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Greta Garbo (1905-1990)

Greta GarboDie nordischen Sinnesfreuden auf der Projektionsleinwand reiften in den zwanziger Jahren – mit einem damals eher pummeligen jungen Mädchen namens Greta Gustafsson, das 1922 in der schwedischen Komödie "Luffar-Peter" (Peter, der Tramp) zu sehen war. Greta Garbo, die "Göttliche", auch genannt die "Sphinx" wurde schon zu Lebzeiten zur Legende. Schon 1924, in dem Film "Gösta Berlings Saga", wird deutlich, dass der Regisseur Mauritz Stiller etwas von dem ahnte, was sie einst sein könnte.

In Hollywood, mit Filmen wie "The Temptress" (Die Versucherin, 1926, und "Flesh and the Devil" (Das Fleisch und der Teufel, 1926) nahm das Garbo-Image Gestalt an, jene übertrieben sinnlich, erotisch-sexuell äußerst zwiespältige Ausstrahlung, die Männer und Frauen gleichermaßen anzog.

Den Hollywood-PR-Leuten passte es natürlich hervorragend ins Konzept, dass sich die Garbo bei ihrem nächsten Film in ihren Partner John Gilbert verliebte – oder wohl eher er sich in sie. Da der Titel des Films "Love" hieß, konnte man mit dem doppeldeutigen Satz "Greta Garbo and John Gilbert in Love" Werbung machen. Garbo und Gilbert wollten heiraten, doch zum Hochzeitstermin erschien die Braut nicht - John Gilbert und die Gäste warteten vergeblich. Der Bräutigam hat diese Schmach nie überwunden. Er wurde zum Trinker und mit seiner Karriere ging es bergab. Die Göttliche gab fortan nie wieder Einblicke in ihr Privatleben.

Nach 27 Filmen und Welterfolgen wie "Mata Hari" (1932), "Königin Christine" (1933), "Anna Karenina" (1935), "Die Kameliendame" (1936) und "Ninotschka" (1939), einer Komödie des großen Ernst Lubitsch, für die mit den Worten "Garbo lacht" geworben wurde, zog sich der Star endgültig zurück. Sie verbarg sich, wenn sie sich überhaupt in der Öffentlichkeit zeigte, hinter dunklen Sonnenbrillen und unter großen Hüten, gab nie Interviews und lehnte konsequent alle Angebote, auf die Leinwand zurückzukehren, ab. Ihr letzter Film (1941) hieß "Die Frau mit den zwei Gesichtern" – ein treffender Titel und ein denkbar schlechter Film. Die Legende der "Göttlichen" aber blühte, je mehr sie sich in Wolken hüllte.

Obwohl Greta Garbo alles andere als die typisch nordische Blonde war, weder lebenslustig noch leidenschaftlich, wob sie doch am Schleier, der das Geheimnis der Schwedinnen verbarg, jener "außergewöhnlichen" Frauen, die ihre Unabhängigkeit behaupteten, auch wenn die Männer daran zugrunde gingen. Nicht nur John Gilbert, auch ihr Entdecker, der in Schweden so erfolgreiche Mauritz Stiller, der mit ihr nach Hollywood ging, scheiterte an ihrer Seite. 

 

Weiterführende Links zum Thema: Greta Garbo

http://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Garbo

http://www.greta-garbo.de

 

 

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