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Dieses Handwerk hat seinen Ursprung in der Mitte des 18.
Jahrhunderts. Auf den meisten Höfen wurde im Winter Forstwirtschaft
betrieben. Während der Woche arbeiteten die Männer im Wald, nur samstags und
sonntags fuhr man nach Hause zur Familie. Abends, wenn man von der harten
Arbeit am offenen Kamin ausruhte, entspannte man sich indem man aus Holz
Figuren schnitzte. Das Pferd war sehr wichtig für die Menschen.
Im Winter transportierte es nicht nur die Männer in den Wald,
es zog auch die schweren Holzlasten aus dem Wald. Im Sommer brauchte man es
um die Ernte einzufahren. Man fuhr zum Markt, zur Mühle, in die Kirche und
zur Sennhütte. Die Kinder durften auf ihm reiten. Kurz, das Pferd war ein
treuer Kamerad, werktags und beim Fest.
Da war es ganz natürlich, dass die Männer Pferdchen
schnitzten. Die Kinder freuten sich, ein perfektes Spielzeug für drinnen und
draußen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam eine neue Mode. Man bemalte
Möbel und Wände mit der für Dalarna typischen Kurbitsmalerei. Auch das
Holzpferdchen
wurde modern und wurde dekoriert.
Zu dieser Zeit galt es für die Landbevölkerung zeitweise in
größere Städte zu ziehen um dort arbeiten und Geld verdienen zu können.
Dieses Geschehen nannte man „Arbeitswanderung”.
Um Kost und Bleibe während der Arbeit am fremden Ort bezahlen
zu können, nahm man die bemalten Pferdchen mit um sie zu verkaufen. Sie
wurden sehr beliebt und immer mehr gefragt.
Der große Durchbruch kam 1939, als die Weltausstellung in New
York stattfand. Das rote Dalapferd wurde in der ganzen Welt bekannt und
wurde zum Symbol nicht nur für Dalarna, sondern für ganz Schweden.
Die meisten Pferdchen wurden in den Dörfern rund um Mora
hergestellt. Heutzutage ist es immer noch ein Handwerk und die "Metropole"
liegt in Nusnäs. Man sägt die Konturen der Pferdchen grob mit einer
Bandsäge, dann werden sie mit der Hand geschnitzt und geformt, eingesammelt
und in den Werkstätten in Nusnäs geschmirgelt, geputzt, eingefärbt, bemalt
und lackiert.
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