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Nachrichten aus Schweden - Juli 2017

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Sarah Sjöström beendet WM mit drei Goldmedaillen und zwei Weltrekorden

Sarah Sjöström bestätigte ihren Status als beste Sprinterin der Welt. Die Schwedin gewann gestern beim 50m Freistil Gold der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Budapest. Sie hat jetzt ihr drittes Einzel-Gold nach ihren Siegen im 50 m und 100 m Schmetterling. Sjöström verlässt Budapest mit zwei Weltrekorden, nachdem sie die erste Frau wurde, die 100 Meter Freistil unter 52 Sekunden und 50 m Freistil mit der Marke von 23,67 Sekunden schwamm. Die alte Marke lag bei 23,73 Sekunden. Viele dachten, dass diese Bestzeit von 2009 unmöglich zu schlagen wäre.

31.07.2017

Hautkrebs hat sich verdoppelt

Nach neuesten Zahlen der schwedischen Sozialbehörde steigen die Fälle an bösartigem Hautkrebs in Schweden weiterhin an und haben sich in den letzten zehn Jahren beinahe verdoppelt. Im Jahr 2015 gab es 3951 neue Fälle. Am häufigsten ist der bösartige Hautkrebs dabei in den Regionen Östergötland, Örebro und Värmland. "Die Menschen sind nicht vorsichtig genug und gehen zu viel ins Solarium", sagte die Chefärztin an der Klinik für Dermatologie am Karolinska Universitätskrankenhaus der schwedischen Nachrichtenagentur.

27.07.2017

Fingerprint Cards AB gibt Zahlen bekannt

Die schwedische Fingerprint Cards AB gab gestern Abend ihr Betriebsergebnis von 72 Millionen Kronen im zweiten Quartal bekannt. Analysten hatten mit einem Ergebnis von knapp 155 Millionen gerechnet. Die Bruttomarge landete bei 36,4 Prozent, was 6,4 Prozentpunkte unter den Prognosen der Analysten lag. Der Cash-Flow von 528 Millionen wurde wiederum deutlich besser als erwartet. Christian Fredrikson, der Vorstandsvorsitzende von Fingerprint Cards AB, schreibt in seinem Bericht, dass sich die Überbestände in der Lieferkette jetzt normalisiert haben. Das Unternehmen kündigte zudem an, dass es eine Zusammenarbeit mit Qualcomm eingehen will. Der Bericht wurde herzlich empfangen und die Aktien (ISIN SE0008374250) an der Stockholmer Börse schossen heute bei Öffnung des Handels um rund 13 Prozent nach oben.

21.07.2017

Mehr Passagiere am Flughafen Arlanda

Der Flughafen Kopenhagen-Kastrup ist mit rund 14 Millionen Passagieren in den ersten sechs Monaten des Jahres noch Skandinaviens größter Flughafen. Das sind 2,3 Prozent mehr gegenüber dem gleichen Zeitraum im letzten Jahr. Aber die Flughäfen Oslo Gardermoen und Stockholm Arlanda holen auf, mit einem Zuwachs von neun Prozent der Passagiere von Januar bis Juni, berichtet die südschwedischen Zeitung Sydsvenskan. Rund 13,2 Millionen Passagiere flogen in diesem Jahr über Gardermoen und 12,8 Millionen über Arlanda. Auch der Airport Helsinki, der viertgrößte in den nordischen Ländern, hatte mit neun Millionen Passagiere auch einen Zuwachs um fast neun Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres, berichtet Sydsvenskan. Icelandair sah mit 46,7 Prozent den größten Anstieg der Passagiere. Er ist mit 3,6 Millionen Passagieren im Januar-Juni nun der fünftgrößte Flughafen in der nordischen Region. Der Airport Göteborg Landvetter registrierte 3,2 Millionen Passagiere in den ersten sechs Monaten des Jahres. Er ist der zweitgrößte in Schweden und sechstgrößte in den nordischen Ländern.

Die Zeitung listet zwei Gründe für die bescheidene Zunahme des Verkehrs am Fughafen in Kopenhagen auf: Durch die temporären Ausweis- und Grenzkontrollen bei den vielen südschwedische Reisenden kommt es zu Zugverspätungen auf der Öresundbrücke und die Bauarbeiten am Flughafen verursachen gelegentlich Probleme.

18.07.2017

Müll im Göteborger Schärengarten

Strandreiniger kämpfen in den Sommermonaten gegen den Müll im Göteborger Schärengarten. Drei olympische Schwimmbecken voll Müll werden jedes Jahr in die Nordsee geworfen. Ein Kubikmeter Abfall wird jede Stunde an die Küste entlang von Bohuslän gespült. Mit knappen Ressourcen kämpfen Göteborgs Strandreiniger, um den Schärengarten zu reinigen. Entlang der Ufer sammeln die Arbeiter Bonbonpapiere, Feuerzeuge, Kunststoff-Teilchen, Bierdosen, PET-Flaschen und anderen Müll von Urlaubern ein. Der Hauptanteil kommt von der Schifffahrt: Trossen, Fischkästen, Klumpen verfestigtes Öl und Paraffin. Abgenutzte Etiketten zeigen die Herkunft. Dänische Keksverpackungen, Konserven aus Russland und Milchkartons aus Polen liegen überall auf den Felsen. Bis eine Plastiktüte vollständig zersetzt ist dauert es 10-20 Jahre, bei einer Plastikflasche dauert es bis 450 Jahren.

Der zerbröckelte Mikro-Kunststoff ist am meisten schädlich für die Tierwelt. Der Kunststoff absorbiert Giftstoffe, die über Vögel und Fische in das gesamte Ökosystem und die Nahrungskette gelangen. Die Forschungsberichte über Meeresmüll sind bedrohlich. Der Kunststoff in den Ozeanen tötet eine Million Vögel und 100.000 Säugetiere pro Jahr. In 30 Jahren haben wir mehr Kunststoff als Fische in den Ozeanen.

17.07.2017

12 Menschen bei Brückeneinsturz verletzt

Bei einem Brückeneinsturz über einer Eisenbahnlinie gestern in Ludvika (Dalarna, in Mittelschweden) wurden 12 Arbeiter verletzt, vier davon schwer. Die Bauarbeiten waren Teil eines Projektes, die alte Brücke über die Bahnlinie im Zentrum von Ludvika zu ersetzen und wurden von einem Subunternehmer des schwedischen Baukonzerns Skanska durchgeführt. Der Unfall ereignete sich beim Gießen der neuen Brücke, warum genau ist nicht bekannt. Die Polizei hat derzeit keine Informationen darüber, was den Unfall verursacht hat. Der Bahnverkehr durch Ludvika wurde auf den Linien zwischen Hallsberg – Örebro, Borlänge - Gävle sowie Fagersta - Västerås gestoppt. Laut Skanska sollte die neue Brücke über die Eisenbahnlinie im Herbst fertig gestellt werden.

14.07.2017

Dieselverbot in Stockholm wird wahrscheinlicher

Laut einer Umfrage des Analyse und Research-Unternehmens Inizio wollen vier von zehn Schweden ein Verbot von Diesel-Pkws in großen schwedischen Städten einführen.

Es gibt viele Hinweise darauf, dass die Befürworter hauptsächlich in Stockholm wohnen, sagte Verkehrskommissar Daniel Helldén. Hier gibt es ca. 430 vorzeitige Todesfälle pro Jahr durch das Problem der Stickoxid-Emissionen aus Dieselfahrzeugen. Hätte die Frage nur bei Stockholmern stattgefunden, wäre ein viel größerer Anteil für ein Verbot gewesen. Bereits heute können die Gemeinden bestimmte schwere Fahrzeugtypen (Lkw und Busse) von den Stadtzentren fernhalten, um die Luftqualität zu verbessern. In Zukunft könnte das Verbot auf Diesel-Pkw erweitert werden. Die schwedische Regierung schlägt jetzt vor, ab 2020 neue Umweltzonen einzurichten. In der vorgeschlagenen Zone 2 dürften nur Dieselfahrzeuge mit Euro-6-Klasse (die neueste Abgasnorm) und Fahrzeugen mit Benzin, Ethanol oder Gas fahren. Die Umweltzone 3, alle Autos, die mit Strom oder Wasserstoff fahren wird jedoch nicht ausgeführt.

In diesem Jahr liegt der Anteil aller neu gekauften Autos mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb bei etwa vier Prozent. In zehn Jahren werden es vielleicht 30 Prozent sein.

13.07.2017

Abtreibungsquote bei jungen Frauen fast halbiert

Nach Angabe des schwedischen Gesundheitsamts ging im letzten Jahr die Anzahl der Abtreibungen bei Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren deutlich zurück. Während es in den vergangenen zehn Jahren noch zu 2,1 Prozent Abtreibungen bei dieser Gruppe kam, waren es im Jahr 2016 nur noch 1,3 Prozent. Laut dem Gesundheitsamt liegt dieser Rückgang besonders daran, weil jungen menschen inzwischen vermehrt zu Verhütungsmethoden greifen und diese bei dieser Altersgruppe auch vom Staat bezuschusst werden.

11.07.2017

Private Krankenversicherung wird besteuert

Die private Krankenversicherung wird in Schweden ab dem 1. Juli 2018 besteuert und damit um 1000 bis 2000 Kronen teurer. Die neue Steuer soll voraussichtlich eine Milliarde Kronen pro Jahr in die Staatskasse spülen. Der Branchenverband der schwedischen Versicherungen ist sehr kritisch und denkt, dass weniger Menschen eine private Krankenversicherung wollen. Insgesamt verfügen derzeit über 650.000 Menschen eine private Krankenversicherung in Schweden.

07.07.2017

Gewinnanstieg bei Hennes & Mauritz

Der schwedische Moderiese H&M berichtete über einen Gewinnanstieg im zweiten Quartal um zehn Prozent auf 7,71 Milliarden schwedische Kronen. Der Nettogewinn für den Zeitraum zwischen März und Mai belief sich auf 5,9 Milliarden Kronen. Das operative Ergebnis lag mit 7,6 Milliarden Kronen deutlich über den Markterwartungen von durchschnittlich 7,0 Milliarden Kronen. Der Gewinnanstieg im zweiten Quartal resultiert vor allem durch die fortgesetzte Expansion und strenge Kostenkontrolle, erklärte die schwedische Gruppe in einer Erklärung. Zu schaffen machten dem schwedischen Modekonzern Abschreibungen, da durch den milden Winter Kleidung in den Lagern liegen blieb. H&M sich Anfang 2017 neue Wachstumsziele von jährlich 10 bis 15 Prozent gesetzt. Dazu soll ein verstärkter Fokus auf das Onlinegeschäft wesentlich beitragen.

02.07.2017

Geely baut großes Entwicklungszentrum auf Hisingen

Der Automobilhersteller Geely wird ein gigantisches Innovationszentrum in Lindholmen auf Hisingen bauen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Das Zentrum soll Platz für 3500 Mitarbeiter bieten und auch kleine Wohnungen und eine Hotel beinhalten. Geely hat im Jahr 2010 das Pkw-Geschäft von Volvo übernommen und seitdem bereits erhebliche Investitionen in Göteborg getätigt. Schweden und Göteborg sind eigentlich der Zweitwohnsitz von Geely. Der Konzern begann vor vier Jahren mit sieben Mitarbeitern, jetzt sind es mehr als 2200. Geely hofft die Gebäude so schnell wie möglich zu bauen und bis 2020-2021 in Betrieb nehmen zu können. Die Anlage soll 70.000 bis 80.000 Quadratmeter groß werden und Platz für 3500 Mitarbeiter bieten.

01.07.2017

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