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Wildschwein (Vildsvin)

Das Wildschwein ist nach zweihundert Jahren Abwesenheit wieder zurück in den schwedischen Wäldern. Die Tierart hat eine lange Geschichte in Schweden, die vor mehr als 8000 Jahren begann. Weil die Wildschweine enorme Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen anrichteten, hatte man eine Abschussprämie ausgesetzt und die Tiere bis Ende des 17. Jahrhunderts ausgerottet. WildschweinDas Wildschwein galt in Schweden als ausgestorben, bis Mitte der 1970er Jahre Wildschweine in Gefangenschaft eingeführt wurden. Als einige etablierte Gruppen aus der Gefangenschaft in den 1970er und 1980er Jahren entkamen, verteilten sie sich im sörmländischen Trosa, Björkvik und Kiladalen. Ihre Anzahl ist ab den 2000er Jahren in verschiedenen Teilen Südschwedens stark angewachsen. Heute gibt schätzungsweise 150.000 bis 300.000 Wildschweine in allen Bezirken in Südschweden.

Wildschweine sind scheu und werden bei Tageslicht selten gesehen. Die Spuren, die sie hinterlassen, sind leicht zu erkennen. Sie wühlen im Boden auf der Suche nach essbaren Teilen, scheuern an Bäume und aalen sich in Schlammtöpfen. In vielen Gegenden verursachen ihre Handlungen Schäden an Bäumen und Kulturen. Aber sie begünstigen auch die Verbreitung von vielen Arten von Pflanzen und sorgen durch ihr wühlen im Boden zu einem schnelleren Nährstoffkreislauf im Waldboden.

Ein ausgewachsenes Wildschwein hat in Schweden eine Widerristhöhe von etwa 1 m und ist etwa 1,5 m lang. Das weiblich Schwein (Bache, Wildsau oder Sau) erreicht in der Regel ein Gewicht von über 100 kg, während der Eber bis zu 200 kg wiegen kann. Die sehr anpassungsfähigen Tiere sind Allesfresser.

Eine Wildschweinpopulation braucht eine Mindestanzahl von Tieren, damit sie nicht aussterben. Bei Dichten unter 2 Tieren pro 1000 Hektar zeigt sich, dass das Sozialsystem der Wildschweine nicht mehr funktioniert und die Population nicht weiter überleben kann. Die Populationen in Schweden liegt meist bei einer Dichte von 10 Tieren auf 1000 Hektar.

Wilder Eber leiden oft an Krankheiten, vor allem dann, wenn die Bevölkerung zu dicht ist. Die gravierendste Krankheit ist die Schweinepest, an der sich auch Hausschweine (aber nicht Menschen) infizieren können. In Schweden ist die Schweinepest seit 1944 nicht mehr vorgekommen. Wildschweine sind auch Wirte für Trichine, eine Art von Spulwürmern. Von Trichinen infiziertes Wildschweinfleisch ist in Schweden sehr selten (weniger als zehn Fälle in den letzten Jahren, wobei kein Mensch infiziert wurde), aber es ist zwingend erforderlich, das Fleisch vor dem Verkauf zu untersuchen. Eine andere Krankheit bei Wildschweinen ist die Maul- und Klauenseuche. Diese Viruserkrankung tritt allerdings sehr selten auf.

Wildschweine dürfen in Schweden vom 16. April bis 15. Februar (Jungtiere das ganze Jahr über) gejagt werden. Seit dem Jahr 2000 steigerte sich die Abschussquote jedes Jahr um ca. 30 Prozent bei gleichzeitigem Anwuchs der Population von 50 Prozent pro Jahr.

Wildschweinabschüsse pro Jahr in Schweden

Wildschweinabschüsse in Schweden

Die schwedische Tierwelt

 

Wildschweinbraten

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