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Der Schwedenofen

Durch die ansteigenden Ölpreise ist der Schwedenofen wieder in Mode gekommen. Diese Öfen heizen optimal. Die Schwedenofen heizt sehr schnell auf und gibt aufgrund seiner Beschaffenheit die Wärme sofort an die Umgebung ab. Ungefähr 87 Prozent der Warmluft bleibt im Raum. Nur ein Bruchteil geht durch den Schornstein. Als Brennmaterial darf man nur mindestens 2 Jahre getrocknetes Holz verwenden. Ein Ster (Raummeter) Holz heizt genauso viel, wie 220 Liter Heizöl, ist aber um ca. 30 Prozent günstiger. Zum Anzünden sollte man Zündblöcke verwenden und kein Papier, denn dieses verrußt nur die Ofenscheibe. Bei gutem, trockenem Holz entsteht nur ein Aschegehalt von 1-2 Prozent. Obwohl der Ofen 'Schwedenofen' genannt wird, kommt er gar nicht aus Schweden, sondern wird vorwiegend in Dänemark und Norwegen produziert. Auf Schwedisch heißt Ofen: 'spis' bzw. 'ugn'.

Herstellung:

Aus einer 2 Millimeter dicken Stahlplatte werden mittels eines Laser-Schweißgerätes die wichtigsten Einzelteile geschnitten. Mit einer Temperatur von 1650 Grad wird das Metall millimetergenau geschnitten. Bei runden Ofenmodellen werden die Platten mit einer Walze in Form gebracht. Aus insgesamt 120 Einzelteilen entsteht ein Ofen, der sich aus 3 Kammern zusammensetzt:

· Die Brennkammer, in der das Feuer lodert

· Der isolierende Ofenmantel

· Die hitzespeichernde Innenkammer

Die Brennkammer wird zuerst von Hand mit Schweißpunkten zusammengebaut. Die Hauptschweißarbeit übernimmt anschließend ein Schweißroboter. Pro Minute verbindet er 30 Zentimeter Stahl. Nach 12 Minuten ist die Brennkammer fertig. Der Ofenmantel entsteht zeitgleich in einer Nachbarhalle. Er wird genau so zusammengesetzt wie die Brennkammer. Zuerst Klammern, dann Punktschweißen – den Rest erledigt der Schweißroboter. Anschließend wird die Brennkammer in den Ofenmantel eingesetzt und beides zusammen mit kleinen Stahlkugeln sauber gestrahlt. Danach ist der Ofenrohling glatt geschliffen und glänzend. Mit Sprühlack wird die Oberfläche im matten Schwarz veredelt. Die Farbe ist hitzebeständig und hält Temperaturen von bis zu 600 Grad aus.

Nach einer Trocknungszeit von 2 Stunden wird die dritte Kammer eingebaut. Sie besteht aus Vermiculit, einem Dämmstoff, der in freier Natur bei der Verwitterung einer speziellen Schieferart entsteht. In seinen Poren ist Luft eingeschlossen, welche die Brennkammer hervorragend isoliert. Nachdem noch die Tür montiert wurde und abschließender Qualitätskontrolle, ist der Schwedenofen bereit, um ausgeliefert zu werden. Der Schwedenofen ist der Inbegriff skandinavischer Behaglichkeit und Wohn-Ästhetik.

Holzverarbeitung  |  Holz als tragendes Element  

 

 

 

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