einen Asylantrag. Der 46-Jährige kam auf einem Direktflug von Tuzla in Bosnien. Die Grenzpolizei nahm ihn in Gewahrsam. Sicherheitsdienste in ganz Europa betrachten den Menschen als einen Veteran des Dschihad, der als sehr gefährlich angesehen wird. Aber das Recht, Asyl zu beantragen, ersetzt andere Bedenken, so Rechtsanwalt Hans Bredberg, ein Experte für das Asylrecht, zur Nachrichtenagentur TT. "Jeder hat das Recht, Asyl zu beantragen - so steht es in der Genfer Konvention." Bredberg erwartet, dass der Mann abgeschoben wird, nachdem sein Antrag geprüft wurde. Das Migrationsamt versprach die Anwendung schnell zu bearbeiten und sagte, dass in dieser Zeit sich die schwedische Sicherheitspolizei SAPO dem Mann annehmen würde. Bosnien wird von der Agentur als nicht gefährlich angesehen. Innenminister Anders Ygeman sagte, der Mann würde in der Zeit eingesperrt bleiben, während sein Antrag geprüft wird.

16.06.2016

Wieder Schafe von Wölfen gerissen

Eine Herde von Schafen auf der Weide in Gräsmark (Värmland) wurde am Wochenende von einem massiven Wolfsangriff ausgesetzt. Der Wolfangriff ereignete sich am Sonntag Nachmittag, wobei mindestens zwölf Schafe starben. Zehn von ihnen wurden direkt vom Wolf getötet und zwei weitere mussten wegen ihren starken Verletzungen getötet werden. Nach Angaben der Provinzialregierung war die Wiese mit einem guten Weidezaun mit fünf elektrischen Leitungen gesichert. Es wurden keine Lücken festgestellt, jedoch war die Spannung in den elektrischen Leitungen gering.

14.06.2016

Europameisterschaft: Irland - Schweden

Für Zlatan Ibrahimovic ist die EM 2016 wohl der letzte Auftritt bei einem großen Turnier. Der Torschütze ist in Top-Form. Erik Hamréns Nationalmannschaft schockierte in der ersten Halbzeit. Die Blau-gelben wurden zurückgeschoben und verpassten mehrere Torchancen. Irland setzte sich zunehmend in der schwedischen Hälfte fest. Schweden war Favorit, doch das erste Tor erzielte Irland noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit griff Schweden wie wild an und es kam durch ein Selbsttor von Ciaran Clark zum Ausgleich. In der Schlussphase warfen dann beide Teams alles nach vorne, aber zum Siegestreffer reichte es für beide nicht mehr. Das schwedische Team schaffte es einfach nicht, sich Chancen herauszuspielen. Am Ende ist das 1:1 gerecht, hilft aber beiden Teams nicht wirklich weiter. "Die zweite Hälfte war viel besser als die erste, aber uns fehlt noch die Qualität", sagte Zlatan Ibrahimovic einem Reporter von SVT.

13.06.2016

Schweden bei der EM 2016

Die schwedische Nationalmannschaft nimmt bei der EM 2016 in Frankreich zum fünften Mal hintereinander an einer Europameisterschaft teil. Die Gruppe E ist jedoch mit Belgien, Italien und Irland stark besetzt. Die Galionsfigur des schwedischen Nationalteams ist Stürmerstar Zlatan Ibrahimović. Mit seinen 62 Toren in der schwedischen Nationalmannschaft ist er der größte Fußballer aller Zeiten in Schweden. Kein anderer Spieler hat das jemals geschafft.
Während der Europameisterschaft wohnt die schwedische Nationalmannschaft im Hotel "Château des Tourelles" in Saint-Nazaire an der französischen Atlantikküste.

EM Kader von Schweden

Tor: Patrik Carlgren, Andreas Isaksson, Robin Olsen

Abwehr: Ludwig Augustinsson, Andreas Granqvist, Pontus Jansson, Erik Johansson), Victor Lindelöf, Mikael Lustig, Martin Olsson.

Mittelfeld: Jimmy Durmaz, Albin Ekdal, Emil Forsberg, Oscar Hiljemark, Kim Källström, Sebastian Larsson, Oscar Lewicki, Pontus Wernbloom, Erkan Zengin.

Angriff: Marcus Berg, John Guidetti, Zlatan Ibrahimovic, Emir Kujovic

Spiele der Gruppe E

13. Juni 2016, Stade de France, Saint-Denis: Irland - Schweden 18:00 Uhr

17. Juni 2016, Stadium de Toulouse, Toulouse: Italien - Schweden 15:00 Uhr

22. Juni 2016, Stade de Nice, Nizza: Schweden - Belgien 21:00 Uhr

05.06.2016

Wolfbestand in Schweden ist gesunken

Der Wolfsbestand in Schweden ist rückläufig. Laut Experten leben derzeit schätzungsweise 340 Tiere in dem skandinavischen Land, ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen wurden gestern von der schwedischen Umweltschutzbehörde präsentiert, die jeden Winter die Tiere zählt und Wölfe, Bären, Luchse sowie Vielfraße in Registerkarten festhält. Die lizenzierte Keulung der Wölfe, sowie natürliche Faktoren wie Geburts- und Todesraten, haben zu den Fallzahlen beigetragen.

02.06.2016

Vielen Asylbewerbern droht Abschiebung

Ab heute drohen 1.700 Asylbewerber wegen neuer Regeln abgeschoben zu werden. Der Grund dafür ist die Verschärfung des schwedischen Einwanderungsgesetzes. Die neuen Regeln gelten für Alleinstehende und Paare ohne Kinder. Nach Angaben der schwedischen Einwanderungsbehörde sind 1700 Menschen von den Änderungen betroffen. Die Einwanderungsbehörde hat die Informationen an alle Betroffenen und Mitarbeiter der Unterkunft herausgegeben. Diejenigen, die nicht freiwillig gehen, werden von Vollstreckungsbeamten mit Hilfe der Polizei geräumt. Die Einwanderungsbehörde befürchtet, dass die Asylsuchenden jetzt in ihrer Unterkunft ängstlich sind und viele von ihnen in den Untergrund gehen. Viele der betroffenen Menschen, die schon eine lange Zeit in Schweden waren, verziehen sich wohl lieber in die U-Bahn, anstatt in ihre Heimatländer zurückzukehren.

01.06.2016

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