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Nachrichten aus Schweden - Februar 2017

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Grasbrandgefahr in Schweden

In vielen Teilen Schwedens beginnt schon der Frühling. Meteorologen haben in Südschweden eine Warnung für Grasfeuer herausgegeben. Die Warnung gilt für die meisten südlichen Regionen in Götaland sowie die Inseln Öland und Gotland. Das Brandrisiko ist zurückzuführen aus der Kombination von nicht gefallenem Schnee, Wärme der Sonnenstrahlen und trockener Luft. Schweden hat laut Statistikbehörde jedes Jahr etwa 2000-3000 Grasbrände. Dabei sterben vor allem ältere Menschen aus Überanstrengung, beim Versuch sie zu löschen. Die Brandgefahr dauert normalerweise von März bis Oktober, mit einem Spitzenwert im April und Mai, wo das abgestorbene Gras aus dem letzten Jahr noch nicht durch die neue Vegetation ersetzt wurde.

25.02.2017

Stockholm Börse klettert auf Rekordhöhe

Der OMX Stockholm 30 Index stieg heute im frühen Handel auf 1594 Zähler und brach damit den alten Rekord vom April 2015. Mehrere andere Aktienmärkte auf der ganzen Welt feierten heute Morgen ein Allzeithoch einschließlich der Dow Jones und der Toronto TSX. Die niedrigen Zinsen in vielen Ländern ist ein wichtiger Faktor für die Erhöhung. Schwedens Leitzins, der Repo, liegt derzeit auf einem Rekordtief von -0,5 Prozent.

22.02.2017

Schwedischer Onlinehandel stark getiegen

Der schwedische Internethandel stieg im Jahr 2016 um 16 Prozent von 50 auf 58 Milliarden Kronen. Der Onlinehandel machte im Jahr 2016 mittlerweile 7,7 Prozent des Einzelhandelsumsatzes aus. Es wird vorhergesagt, dass in diesem Jahr jeder zehnte Einkauf digital durchgeführt wird. Es sind vor allem Bücher, Elektronik und Mode, die die größten Zuwächse hatten. Die Branchen, die im Jahr 2016 am schnellsten wuchsen waren die Lebensmittelindustrie mit 30 Prozent Wachstum und das Baugewerbe, dass um 29 Prozent zulegte. Bei elektronischen Ausschreibungen wird bei Großunternehmen weiterhin mit einer zunehmenden Verbreitung gerechnet.

Das E-Barometer wird von dem schwedischen Postunternehmen "Postnord" in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Verein für den digitalen Handel "Svensk Digital Handel" und der Einzelhandelsstatistikbehörde "HUI Research" veröffentlicht.

22.02.2017

Aufschrei bei Ikea wegen Katalog ohne Frauen

Die israelische Landesgesellschaft des schwedischen Möbelriesen Ikea hatte in Israel einen Katalog herausgebracht, in dem nur Männer und Jungen zu sehen sind, aber im Gegensatz zu dem Standard-Ikea-Katalog keine Frauen und Mädchen. Dafür gab es jetzt Kritik – auch von der schwedischen Konzernzentrale. In Saudi-Arabien gab es 2012 einen ähnlichen Fall, wo Frauen aus dem Ikea-Katalog wegretuschiert wurden. Der umstrittene neue Katalog, in dem auch Bücherregale mit religiösen Büchern abgebildet sind, sollte in Israel streng religiöse Juden ansprechen. Diese religiöse, ultraorthodoxe Minderheit legt großen Wert auf die Trennung der Geschlechter. Das Unternehmen ist in Israel mit drei Filialen vertreten. Der Ikea-Chef von Israel wollte mit dieser Aktion diese Gruppe als neue Kunden gewinnen, räumte aber ein, dass der Katalog nicht dem entspricht, wofür Ikea steht.

17.02.2017

Schwerer Unfall auf Öresundbrücke

Die Öresundbrücke zwischen Schweden und Dänemark wurde heute Morgen geschlossen, nachdem mindestens zehn Autos an Unfällen beteiligt waren. Es war der größte Unfall, der sich nach Öffnung vor 17 Jahren auf der Brücke ereignete. Notfalldienste aus Schweden und Dänemark sowie die schwedische und dänische Polizei waren bei dem Einsatz beteiligt. 14 Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Nach drei Stunden konnte die Öresundquerung wieder freigegeben werden. Der Eisenbahnverkehr unter der Brücke war durch den Unfall nicht beeinträchtigt. Die Ursache für die Kollisionen sind noch unbekannt. Die Polizei wird die Videobilder der in einem Abstand von 100 Meter angebrachten Kameras auswerten. Über die 7,8 km lange Brücke, die Malmö und Kopenhagen verbindet sind im Jahr 2016 rund 7.424.000 Autos gefahren.

Öresundbrücke

15.02.2017

Cannabis zur medizinischen Anwendung zugelassen

Die schwedische Kontrollbehörde "Läkemedelsverket" hat jetzt entschieden, die Anträge von zwei Patienten zu genehmigen Cannabis für medizinische Zwecke zu verwenden. Läkemedelsverket ist die Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel in Schweden. Schwerkranken Menschen mit Schmerzen können in Zukunft leichter vom Arzt getrocknete Cannabisblüten oder Cannabisextrakte als Arzneimittel verschrieben werden. Canabis kann bei chronischen Schmerzen oder bei Übelkeit durch eine Chemotherapie helfen. Es wird nicht die Welt verändern, aber es wird die Welt für einige Leute ändern.

12.02.2017

Insiderhandel mit Aktien

Der Anteil an Insidergeschäften an der Stockholmer Börse nimmt weiter ab. Jedoch sind in den letzten zwei Wochen Insider bei drei Unternehmen eingestiegen.

  • Stefan Persson, der Vorstandsvorsitzende vom Kleiderriesen Hennes & Mauritz, ist Hauptaktionär und hat seinen Besitz weiter aufgefüllt. Vom 31. Januar bis 2. Februar kaufte er über die Holdinggesellschaft Ramsbury Invest sechs Millionen B-Aktien mit einem Wert von fast 1,5 Milliarden Kronen. Die Einkäufe wurden zu einem durchschnittlichen Preis von 248,20 Kronen ausgeführt. Stefan Persson erhöhte damit seinen Besitz von 406 auf 412 Millionen B-Aktien. Er besitzt auch noch 194 Millionen stimmberechtigte A-Aktien. Persson war auch im Jahr 2016 tätig. In einer Reihe von Deals zwischen Mitte April und Ende Juni kaufte er insgesamt 13 Millionen B-Aktien. Das Signal war positiv und er hatte zu diesem Zeitpunkt seine Beteiligung seit 2011 nicht mehr erhöht.

  • Ein anderer Vorstandsvorsitzender, der seine Bestände erhöht hat, ist Christian Fredriksson von Fingerprint Cards, einer der weltweit führenden Biometrie-Unternehmen. Er hatte zuvor einen sehr bescheidenen Besitz von 2000 Aktien, aber bei Transaktionen am 3. und 6. Februar kaufte er insgesamt 19.750 Aktien dazu. Sein letzter Kauf ist ein positives Signal an alle anderen Kaufinteressenten.

  • Auch der Vorstandsvorsitzender der Bau- und Immobiliengesellschaft NCC und Vorsitzender der Forstunternehmens Rusforest hat seine Bestände deutlich erhöht im Vergleich zum vorherigen Besitz.

Nach solchen Insiderdeals dauert es in der Regel ein oder zwei Quartale bis sich die Aktienkurse der entsprechenden Unternehmen positiv bewegen.

09.02.2017

Großbrand bei Volvo

Bei Volvo Cars im Werk Torslanda in Göteborg ist ein Großbrand ausgebrochen. Medienberichten zufolge soll Fabrik geräumt worden sein. Das Feuer ist in dem Gebäude ausgebrochen, in dem Volvo seine Crash-Tests macht. Insgesamt 40 Feuerwehrleute sind bekämpfen das Feuer von innen und außen. Das Feuer führte zu starker Rauchentwicklung. Alle Mitarbeiter wurden evakuiert und soweit bekannt ist, gibt es keine verletzten Personen. Das brennende Gebäude ist von der Produktionsanlage abgetrennt. "Das Feuer hat keine Auswirkungen auf die Produktion in der Fabrik", sagte der Pressesprecher von Volvo Cars, David Ibison. Was das Feuer verursacht ist noch unklar. Nach unbestätigten Informationen soll es einen Kabelbrand gegeben haben, der sich zu einem voll entwickelten Brand ausgedehnt hat.

06.02.2017

Schwedische Streitkräfte wollen U-Boot-Hafen auf Gotland kaufen

Der in Privatbesitz befindliche alte U-Boot-Hafen in Fårösund auf Gotland steht seit Januar 2017 zum Verkauf. Viele haben Interesse gezeigt und beim Eigentümer sind inzwischen etwa ein Dutzend Angebote eingegangen. Einer der Bieter ist die schwedische Marine. Die Verteidigung hat die Notwendigkeit für den Hafen zum Ausdruck gebracht und will ihn jetzt wieder zurückkaufen. Die Angebotsfrist ist jetzt abgelaufen und die Transaktion wird voraussichtlich noch diesen Monat abgeschlossen. Rund 25 Gebäude von kleinen Schuppen und Garagen, Bürogebäuden bis zu einer kleinen Bootswerft befinden sich auf dem Gelände. Der Schätzwert liegt bei etwas mehr als 6 Millionen Kronen, von denen die Gebäude mit nur 700.000 Kronen beziffert werden. Mit der gut platzierten Lage war der U-Boothafen einer von Schwedens wichtigsten Häfen während des Kalten Krieges und hat eine wichtige strategische Rolle gespielt.

03.02.2017

Lagerbäck wird norwegischer Nationaltrainer

Lars Lagerbäck übernimmt den norwegischen Fußball-Nationalmannschaft. Die Norweger hatten sich nach einem schlechten Spielen in der WM-Qualifikation letzten Herbst von ihrem bisherigen Coach Per-Mathias Högmo getrennt. Der 68-jährige, der nach dem EM-Erfolg mit der isländischen Nationalmann letzten Sommer seine Trainerkarriere beenden wollte, bekam einen Dreijahresvertrag. "Es fühlt sich sehr spannend an und es ist eine große Herausforderung die norwegische Nationalmannschaft zu führen", sagte Lagerbäck, der auch noch andere Angebote hatte.

Der in Katrineholm geborene Lars Lagerbäck war Nationaltrainer von Schweden von 2000 bis 2009, führte Nigeria bei der WM 2010 undwar isländischer Nationaltrainer von 2011 bis 2016. Der in Stockholm wohnende Lagerbäck verlässt jetzt die schwedische Nationalmannschaft, wo er als Berater für Janne Andersson fungierte.

01.02.2017

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