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Schneeeule - Fjälluggla

Als einzige Eulenart hat sich die Schneeeule (Nyctea scandiaca) an die harten Lebensbedingungen der Arktis angepasst. Sie lebt in den Tundren und Mooren der nördlichen Polarkalotte. Verbreitungsgebiet der SchneeeulenDie Schneeeule hat als einzige Eulenart die Fähigkeit, im Sommer bis zu 800 g Körperfett zu speichern, um so den arktischen Winter zu überstehen. Ihr weißes beziehungsweise schwarzweißes Gefieder wirkt in den von Felsen durchbrochenen Schneelandschaften der Tundra wie ein Tarnanzug. Das Weibchen ist beim Brüten am Boden kaum zu sehen. Ebenso ist das rein weiße Männchen bei der Jagd über den Schneefeldern fast unsichtbar. Um der extremen Kälte ihres Lebensraumes zu trotzen, verfügen Schneeeulen über das dichteste und längste Gefieder aller Eulenarten. Selbst die Füße sind bis zu den Spitzen ihrer Krallen mit wärmenden Federn umgeben. Dazu kommt eine unter Eulen einzigartige Fähigkeit: Schneeeulen können Körperfett speichern. Dies ermöglicht den Vögeln auch in harten Wintern zu überleben, wenn durch Nebel oder Schneestürme eine Jagd oftmals gar nicht möglich ist.

Durch ihre stattliche Größe und das beim Männchen fast völlig weiße, beim etwas größeren Weibchen stärker dunkel gesprenkelte Gefieder unverwechselbar. 
Die Körperlänge beträgt 53 - 66 cm, die Flügelspannweite 140 - 165 cm. Das Weibchen wiegt ca. 2,1 kg, das Männchen etwa 1,7 kg.
SchneeeuleDa Schneeeulen Bodenbrüter sind, bauen sie keine Nester. Die Wahl des Brutplatzes hängt von der Trockenheit des Untergrundes und des Nahrungsangebotes der Umgebung ab. Das zuerst gelegte Ei wird sofort bebrütet und der Erstgeboren hat auch später nur Vorteile. Nach ca. 33 Tagen schlüpfen die Jungen. Während des Brütens versorgt das Männchen das gut getarnte Weibchen mit Nahrung. Die Eizahl der Gelege ist je nach Nahrungsangebot sehr variabel. In schlechten Zeiten sind es 2 - 3,  gewöhnlich 4 - 10 Eier. In Hungerjahren schreiten Schneeeulen überhaupt nicht zur Brut. Während der Sommermonate ernähren sich die Schneeeulen hauptsächlich von Lemmingen und anderen kleinen Nagern. Im Winter hören sie die Wühlmäuse sogar unter der Schneedecke deutlich genug, um sie zu fangen.
Diese Wühlmäuse vermehren sich in Abständen von 4 - 5 Jahren explosionsartig, so dass auch die Zahl der Nachkommenschaft bei den Eulen regelmäßig variiert. In den Wintermonaten reicht die Nahrung meist nicht aus, so dass viele Jungvögel bis nach Südschweden ausweichen, um genügend Futter zu finden. Neben den Lemmingen erbeuten Schneeeulen aber auch Schneehasen und andere Vögel, wie z.B. Enten.
Die Schneeeule wird im Freiland bis zu 9 Jahren alt, in Gefangenschaft liegt das Höchstalter bei bis zu 28 Jahren. Der Bestand in Skandinavien nimmt aufgrund klimatischer Veränderungen stetig ab.

Die schwedische Tierwelt

 

 

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