Zutaten für 4 Personen:
600 g frischer Flussaal (nicht geräuchert)
1 Ei
100 g Mehl
100 g Semmelbrösel
Olivenöl
Dill, Salz, Pfeffer
Vorbereitung:
Am besten kauft man einen bereits
gehäuteten Aal. Angler lassen den Aal nach dem Töten noch ein bisschen liegen,
damit sich seine Nerven beruhigen. Den Schleim entfernt man, in dem man ihn im
Sand wälzt und danach im Wasser abspült. Damit man den Aal zum Häuten besser in
den Griff bekommt, reibt man ihn mit grobem Salz ein. Dem ausgenommenen Aal
werden zuerst die Flossen abgeschnitten und anschließend am Kopfende rundherum
eine Kerbe in die Haut geschnitten, in die man eine Schnur zieht und ihn an eine
Türklinke o. ä. hängt. Dann wird mit einem Messer die Haut etwas vom Fleisch
gelöst. Mit einem Tuch kann man dann die Haut nach unten abziehen.
Zubereitung:
Den vorbereiteten Aal in 3-4 cm große Stücke
schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und 15 Minuten durchziehen lassen. Die Aalstücke
leicht mit Dill, Salz und Pfeffer würzen, in Mehl wenden, durch das verquirlte Ei
ziehen und in den Semmelbröseln wälzen. Den Aal in einer Pfanne von beiden
Seiten ca. 10 Minuten bei hoher Hitze goldbraun braten, bis alles knusprig wirkt.
Mit Zitronenscheiben servieren. Als Beilage
passen gut Bratkartoffeln mit Zwiebeln. Da der Aal keine Gräten hat, bleibt von
diesen Aal-Nuggets nach dem Essen nur die kleine Wirbelsäule übrig. Da der Aal
bekanntlich schwer im Magen liegt, sollte man nicht mehr als 3 von diesen
leckeren Aal-Nuggets essen. Wer so deftig isst, benötigt einen Klaren oder
noch besser einen Aquavit zum
Nachspülen. Eiskalt serviert, das Glas muss noch beschlagen sein.
Ålagille (Aalgelage)
Im Herbst, wenn der Mond abnimmt und die
Nächte dunkler werden, sprechen die Südschweden von "Aalfinsternis"; das heißt,
dass die Aale die Netze nicht mehr erkennen können und sich daher auf ihrem Weg
ins Meer besser fangen lassen. Das ist auch die Saison der Feste, auf denen nur
Aal verzehrt wird. Besonders in Gaststätten pflegt der Höhepunkt eines solchen
Aalessens in der Kürung eines "Aalkönigs" zu bestehen, ein Titel, den derjenige
erwirbt, der die meisten lebenden Aale aus einer Tonne herausheben kann.
Wer meine Aale kennt, geht nie mehr fremd!
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