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Svea Anna Karolina Ardin wurde am 19. März
1979 in Visby geboren, wo sie auch aufwuchs.
Nach ihrem Abitur am wissenschaftlichen Gymnasium in Visby studierte sie
Ethnologie, Gesellschaftswissenschaft und Politikwissenschaft an der Hochschule
auf Gotland und an der Universität
Uppsala. In einem Austauschjahr studierte sie ein Jahr Biologie und Literatur am
"Instituto DAE i San José" in Uruguay. Während ihrer akademische
Ausbildung nahm sie auch an einem achtwöchigen Studentenaustausch mit 16
Studenten aus Schweden und Simbabwe teil, die zusammen Demokratie und
Menschenrechte studierten, insbesondere homosexuelle Rechte in den beiden
Ländern. Anna Ardin schrieb mehrere Essays über Feminismus und lesbischen Feminismus.
In ihrer Masterarbeit schrieb sie über die kubanische Opposition. Sie ist
Mitglied in der Methodistischen Kirche Schwedens (Metodistkyrkan).
Von 1997–2002 jobbte sie als mehrsprachige Touristenführerin in der
Lummelundagrottan, nördlich von Visby. Sie führte die Besuchergruppen auf
Schwedisch, Englisch, Spanisch und Deutsch. Im Jahr 2000 war Ardin Presse- und
Public Relations Manager für die ZERI-Stiftung an der World Expo (EXPO2000) in
Hannover tätig. Von 2003-2004 arbeitete sie nebenbei als Hafenmeisterin im
Gästehafen von Visby.
Anna Ardin besuchte im Dezember 2004 den kubanischen Generalsekretär der
Sozialdemokraten, Manuel Cuesta und den Bildungsverantwortlichen Dimas
Castellano in Havanna. Eine zeitlang arbeitete sie als Mitglied eines globalen Netzwerkes zur
Förderung und Verbreitung des ZERI Konzepts in den
weniger entwickelten Ländern Afrikas, Süd-Ost-Asiens und Lateinamerika. Sie
diente hierbei aufgrund ihrer ausgezeichneten
Beherrschung der Informations- und Kommunikationstechnik, ihrer englischen
und spanischen Sprachkompetenz und ihrer ausgezeichneten zwischenmenschlichen Fertigkeiten als
wichtiges Bindeglied des globalen Netzwerks von ZERI Praktikern. Hier arbeitete
sie als Presse- und PR-Managerin eng mit Professor Keto E. Mshigeni zusammen, dem regionalen Koordinator von
UNU/UNESCO ZERI Afrika.
Svea Anna Karolina Ardin arbeitete auch mit verschiedenen Themen und in
verschiedenen Bereichen der schwedischen Botschaft von Buenos Aires. Im
politischen und wirtschaftlichen Bereich half sie beim Schreiben der
Schlussberichte über die Achtung der Menschenrechte in Uruguay und Paraguay. Um
dies zu erreichen führte sie eine unabhängige Erkundungsmission nach Uruguay
durch. Sie arbeitete im Presse- und
Informationsamt und verwaltete die
Website der schwedischen Botschaft.
Im Juni 2006 reiste Anna Ardin mit der Absicht
nach Kuba, um für mindestens zwei Monate zu bleiben und Interviews mit Führern,
Mitgliedern und Unterstützern der verschiedenen kubanischen politischen Parteien
zu führen. Nur ein paar Tage nach ihrer Ankunft am internationalen Flughafen
José Martí in Havanna bekam sie bereits ihre ersten Interviews.
Während der ersten zwei Wochen traf sie einen oder zwei
Vertreter aus jedem der vier ausgewählten Parteien und einigen anderen
Organisationen, darunter auch der Ex-Diplomatin Miriam Leiva. Miriam ist auch
eine wichtige Person in dem feministischen Netzwerk "Damas de Blanco" (Damen in Weiß), das für
die Rechte der politischen Gefangenen in Kuba kämpft. Anna Ardin bekam von
Miriam Hilfe, indem sie sie mit wichtigen Adressen und Telefonnummern versorgte.
Eines
Tages wurde Anna Ardin von der kubanischen Geheimpolizei abgeholt und in einer zweistündigen
Vernehmung ausgiebig befragt, mit wem sie Kontakt hatte, warum und mit wem sie
gesprochen hatte, wer die Reise bezahlte, wer ihr Freund in Schweden ist und ob
sie den Sachverhalt veröffentlichen will. Zum Schluss sagten die Beamten, sie
solle mit einem Touristenvisum "touristische Dinge" tun und an den Strand
oder Pool gehen oder ein Museen besuchen. Sie dürfe mit einem Touristenvisum
keine Menschen interviewen. Die Frage, ob sie für ihre Arbeit ein solches Visum bekommen könne
wurde verneint. Es war zu
schwierig geworden, um ihre Arbeit fortzuführen und sie wollte ihre Informanten
nicht gefährden, so dass sie beschloss, Kuba zu verlassen. Andere Quellen
berichten, dass sie des Landes verwiesen wurde.
Stattdessen ging sie
im Dezember 2006 nach Miami und setzte die Befragung von Kubanern dort fort. Sie
hatte Kontakt zu diversen US-finanzierten Anti-Castro-Gruppen, mit denen sie
auch zusammenarbeitete. Eine dieser Exilgruppen wurde von Luis Posada Carriles
Clemente Faustino, einem antikommunistischen Extremisten gegründet. Der
ehemalige CIA-Agent war 1976 an dem Bombenanschlag auf ein kubanisches
Passagierflugzeug beteiligt, bei dem 73 Menschen getötet wurden. Posada Carriles
nahm auch an der Planung zur Invasion in der Schweinebucht teil.
Ardin publizierte einige ihrer Arbeiten wie z. B. "Kuba braucht eine neue
Politik" oder "Was passiert, wenn Castro stirbt?" auch in einer
anti-kommunistischen Gruppe, die enge
Verbindungen zur "Unión Liberal Cubana" hat und deren Leiter, Carlos Alberta
Montaner ist, der in den Umsturz in Honduras verwickelt war. In ihrer
Masterarbeit vertritt sie teilweise eine bedenkliche Haltung zur
innerkubanischen Opposition und zeigt problematische autoritäre Tendenzen in
einzelnen Gruppierungen auf.
Von 2006-2007 war Anna Ardin im
Studentenwerk Uppsala tätig. Verantwortlich für präventive und reaktive Arbeit
gegen Diskriminierung und Belästigung. Sie war für eigene Projekte
verantwortlich und koordinierte studentische Organisationen innerhalb der
Geschlechter inkl. geschlechtlichen Identität, Behinderung, sexueller
Orientierung, ethnischer Herkunft, Religion und sozialer Herkunft. Von Oktober 2007 bis Dezember 2008
arbeitete sie als wissenschaftliche
Assistentin am Institut für häusliche und urbane Forschung (Institutet
för bostads- och urbanforskning) an der Universität Uppsala. Sie
beschäftigte sich unter anderem mit dem Projekt "ethnische Organisation und
politische Integration in der Großstadt".
Ab 2009 war Anna Ardin
offizielle politische Sekretärin bei Sveriges Kristna Socialdemokraters
förbund -
Broderskapsrörelsen
(Bruderschafts-Bewegung) und
war auch im August 2010 die offizielle Pressesekretärin
des Wikileaks-Gründers Julian Assange in Schweden. Assange hielt am 14.08.2010 in
Stockholm
einen Vortrag zum Thema "die Rolle der Medien bei Konflikten".
Anna
Ardin ist in den schwedischen Medien und der Blogsphäre ein bekannter Name.
Die radikale Feministin und ihre Freunde glauben, es gibt eine weltweite Verschwörung unter den Männern auf unserem Planeten, die Frauen systematisch
vergewaltigen, um ihre patriarchalische Herrschaft zu bewahren. Ihr Lebenslauf
ist über das gesamte Internet verteilt zu lesen – von ihrer Zeit mit ihren
Master Essays über Lesben, den Feminismus sowie den kubanischen Widerstand,
wobei sie von pro-arabisch-antisemitischen Gruppen unterstützt wurde, bis
zu ihrem Siebenpunkteprogramm zur Rache an Männern (Hämnerskan från Gotland).
Anna Ardin war auch an der Universität von Uppsala für Handhabung und Fragen der
Gleichstellung tätig.
Anna Ardin ist freie
Mitarbeiterin bzw. Kolumnistin bei SVT, SR P3 und mehreren Zeitungen, unter
anderem für Gotlands Tidningen. Sie wohnte derzeit in der vierten Etage
auf der Tjurbergsgatan 36 in Stockholm-Södermalm.
In dieser Straße gibt es viele kleine Wohnungen. Schräg gegenüber befindet sich ein Treffpunkt für
HIV-positive homo- und bisexuelle Männer. Ardin organisierte für Julian Assange
eine Flusskrebs Party. An einem Abend kam es zwischen den beiden zum Beischlaf mit Kondom. Am
nächsten Morgen kam es zum ungeschützten Sex. Anna Ardin war angeblich
besorgt, dass sie eine Geschlechtskrankheit oder vielleicht sogar HIV bekommen
könne. Sie hatte Julian Assange zuvor aufgefordert, ein Kondom zu verwendet.
Anna Ardin steht mit der 21-jährigen Sofia Wilén
in Kontakt, die an der Veranstaltung von Julian Assange teilnahm und ihn ihre
Wohnung benutzen ließ. Sofia Wilén sagte zu Anna Ardin, dass Julian Assange einen Tag vor seiner Rede auch
mit ihr ohne Kondom geschlafen hat. Beide Emanzen gingen daraufhin zur
Polizeiwache und fragten dort um Rat, ob es möglich wäre, das
sie Julian Assange zu einen HIV-Test zwingen könnten. Die Polizei in Stockholm verhörte die
beiden mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer getrennt und fertigte einen Bericht über
Vergewaltigung an. Der
Polizeibericht hat die Referenznummer 0201-k246336-10. Der Staatsanwältin Eva
Finné reichten die Umstände der Tat aber nicht aus
und sie bestätigte sogar die Einwilligung der beiden Frauen zum Sex. Die Analyse
des Verhörs ergab, dass es auch keinen Verdacht einer anderen Straftat, in
erster Linie Belästigung oder sexuelle Übergriffe, vermutet werden könne. Der
Haftbefehl wurde aufgehoben und Julian Assange durfte Schweden
verlassen.
Drei Monate später nahm sich die
feministische Oberstaatsanwältin Marianne Ny der beiden Frauen an und
machte mit der Strafverfolgung weiter. In Schweden wird der Tatbestand der
Vergewaltigung weit ausgelegt und umfasst seit 2005 auch Maßlosigkeiten, die bis
dahin als Nötigung galten. Es wurde ein
Haftbefehl via Interpol ausgestellt und Assange kam am 7. Dezember in London, wo
er sich zu diesem Zeitpunkt aufhielt, in Untersuchungshaft. Eine Freilassung
gegen Kaution wurde zunächst wegen Fluchtgefahr abgelehnt. Die Anwälte erreichten nach einem
zweiten Haftprüfungstermin am höchsten britischen Zivilgericht die Freilassung
gegen hohe Auflagen. Auf vielen Webseiten und Blogs wird vermutet, dass die
Politik hier im Spiel ist und die schwedische Justiz dazu gebracht hat, die
erste Entscheidung der Staatsanwältin Eva Finné zu ändern. Wer diese
hochrangigen Politiker sein könnten, werden wir wohl nie erfahren.
Es war nicht das erste Mal, dass die Extrememanze, Anne Ardin, einen Mann wegen
sexueller Belästigung anzeigte. Als sie z. B. an der Universität in Uppsala
einen Vortrag über Gleichstellung hielt und ein Student während ihres Vortrag
eine SMS verschickte, zeigte sie ihn wegen sexueller Belästigung an.
In ihrem Blog schrieb Anna Ardin am 10. Januar 2010, wie Frauen ganz legal Rache
nehmen können, wenn sie sich als Opfer fühlen. Nach der Anzeige gegen Julian
Assange am 20. August 2010 löschte die Schwedin zeitgleich ihren ganzen Blog und
andere relevante Tweets. Interessant ist auch der Tweet von Ardin: "Ich bin
mit dem coolsten und smartesten Typen der Welt zusammen. Das ist amazing!" Diese Tweets waren eigentlich der Indikator dafür, dass
Anna Ardin Julian Assange wirklich mochte und es gar keine Belästigung bzw. Nötigung
gab. Die Tweets stimmten nicht mit dem überein, was Anna bei der Polizei am 20.
August aussagte. Deshalb hat sie sie einfach gelöscht. Aber das Internet
vergisst so schnell nichts, denn die Provider cachen ihre Seiten für gewöhnlich und so blieb
der meiste
Text für die Nachwelt erhalten.
Ende
November 2010 beendete Anna Ardin ihre Zusammenarbeit mit der
schwedischen Staatsanwaltschaft und fuhr Anfang Dezember ins Westjordanland, um
eine christliche Bewegung in Yanoun, in der Nähe der Stadt Nablus, zu
unterstützen. Auf ihrer Website erklärt Anna Ardin "Yanoun ist mein neues
Zuhause". Das Ziel der etwa 90-köpfigen Gruppe ist es, die Streitigkeiten
zwischen Israelis und Palästinensern zu beschwichtigen.
Julian Assange will nun durch den Verkauf seiner Biografie rund 1,17 Millionen
Euro von amerikanischen und schottischen Verlagen kassieren. Das Geld benötigt
er, um seine Anwaltskosten zu bezahlen und Wikileaks weiter am Laufen zu halten.
Am 24. Februar 2011 hat ein Londoner Gericht die Auslieferung von Julian Assange
nach Schweden stattgegeben. Seine Anwälte kündigten umgehend an, in Berufung zu
gehen.
Die schwedische Zeitung "Expressen" berichtete inzwischen, dass die
Polizistin, die die Aussagen der beiden mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer zu
Protokoll nahm und durch weitere Befragungen den Stein erst ins Rollen
brachte, schon über eineinhalb Jahre vorher mit Anna Ardin befreundet war.
Beide Frauen sind in der sozialdemokratischen Partei Schwedens aktiv tätig.
Die Beamtin soll sehr freimütig in Fragen zu Feminismus und homosexueller
Rechte sein. Außerdem soll sie mindestens einen Mitarbeiter der
Anwaltkanzlei, die Ardin vertritt, näher kennen. Auch soll sich die
Polizistin auf ihrer Facebook-Seite abwertend über Assange geäußert haben.
Obwohl sie Anna Ardin kannte habe sie den Fall nicht wegen Befangenheit
abgegeben, wie es sonst üblich gewesen wäre. Diese neuen Erkenntnisse sind
für die Verteidiger von Assange natürlich ein gefundenes Fressen.
Julian Assanges ehemaliges Bild von einem sozialdemokratischen Musterland
Schweden hat sich deutlich geändert. Stattdessen zeigt sich Schweden für ihn
in einer düsteren Welt voller Seilschaften und finsterer Machenschaften, so
wie es der verstorbene Thriller-Autor Stieg Larsson in seinen Büchern
beschrieb.
Der Oberste Gerichtshof in London entschied am 2. November 2011 das der
WikiLeaks-Gründer nach Schweden ausgeliefert werden darf. Seine Anwälte
legten Widerspruch beim Supreme Court ein. Am 5. Dezember beschloss der
britische High Court, dass Julian Assange beim Supreme Court (Obersten
Gerichtshof) weiter gegen seine Auslieferung nach Schweden klagen darf. Die
zweitägige Anhörung wird am 1. Februar 2012 beginnen.
Was sich an dem Dreiecksverhältnis zwischen Julian Assange und den beiden
schwedischen Bekanntschaften wirklich abgespielt hat und ob es sich dabei um
einen Komplott handelte, wissen nur ganz wenige Personen. Die meist gehasste Frau in der Welt
wird wohl weiterhin gehasst werden - auch wenn sie sich für einige Zeit aus dem
Staub gemacht hat.
Seit einiger Zeit ist Anna Ardin Vorsitzende der Gruppe "Hjärta
– Troende Socialdemokrater i Stockholm". Als Gläubige verschiedener
Religionen, treten sie für die Gleichheit der Menschen ein und die
Notwendigkeit für eine Welt, in der Eigennutz oder Gewinn nicht die
herrschende Ideologie ist. Sie wollen eine Welt mit mehr Herz. Die Gruppe
hieß früher "Kungsholmens kristna socialdemokrater". Da sie aber
auch für Interessenten offen sein wollten, die einen anderen Glauben haben,
war es notwendig einen neuen Namen zu wählen.
Weiterführende Links:
Vergewaltigungsopfer hat Verbindungen zu antikubanischen Gruppen
Cuba Necesita Una Nueva Política (Spanisch)
Schwedische Staatsanwaltschaft (Åklagarmyndigheten)
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