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Nachrichten aus Schweden - Dezember 2016

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Lizensjagd auf den Wolf genehmigt

Am 2. Januar 2017 beginnt in Schweden die lizenzierte Jagd auf Wölfe. Die Jagd dauert bis zum 15. Februar, oder so lange, bis die Quote erfüllt ist. Die Jagd wird in Värmland, Dalarna, Örebro und Gävleborgs durchgeführt, wo insgesamt 24 Wölfe geschossen werden dürfen. Es handelt sich um sechs Wölfe in Värmland und sechs Wölfe im Gebiet zwischen Värmland und Örebro, sechs in Dalarna und sechs in Gävleborgs län. Dies entschied heute das Oberste Verwaltungsgericht.

"Das ist viel zu wenig, um die Wolfspopulation zu begrenzen, was die Absicht der aktuellen parlamentarischen Entscheidung ist. Aber es ist sicherlich ein Anfang", sagt Torbjörn Lövbom, Präsident des Schwedischen Jagdverbandes "Rovdjursråd". Die Entscheidung ist bei Jägern und Tierschützern umstritten. Die Jagdverbände sehen den Wolf als Störenfried, die anderen wollen ihn beschützen.

30.12.2016

Donald Duck war 2016 Schwedens meistgeschaute TV-Sendung

Die Fernsehsendung "Donald Duck" wurde in Schweden am 24. Dezember um 15.00 Uhr ausgestrahlt und von 3,73 Millionen Menschen gesehen. Das sind 97 Prozent aller, die zu diesem Zeitpunkt vor dem Fernseher saßen. Mit anderen Worten mehr als ein Drittel der schwedischen Bevölkerung. Der Film wird seit 1959 jedes Jahr ausgestrahlt und konkurriert in der Regel mit dem Eurovision Song Contest Finale und dem schwedischen Eurovision Song Contest für den schwedischen Spitzenplatz. In diesem Jahr konnte der Eurovision trotz der Tatsache, dass erin Stockholm stattfand, dem Disney-Klassiker nicht die Krone stehlen. "Es ist sehr erfreulich ein so großes Publikum zu gewinnen und so viele Menschen zusammen zu bringen", sagte der amtierende Marketingleiter von SVT.

27.12.2016

Schweden unterliegt beim Europäischen Gerichtshof

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird dem Sammeln von Daten enge Grenzen gesetzt. Das Gericht stellte eindeutig fest, dass eine "allgemeine und unterschiedslose" Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten unzulässig ist, denn sie greift unverhältnismäßig gegen das Grundrecht auf Privatleben ein. Damit verwarf das Gericht die Vorratsdatenspeicherung in Schweden. Ein erster Handyanbieter in Schweden verweigerte daraufhin die weitere Speicherung.

22.12.2016

Teurer Scotch bricht schwedischen Rekord

Letzte Woche wurde ein schwedischer Rekord gebrochen, als bei einer Online-Auktion von Systembolaget eine Flasche Whiskey für 240.000 Kronen versteigert wurde. Nie zuvor wurde eine einzelne Flasche für so einen hohen Preis in Schweden verkauft. Der Whisky, ein Macallan Lalique 60 Jahre, wurde 1950 destilliert und ist Teil einer limitierten Auflage von 400 Flaschen. Es gibt immer weniger von ihnen, so dass die Nachfrage und der Preis weiter steigen dürften. Der Scotch wird als "exklusiv, intensiv und mehrdimensional“ beschrieben. Der bisherige Umsatzrekord wurde von einem Macallan gehalten, der zu Beginn dieses Jahres für 216.000 Kronen verkauft wurde.

19.12.2016

2017 werden in 36 Gemeinden die Steuern angehoben

Die kommunalen Steuererhöhungen im nächsten Jahr werden im Durchschnitt um marginale 0,02 Prozentpunkte auf 32,12 Prozent erhöht. Das zeigt die neue Statistik von SCB über die Gemeindesteuern für 2017. Die meisten Bewohner in Schweden sind nicht von Erhöhungen der Gemeindesteuern im nächsten Jahr betroffen. Aber in 36 Kommunen werden die Steuern erhöht. Lekeberg in Narke hat mit 1 Prozentpunkt auf 33,98 Prozent die größte Steueranhebung in Schweden. Nur acht der 290 schwedischen Gemeinden senken die Steuern, von denen liegen vier in der Umgebung von Stockholm. Die größte Steuerreduktion bekommen die Bewohner der Küstengemeinde Värmdö, die im nächsten Jahr 31,26 Prozent an Kommunalsteuer zu zahlen haben, eine Reduzierung um 0,7 Prozentpunkte. Weitere Gemeinden wären wahrscheinlich gezwungen gewesen, die Steuern zu erhöhen, wenn die Regierung nicht 10 Milliarden Kronen an die lokalen Regierungen zugeschossen hätte. Der staatliche Zuschuss wird den Kommunen im Januar 2017 ausbezahlt werden und wird teilweise durch eine Formel berechnet, die die Anzahl von Asylbewerbern und Neuankömmlingen enthält. Das heißt zum Beispiel Malmö im Süden bekommt 236 Millionen und Kiruna im Norden zusätzliche 21,7 Millionen Kronen.

15.12.2016

McDonalds will schwedische Restaurants verkaufen

Die Fast-Food-Kette McDonalds will ihre Schnellrestaurants in den nordischen Ländern abstoßen. Nach Angaben der dänischen Zeitung Berlingske sollen alle schwedischen Restaurants verkaufen werden. Es wird darüber berichtet, dass ein großer Investmentfonds alle schwedischen, dänischen und norwegischen McDonalds-Restaurants übernehmen will. Die Kosten liegen laut dem Magazin bei rund 3,9 Mrd. schwedischen Kronen. "Wir sind mitten im Prozess und ich kann zur Zeit keine Kommentare über Details bekannt geben", sagte die schwedische Pressesprecherin Alexandra Hempel Svenonius. "Die Carnegie Bank wurde dazu ernannt den Prozess zu führen und die verschiedenen Möglichkeiten in der nordischen Region in Bezug auf die Eigentümerstruktur zu erkunden", schrieb sie.

12.12.2016

Flüchtlingskriminalität in Schweden

In Schweden darf die Polizei seit Oktober letzten Jahres keine Kriminalfälle nennen, bei denen Flüchtlinge beteiligt sind. Berichte zu Straftaten, bei denen Flüchtlinge Opfer oder Tatverdächtige sind werden bei der Polizei mit dem Geheimhaltungscode "291" versehen. Dieser Code besagt, dass es sich um Informationen handelt, die auf keinen Fall an Presse und Öffentlichkeit gelangen dürfen. Nichts soll nach außen dringen. Diese Anweisung soll per Dekret von der Migrationsbehörde ergangen sein. Für die Medien bedeutet der Geheimhaltungscode "291" eine erhebliche Einschränkung des Öffentlichkeitsprinzips. Dieses Prinzip verpflichtet den schwedischen Staat generell zur umfassenden Weitergabe von Informationen.

10.12.2016

Neues Museum über das Leben der Wikinger

In Stockholm wird im April 2017 ein neues Museum über das Leben der Wikinger eröffnet. Es gibt wahrscheinlich einige unbekannte Dinge in der schwedischen und skandinavischen Geschichte, als die Wikinger im 8. bis 11. Jahrhundert auf ihren Handelszügen über Europa herfielen, denn das uns bekannte Bild der wilden Krieger mit ihren gehörnten Helmen scheint nicht ganz zu stimmen. Archäologische Fakten und historische Erkenntnisse zeigen, dass praktisch nichts von dem wahr ist, was die Tourismusindustrie über sie wiedergibt. "Wir werden das ändern und wollen eine bunte und spannende historische Geschichte über unsere alten Vorfahren professionell zeigen" sagte der schwedische Historiker, Dick Harrison, der ein paar Mythen sprengen und sicherstellen will, dass die historischen Details im neuen Museum 'Vikingaliv' (das Leben der Wikinger) korrekt wiedergegeben werden.

06.12.2016

250 Jahre Pressefreiheit in Schweden

Heute feiert Schweden den 250. Jahrestag des weltweit ersten Gesetzes zur Pressefreiheit. Am 2. PressefreiheitDezember 1766 unterzeichnete der damalige schwedische König Adolf Fredrik das Gesetz zur Pressefreiheit "Tryckfrihetsförordningen", das für die Demokratie Schwedens von entscheidender Bedeutung war. Die frei zugänglichen Informationen haben dazu beigetragen, dass es in Schweden nur wenig Korruption und ein hohes Maß an Vertrauen in demokratische Einrichtungen gibt. Zusätzlich wird die Pressefreiheit durch ein 1991 in der Verfassung verankertes "Grundrecht auf Meinungsäußerung" gestärkt.

02.12.2016

Schweden will Umweltzonen einrichten

Trotz einer zunehmend verschärften Umweltgesetzgebung ist die Luftverschmutzung immer noch ein großes Gesundheitsproblem in den schwedischen Städten. Zu den größten Übeltätern zählen Feinstaubpartikel und Stickoxide aus Autoabgasen. Die Emissionen beim Straßenverkehr tragen auch zu Lungenkrebs, Herzinfarkt und Schlaganfall bei. Die Luftverschmutzung durch den Verkehr verursacht etwa 3000 vorzeitige Todesfälle in Schweden - jedes Jahr. Forscher haben auch herausgefunden, dass Kinder, die über einen langen Zeitraum der Luftverschmutzung ausgesetzt sind, dauerhaft schlechtere Lungenfunktion haben. In zunehmendem Maße haben effiziente Emissionskontrollen dazu geführt, dass sich die Probleme im Laufe der Zeit verringert haben. Aber immer noch ist an vielen Stellen in Schweden der Partikelgehalt höher als die Umweltziele erlauben.

Schon heute können die Gemeinden älteren Bussen und Lastwagen verbieten, in das Stadtzentrum zu fahren. Nun hat die schwedische Verkehrsbehörde "Transportstyrelsen" vorgeschlagen, dass für leichte Fahrzeuge zwei neue Arten von Umweltzonen in zentralen Stellen der schwedischen Großstädte eingeführt werden sollten, um die Luftqualität in städtischen Gebieten zu verbessern. In einer Art sollen nur noch Diesel- und Benzinfahrzeuge fahren dürfen, die die modernen Abgasnormen erfüllen. In der zweiten Zonenart soll es nur noch erlaubt sein mit Elektroautos oder mit Wasserstoff angetriebenen Fahrzeugen zu fahren. Die Gemeinden entscheiden ob und wenn ja, wo die Zonen eingerichtet werden. Die ersten neuen Umweltschutzzonen sollen bereits ab 2020 eingeführt werden.

01.12.2016

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