Lebensraum
Der Habichtskauz (Strix uralensis) lebt in ganz Skandinavien,
sowie in Osteuropa. Er benötigt alte, großräumige Wälder mit offenen Flächen,
die er zur Jagd nutzt. Durch seine vorwiegend nächtliche Lebensweise bleibt er
vom Menschen meist unentdeckt.
Kennzeichen
Der Habichtskauz ähnelt dem Waldkauz, ist
jedoch mit 54-61 cm erheblich größer. Der Habichtskauz hat auch längere
Stoßfedern und einen keilförmigen, quer gebänderten Schwanz. Auch
ist die Gefiederzeichnung deutlich ausgeprägter und heller. Der helle
Gesichtsschleier des Habichtskauzes ist mit einer auffallend feinen
strahlenförmigen Strichelung gezeichnet. Oberhalb seines orange-gelben Schnabels
hat er einen dunklen Mittelstrich. Die Augen des Habichtkauzes sind
schwarzbraun. Das etwas größere Weibchen wiegt 750-1300 Gramm, das Männchen
520-730g. Die Flügelspannweite beträgt beim Männchen ca. 115 cm, beim Weibchen
125-130 cm. Im Flug wirkt der Habichtskauz, durch seine quer gebänderten
Flügel und Schwanz habichtsartig - daher auch sein Name. Der Habichtskauz führt
eine monogame Ehe und wird bis zu 20 Jahre alt.
Fortpflanzung
Der Habichtskauz nistet sowohl in alten Greifvogelnestern, vor allem
in Nestern des Habichts, als auch in Baumhöhlen. Die Balzzeit ist ab Januar mit Höhepunkt im März. Im März/April
legt das Weibchen 2-5 weiße Eier mit feinen Längsrillen. Die Brutzeit beträgt 4
Wochen. Das Weibchen brütet die Eier alleine. Danach folgt für die Küken eine
fünfwöchige Nestzeit. Das Männchen sorgt in dieser Zeit ausschließlich für die
Nahrung der Familie. Das Weibchen reagiert in der Nähe des Brutplatzes
häufig sehr aggressiv - daher auch der schwedische Name "Slaguggla",
der Schlageule bedeutet. Nach dem Verlassen des Nestes werden die Jungen noch
weitere 2 Monate von den Eltern versorgt. Die Jungtiere werden nach dem 1. Lebensjahr
geschlechtsreif. Die Habichtkauze sind sesshafte Tiere und entfernen sich gewöhnlich nicht weiter als
50 km von ihrem
Brutplatz.
Nahrung
Der vorwiegend dämmerungs- und nachtaktive Habichtskauz ernährt sich vorwiegend von
Wühlmäusen, Spitzmäusen, Insekten, Fröschen aber auch von kleinen und bis
zu hühnergroßen Vögeln wie Eichelhähern und Spechten. Der Habichtskauz jagt von
einem Ansitz aus oder im niedrigen Suchflug, geht aber auch zu Fuß auf
Insektenjagd. Im Winter lokalisiert er
seine Beutetiere durch sein gutes Gehör noch bis unter
einer 20-30 cm hohen Schneedecke.
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