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Die Rücktritte in der schwedischen Regierung setzen sich 2007 fort. Es begann
mit Verteidigungsminister Mikael Odenberg, der ein Kräftemessen mit
Finanzminister Anders Burg um das militärische Budget verlor. Nächster Rücktritt
war Staatssekretärin Ulrica Schenström, die wegen eines Gaststättenbesuchs mit
einem Fernsehjournalist in die Kritik geriet. Sie trank für 945 Kronen Alkohol,
obwohl sie an dem Abend Bereitschaft hatte. Ulrica Schenström war einer der
nahsten Mitarbeiter von Ministerpräsiden Reinfeldt.
39 Prozent der Stimmen von DN’s Leser
Viele haben es lange gefordert aber es zeigte sich, es ist leichter gesagt als
getan. Die Veränderung der Grundstückssteuer wurde zu einem Fortsetzungsroman in
diesem Jahr – ein durcheinander mit neuen Vorschlägen und Gegenvorschlägen. Der
Wahlköder, der das bürgerliche Bündnis an die Macht führte, machte schließlich
alle zum Verlierer - Hausbesitzer, Mieter, Arbeitgeber und Gewerkschaften
äußerten ihre Unzufriedenheit.
13 Prozent der Stimmen
Mona Sahlin sollte 1995 die Nachfolgerin von Ministerpräsidenten Ingvar Carlsson
werden. Sie war schon nahe dran, stolperte aber damals über die Toblerone-Affäre.
Bei dieser Affäre ging es darum, dass Mona Sahlin mit der Kreditkarte der
Regierung private Einkäufe tätigte und Strafzettel für Falschparken ignorierte
und Steuern zu spät bezahlte. Sie zog nach Bekanntgabe dieser Dinge ihre
Kandidatur zurück und verließ den Reichstag. In März 2007 kam sie wieder zurück
und folgte Göran Persson als erste weibliche Parteiführerin der
Sozialdemokraten. Die Erwartungen waren und sind groß nach der Niederlage der
Wahl 2006 und zehn Jahre mit Perssons freilich erfolgreicher aber gleichzeitig
kritisierten Leitung. Sie versprach die Politik zu überprüfen und mehr
Demokratie innerhalb der Partei. In den letzten Umfragen liegt die linke Partei
schon wieder deutlich vor dem Regierungsbündnis.
13 Prozent der Stimmen
Schweden und der Alkohol sind ein ständig heißes Thema, das dieses Jahr neuen
Zündstoff bekam. Der europäische Gerichtshof kam zu dem Entschluss, dass das
schwedische Verbot gegen den privaten Alkoholimport gegen die Prinzipien um den
freien Handel der europäischen Gemeinschaft verstoße. Die Frage wurde auf die
Spitze gestellt, als eine schwedische Privatperson, die Alkohol im Internet aus
Spanien kaufte, dagegen klagte. Darauf kam die Entscheidung des europäischen
Gerichtshofes, dass man sehr wohl die Steuer des Einfuhrlandes zahlen muss, wenn
man Alkohol zum eigenen Gebrauch im Ausland kauft. Obwohl der Richterspruch ein Sieg für die Importeure war, blieb ihnen
das Lachen im Halse stecken, denn die schwedische Steuer muss immer noch bezahlt
werden. Außerdem gab es keine Entschädigung für die beim Zoll in Verwahrung
zerstörten Flaschen.
4 Prozent der Stimmen |
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Im laufenden Jahr erhöhte die schwedische Reichsbank den Leitzins Schritt für
Schritt auf 4,25%, um den gestiegenen Wohnungspreisen entgegenzuwirken. Die
steigenden Wohnungspreise und Löhne sind eine Gefahr für
die Inflation. Gegen Ende des Jahres verbreitete sich Unruhe auf dem
Wohnungsmarkt in den Großstädten. Makler bezeugten weniger Spekulanten und
schwerfälligere Verkäufe. Weil die Darlehen teurer geworden sind und nach dem
Jahreswechsel eine höhere Wiederverkaufssteuer wartet sitzen erst mal viele
still im Boot.
4 Prozent der Stimmen
Insgesamt nahmen 8204 Leser von DN.se an der Abstimmung teil. 27 Prozent
meinten, dass eine andere Nachricht als diese fünf, die wichtigste des Jahres
sei.
Quelle: DN Dezember 2007 |
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