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Der Mink (Nerz)
gehört zur Familie der Wassermarder.
Man unterscheidet zwei sehr ähnliche Arten:
Amerikanischer Nerz (Mink) und Europäischer Nerz (Sumpf- oder Krebsotter)
Der Amerikanische Nerz trägt einen weißen Spitzbart, der Europäische Nerz dagen
ist nur an seiner Unterlippe weiß gefärbt. Da der Sumpfotter
in seinem europäischen Verbreitungsgebiet fast ganz ausgerottet wurde, importierten
in den 20iger Jahren europäische Pelztierfarmen den amerikanischen Mink zur Zucht. Einige
von ihnen entflohen seinerzeit aus ihren Käfigen, andere wurden gezielt von
Tierschützern ausgesetzt und
vermischten sich mit noch vorhandenen europäischen Nerzen. Heute ist wieder eine große
Anzahl von Nerzen in Nordeuropa vertreten.
Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge
von 40-55 cm inklusive Schwanz und wiegen 0,5-1,7 kg. Der Leib ist
lang, die Läufe kurz, alle Zehen sind durch Schwimmhäute verbunden. Der
Nerz ist ein schlechter Läufer und klettert auch nicht auf Bäume wie
andere Marder. Um so wohler fühlt er sich, als geübter Schwimmer und
Taucher, im Wasser. Er wohnt in einem unter alten Baumwurzeln angelegtem
Bau mit mehreren Ausgängen. Bei Gefahr flüchtet er sich sofort ins
Wasser, wo er sich rasch in Sicherheit bringt. Tagsüber schläft er gewöhnlich
in sicherem Versteck, erst gegen Abend geht er auf Raub aus. Er ernährt
sich hauptsächlich von Schermäusen, Fröschen, Krebsen und Fischen, aber
auch Vögeln. Das Revier eines Nerzmännchens umfasst mindestens 3 km
Fluss- bzw. Seeufer. Er markiert es an den verschiedensten Stellen mit
seinem Kot. Weibchen mit Jungen besitzen ein kleineres Revier. Die Paarungszeit liegt in
den Monaten März und April. Die Männchen paaren sich mit mehreren Weibchen (Polygamie).
Die 3-6 Jungen werden im Mai geboren. Die Säugezeit dauert 4-5 Wochen. Im Juli bzw.
August werden die Jungen selbstständig und verlassen die Mutter, um sich eigene Reviere
zu suchen. Mit 9 Monaten sind sie dann geschlechtsreif.
Die Jagdzeit für Nerze ist August bis April. Den Tieren wird
hauptsächlich mit Fallen nachgestellt. Einige werden auch mit speziell dressierten Hunden
aufgestöbert und geschossen.
Die schwedische Tierwelt |