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Erste Hilfe im Schwedenurlaub

In jeden Koffer gehört auch eine Reiseapotheke, die bei Flugreisen als Handgepäck mitgeführt werden sollte. Die Fluggesellschaften geben vor der Reise Auskunft darüber, wie Medikamente im Handgepäck mitgenommen werden dürfen. Zur Grundausstattung gehören: Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Pinzette, Zeckenzange, Mittel gegen Durchfall und Erbrechen, Schmerzmittel, Sonnenschutz, Insektenschutz und Desinfektionsmittel. Ein Verbandkasten im Auto ist auch in Schweden Pflicht.
Wer alleine oder in einer Gruppe im Norden Schwedens unterwegs ist, sollte sich stets auch um seine eigene Sicherheit Gedanken machen, denn das nächste Krankenhaus kann schon mal einige hundert Kilometer entfernt sein.  Die richtige Outdoor Ausrüstung inkl. einem Erste Hilfe Set ist die Grundlage für tolle Tage in der schwedischen Natur.
Falls es einmal zu einem Unglücksfall kommen sollte, kann man mit dem Handy die Europäische Notrufnummer 112 anrufen und wird abhängig vom eigenen Standort automatisch zu der entsprechenden Leitstelle von Schweden eingeloggt.

Bienen und Wespen

Bienen- und Wespenstiche sind zwar schmerzhaft, aber in der Regel nicht gefährlich. Nur im Ausnahmefall lösen sie bei empfindlichen Menschen schwere Allergien aus. Kommt es zu einem Bienenstich, dann sollte man den Stachel sofort mit einer Pinzette entfernen, weil der durch seine Widerhakten meist noch in der Haut steckt. Danach sollte man versuchen, den Stich auszusaugen und ein schmerzlinderndes Mittel auftragen. Allergiker mit einer Bienenallergie sollten immer ihr Notfallmedikament bei sich tragen.

Spinnen

Bei einer hastigen Flucht vor einer Spinne zu Schaden zu kommen ist sehr viel wahrscheinlicher, als von einer giftigen Spinne gebissen zu werden. Nur zwölf der weltweit lebenden 30.000 Spinnenarten sind für den Menschen gefährlich. Bei einem Biss sollte man Ruhe bewahren und sofort einen Arzt aufsuchen. Auf gar keinen Fall sollte man gegen die Schmerzen Acetylsalicylsäure (zum Beispiel in Aspirin) nehmen, da dieser Wirkstoff die Verteilung mancher Spinnen- und auch Schlangengifte unterstützt.
Der Ammen-Dornfinger ist die einzige Spinnenart in Schweden, die dem Menschen leichte Vergiftungen zufügen kann, da sie mit ihrem Giftbiss die menschliche Haut durchdringen können. Bei fast allen anderen einheimischen Spinnenarten sind die Giftklauen dafür zu kurz.

Zecken

Niemals mit Öl, Klebstoff oder ähnlichem ersticken, da das Tier im Todeskampf besonders viel Speichel (etwa mit Erregern der Hirnhautentzündung oder der Hauterkrankung Borreliose) absondert. Statt dessen das Tier mit einer Zeckenzange (gibt's für etwa drei Euro in der Apotheke) oder mit den Fingernägeln fassen, dabei nicht zu sehr drücken und vorsichtig drehen, bis sich die Widerhaken am Saugrüssel lockern und die Zecke loslässt. Danach Wunde desinfizieren. Die Drehrichtung ist nach Auskunft der Insektenforscher übrigens egal, da Zecken (leider) kein Gewinde haben.

Quallen

Manche brennen nur kurz, andere verseuchen das Meer weiträumig mit ihren Nesselfäden, so dass die Haut schon schmerzt, bevor das Tier überhaupt zu sehen ist. Laut "Ärzte Zeitung" auf die betroffene Hautpartie sofort Essigwasser geben (auch wenn's weh tut: Das stoppt die Giftreaktion auf der Haut). An den Stränden Australiens, wo es Würfelquallen gibt, findet man sogar Literweise Lösungen in Kästen am Strand um sofort tätig werden zu können). Anschließend Rasierschaum oder wenn nicht vorhanden Salz oder Sand draufstreuen. Mit einem Messerrücken oder ähnlichem abschaben. Ein vorbeugendes Mittel gegen Quallen ist Safe Sea®, ein Sonnenschutzmittel, dass in Deutschland unter dem Namen "Care Plus Skin Sav Safe Sea 30+" vertrieben wird und zusätzlich quallenabweisend ist. Das Mittel soll auch gegen einige Korallensorten und Seerosen wirksam sein.

Schlangen

Die wenigsten Schlangen sind giftig, und manche Giftschlangen sondern nur bei jedem dritten Biss wirklich Gift ab. Schlimmer als der Biss selbst ist meist der Schock, den die Attacke auslöst. Die Symptome (hoher Blutdruck, Schweißausbruch, Kreislaufkollaps) können einer Vergiftung sehr ähnlich sein. Solange das Gegenteil nicht bewiesen ist, sollte jeder Biss wie ein giftiger behandelt werden. Die Wunde vorsichtig vom Körperzentrum weg abwischen, den betroffenen Körperteil völlig ruhig stellen, aber nicht abbinden. Danach so schnell wie möglich zum Arzt. Auf keinen Fall die Wunde mit dem Mund aussaugen. Das Gift wird über die sehr empfindliche Mundschleimhaut aufgenommen. Die Schlange zu töten und als Beweisstück zum Arzt mitzubringen ist unnötig. Das kostet nur wertvolle Zeit. Die einzige Giftschlange in Schweden ist nur die Kreuzotter.

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