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Im Jahre 1909 wurde in Schweden das erste Naturschutzgesetz verabschiedet, und noch im selben Jahr
stellte man als erstes europäisches Land neun Gebiete als Nationalparks unter Schutz. Die jüngsten
Nationalparks sind das Schärenarchipel Djurö im Vänersee, Björnlandet in Åsele
Lappmark, Tyresta vor den Toren Stockholms und Haparanda Skärgård in
Norrbotten. Durch die Einrichtung von Nationalparks sollen verschiedene
Landschaftstypen in ihrer Beschaffenheit bewahrt werden. Gleichzeitig sollen
Besucher hier die Möglichkeit haben, unberührte, ursprüngliche Natur zu
genießen. Auch Wissenschaftler sollen in den Nationalparks die natürliche
Entwicklung von Landformen, Flora und Fauna studieren können.
Lage: an der
Reichsstr. 98, 35 km östl. von Riksgränsen
Größe: 7.700
ha
Abisko, ein
arktischer Kräutergarten im nördlichen Lappland, zählt zu den sonnenreichsten
Regionen Schwedens. Der Nationalpark wird von einer Talsenke gebildet, die
durch mächtige Fjällmassive im Süden und Westen sowie durch den Torneträsk im
Norden eingerahmt wird. Sehenswert ist insbesondere der tiefe Cafion des
Abiskojokka. Im Tal gedeiht ein krautreicher Birkenwald mit vereinzelten
Kiefernbeständen. Die Vegetation wie auch die Vogel- und Insektenfauna
präsentieren sich vielfältig und variationsreich. Das Gebiet ist leicht
zugänglich. Infrastruktur: Seilbahn, Wanderwege, Ausstellungsgebäude "Naturum"
und geführte Wandertouren.
Lage: 40 km
südöstlich von Åsele
Größe: 1.100
ha
Der Nationalpark
Björnlandet liegt in Äsele Lappmark. Eine groß-artige Wildnis und wertvolle
Urwaldgebiete sind charakteristisch für Björnlandet. Steile. senkrechte
Felswände durchbrechen das hügelige Felsterrain. Die Wälder werden von
Kiefernbeständen mit oft mächtigen. uralten Baumriesen dominiert. Das älteste
konstatierte Baumalter liegt bei ca. 450 Jahren, aber vermutlich gibt es
Bäume. die noch wesentlich älter sind. Der nahrungsarme Felsgrand und das
relativ herbe Binnenklima bedingen eine recht gewöhnliche Pflanzenwelt im
Park, mit Ausnahme bestimmter Regionen, in denen eine artenreichere Flora
gedeihen kann. Der Ostteil ist leicht zugänglich.
Erreichbar:
Mit dem Boot von Oskarshamn oder Byxelkrok
Größe: 198
ha, davon 132 ha Wasserfläche
Diese interessante
Granitinsel liegt im nördlichen Kalmarsund, zwischen Oskarshamn und dem
Nordzipfel der Insel Öland. Prägend für die Insel sind die glattpolierten
kahlen Felsklippen aus rotem Granit und die großen Felsblockregionen im Süden.
Fichten und Kiefern kommen in den Felsspalten vor; Eichenbestände sind an den
Südhängen zu finden. Die artenreiche Flechtenflora macht die Vegetation auf
der Insel besonders interessant. Charaktervogel ist die Gryllteiste. Mehrere
Höhlen und ein Steinlabyrinth zählen zu den weiteren Besonderheiten. Diese
Insel ist der wohl sagenumwobenste Nationalpark Schwedens: Dem Mythos zufolge
treffen sich hier nämlich in der Nacht zum Gründonnerstag die Hexen. Im
Nationalpark Böda steht eine Kiefer mit einer stattlichen Höhe von 36 Metern.
Dalby Söderskog
Lage:
Reichsstr. 16, 11 km südöstlich von Lund, in der Nähe der Kirche zu Dalby
Größe: 36 ha
Der Nationalpark hat
viele schattige
Edellaubwälder mit kontinentaler Prägung. Besondere Pflegemaßnahmen sind erforderlich, damit der Fortbestand
des Laubmischwaldes mit Ulme, Esche, Buche und Eiche gewährleistet ist. Die
Flora wird begünstigt durch kalk- und kreidehaltige Unterlagen. Insbesondere im
Frühling und Frühsommer zeigt sich der Park in seiner vollen Pracht mit
Teppichen von früh blühenden Blumen wie Buschwindröschen, Gelbem Windröschen,
Gemeinem Goidstern und Scharbockskraut. Infrastruktur: Eine Autostraße führt
zum Park. Die Wanderwege sind zum Teil als Bohlenwege ausgelegt, damit der
Erdboden möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Djurö
Lage: Djurö
ist eine Inselgruppe mitten im Vänersee. Mariestad ist die nächstgrößere Stadt
Größe: 2.400
ha, davon 320 ha Landfläche
Nur wenige
Schärenregionen sind entlegener und isolierter als das Archipel Djurö. Aber
dennoch liegt es im Binnenland. Dieser Gegensatz erklärt möglicherweise die
Exotik von Djurö - einer isolierten Inselgruppe mitten in Schweden. Das
Djurö-Archipel besteht aus ca. 30 Inseln. Die Erdschicht ist dünn, und der
zerborstene Felsgrund ist prägend für die Landschaft. Das Vogelleben ist
jedoch vielfältig, weshalb für mehrere Inseln vom 1.4.-31.7. ein
Betretungsverbot gilt. Die Fauna ist ansonsten mit u.a. Hase, Fledermaus,
umfassenden Amphibien- und Kriechtierbeständen sowie ca. 20 ausgewilderten
Damhirschen vertreten.
Die 14 Km lange Bootsfahrt nach Lurö dauert etwa 1 Stunde. Die Überfahrt mit dem
Boot erfolgt während des Sommers regelmäßig jeden Tag von Ekenäs aus. Eine
Überfahrt nach Schloss Läckö gibt es jeden Sonntag. Zu anderen Zeiten ist es
möglich ein Boot zu mieten, man bestimmt so selbst Zeit und Reiseroute.
Fulufjäll
Lage: Im Nordwesten von Dalarna
Größe: 385 km2
Der Nationalpark ist der größte Nationalpark Schwedens außerhalb Norrbottens.
Der Park wurde im Jahr 2002 eingerichtet, um eine die seltene Vegetation mit den
großen Naturwerten in weitgehend unberührtem Zustand zu bewahren. Darüber hinaus
sollen die Voraussetzungen für das Erleben von Ruhe, Abgeschiedenheit und
Unberührtheit gegeben sein. Eigentümer ist der schwedische Staat. Die Verwaltung
obliegt der Provinzialregierung von Dalarna.
Lage: Südlich von
Gysinge, im Länderdreieck Västmanland, Dalarna and Gävleborg
Größe: 10.100
ha
Der Färnebofjärden
besteht aus 200 Inseln und Schären mit kleinen Biotopen, Sumpfgebieten,
Flußauen und Überschwemmungsgebieten.
Garphyttan
Lage: 15 km westlich
von Örebro
Größe: 111 ha
Garphyttan ist eine
grünende Oase mit blumenreichen einstigen Kulturflächen und Laubwald, umgeben
von den Nadelwäldern Kilsbergens. Der Nationalpark ist eine alte
Kulturlandschaft, die sich im Laufe der Zeit veränderte und heute größtenteils
Kulturwald trägt. Das Gebiet repräsentiert die alten Bergmannshöfe aus dem 19.
Jahrhundert: Heuwiesen, Kulturflächen, Viehkoppeln und Gärten. Kleinod des
Park ist die ansonsten seltene Haselmaus.
Gotska Sandön
Lage: Fårösund, 50
km nördlich von Gotland
Größe: 4490 ha,
davon 842 ha Wasserfläche
Gotska Sandön ist
die isolierteste Insel der Ostsee. Hier führen Sand und Nadelwald das
Regiment. Auf Gotska Sandön gibt es Sanddünen, die von windgepeitschten und
teilweise unberührten Kiefernwäldern gebunden werden. Das extreme Klima und
die vielen trockenen und absterbenden Bäumen lassen die Insel öde und karg
erscheinen, wobei der Sand und die unberührten Sandstrände einen exotischen
Eindruck vermitteln. Dieses Umfeld begünstigt eine ungewöhnlich vielfältige
Käferfauna sowie eine reiche Flora mit u.a. zahlreichen Orchideenarten. Auf
der Insel gibt es ein Ausstellungsgebäude (Naturum). Die Insel ist
militärisches Schutzgebiet. Sie darf nur von schwedischen Staatsangehörigen
besucht werden.
Haparanda Skärgård
Größe: 6.000 ha,
davon 770 ha Landfläche
Der Schärenarchipel
von Haparanda liegt im Nordteil des Bottnischen Meerbusens, nahe der
finnischen Grenze. Er besteht aus zwei größeren Inseln im Ostteil - Sandskär
und Sekar Furö - sowie einigen kleineren Inseln und Schären. Die Schären sind
wegen ihrer reizvollen, eigenwilligen Natur von alters her ein beliebtes
Ausflugsziel. Flache Inseln mit weitläufigen Sandstränden und einer exotisch
anmutenden, vom Wind erschaffene Dünenlandschaft erwarten den Besucher.
Bekannt ist das Gebiet bei Ornithologen, da sich insbesondere von Sandskär das
Verhalten der Zugvögel sehr gut studieren lässt. Aus geologischer Sicht sind
die Schären noch recht jung. Noch vor 1.500 Jahren war dieses Gebiet gänzlich
vom Meer bedeckt. Die Schären entstanden durch die Landhebung sowie durch
Umschichtungs- und Düngungsprozesse des Meeres. Infrastruktur: Keine
fahrplanmäßige Schiffsverbindung zum Nationalpark. Freilichtausstellung,
Zeltplatz etc. in Kumula.
Hamra
Lage: Los, Reichsstr.
45, 40 km südöstlich von Sveg
Größe: 28 ha
Der Nationalpark
Hamra gleicht einer Urwaldinsel, die von Wirtschaftswäldern umgeben ist. Die
Urwälder im Nationalpark sind teilweise von grobblockigen Felsen übersät,
wobei viele Windfälle und Totholz von der langen Unberührtheit des Waldes
zeugen. Die Fichtenbestände im Osten mit Unmengen von Bartflechten sowie der
kleine See Näckrostjärnen verstärken den Urwaldcharakter des Nationalparkes.
Hier leben Elch, Bär,
Reh, Luchs und
Vielfraß. Unter den Waldvögeln sind Auer-
und Birkhuhn sowie Eule hervorzuheben.
Lage: Schären
westlich von Bohuslän
Größe: ?? ha
Die
Kosterinseln in
Bohuslän mit ihren grauen Granitbergen werden 2010 zum 29. Nationalpark von
Schweden erklärt. Ein Film bei
YouTube über den Nationalpark Kosterhavet und dessen norwegischen
Nachbarpark Ytre Hvaler. Mehr Infos unter:
http://www.kosterhavet.se.
Lage: Reichsstr. 88,
20 km südwestlich von Gällivare
Größe: 49.340 ha
Charakteristisch für
den Nationalpark Muddus sind die Altwaldbestände und die großen Moorgebiete.
Hier wächst Schwedens älteste Kiefer, die auf 711 Jahre geschätzt wird. Das flache Terrain wird nur von einzelnen Berghöhen durchbrochen. Die
Moorgebiete rund um den See Muddusjaure zeichnen sich durch eine besonders
artenreiche Vogelfauna aus. Die urzeitlichen Urwälder im Nationalpark sind von der
Forstwirtschaft gänzlich unberührt geblieben. Waldbrände verwüsten das Gebiet
jedoch in regelmäßigen Abständen, was prägend für die Wälder ist. Im Süden
liegen mehrere tiefe Felsschluchten. Am eindrucksvollsten sind die Måskoskårså-Schlucht und das Tal, das vom
Muddusjokk durchflossen wird und den
42 m hohen Muddus-Wasserfall bildet. Von Mitte März bis Ende Juli gesperrtes Vogel-Reservat.
Norra Kvill
Lage: 20 km
nordwestlich von Vimmerby.
Größe: 114 ha
Die Topographie
präsentiert sich recht hügelig, ähnlich wie das übrige småländische Hochland.
Norra Kvill hat etwas Einzigartiges zu bieten: einen gut erhaltenen
Nadelurwald. Ein Wald, in dem seit über 150 Jahren kein Holz geschlagen wurde
und in dem einige Bäume über 350 Jahre alt sind. Kiefernbestände dominieren
den Nationalpark; auf nahrungsreicheren Unterlagen wachsen jedoch auch
großwüchsige Fichten. Inmitten des steilen, unwegsamen Terrains liegt der
verwunschene Waldsee Idegölen. Norra Kvill ist leicht zu erreichen. Flora und
Fauna sind charakteristisch für unberührte Nadelwälder in diesem Teil
Schwedens.
Padjelanta
Lage: Jokkmokk, 36
km nordwestlich von Kvikkjokk
Größe: 198.400 ha
Der Padjelanta ist
Schwedens größter Nationalpark, der fast ausschließlich über der Baumgrenze
liegt. Er bedeckt eine viermal so große Fläche wie
der Bodensee. Weitgestreckte Hochebenen dominieren das Landschaftsbild rund um
die Seen Virihaure und Vastenjaure. Der
Padjelanta wird als eine der botanisch
wertvollsten Regionen Schwedens angesehen. Hier gedeihen Gewächse, die sonst
nirgendwo im Land zu finden sind. Auch die Tierwelt zeigt sich artenreich.
Knotenpunkt für Wanderungen im Park ist Staloluokta. Infrastruktur: Der
Nationalpark liegt von der nächsten Autostraße weit entfernt. In Staloluokta
gibt es eine Informationsausstellung.
Pieljekaise
Reichsstr. 95, 60 km
nordwestlich von Arjeplog
Größe: 15.340 ha
Das Gebiet umfasst
die südlichen und westlichen Ranken des Fjälls. Ursächlich für die
Unterschutzstellung waren die variationsreichen montanen Birkenwälder. Gute
Ausgangspunkte für Touren im Nationalpark sind Jäckvik, Adolfsström und
Hällbacken, von wo Wanderwege den Park erschließen. Auch hat man von hier
Anschluss an den legendären Fernwanderweg Kungsleden. Flora und Fauna des
Parkes sind charakteristisch für die Fjällrandgebiete. Im Südteil des Park
gibt es mehrere Seen mit guten Saiblingbeständen. Die krautreichen
Birkenwälder mit u. a. Echter Trollblume und Waldstorchschnabel bieten eine
imponierende Farbenpracht.
Lage: Jokkmokk, 16
km nördlich von Kvikkjokk, 20 km südwestlich von Saltoluokta.
Größe: 197.000
ha
Der Sarek steht als
Inbegriff für wilde, unberührte Fjällnatur. Keine andere schwedische Region
hat so viele mächtige Fjällmassive mit tief eingeschnittenen Tälern, so viele
weitflächige Hochplateaus, steile über 1.900 m hohe Gipfel und große Gletscher zu bieten.
Die Gletscher, das schmelzende Eis, tauender Schnee und der hier häufige Regen
(2.000 mm/Jahr) sammeln sich zu vielen Bächen, die sich im Herzen des
Sarek zum wasserreichsten Fluss dieses Gebietes, dem Rapaätno vereinen. Der
Fluss verlagert ständig seine Rinne und bildet immer neue Gabelungen und
Zusammenflüsse. Die Landschaft mit der alpinen Silhouette wird vom Tal des
Rapaälv durchschnitten. Rapadalen, das gewaltigste Tal im Sarek, verstärkt den Kontrast mit seinen
dichten Beständen an montanem Birkenwald, Weidengestrüpp und großwüchsigen
Pflanzen. Der Sarek ist ein äußerst schwer zugängliches Wildnisgebiet und für
Fjällneulinge nicht geeignet. Hier gibt es keinerlei Einrichtungen für
Wanderer, da diese unberührte Wildnis unbeeinträchtigt bleiben soll. Der
Fernwanderweg Kungsleden berührt den südöstlichen Zipfel des Nationalparks.
Lage: an der E4, 25
km südlich von Örnsköldsvik
Größe: 2.950 ha
Im nördlichen
Bereich der
Höga Kusten ("Hohe Küste") liegt das weitläufige, felsige
Waldgebiet Skuleskogen, das sich imposant aus dem Bottnischen Meerbusen
erhebt. Das Terrain trägt hügelige bis bergige Züge und ist topographisch
ausgesprochen abwechslungsreich. Mächtige Felsformationen mit schwer
zugänglichen Schluchten sowie von Hainen gesäumte Bachtäler, die einer
artenreichen Vogelfauna Lebensraum bieten, sind charakteristisch für
Skuleskogen. Grotten, Moore, Teiche, Geröllfelder, Felsplateaus und Kalottenberge zeugen
davon, dass unmittelbar nach der Eiszeit die Meeresoberfläche hier 285 m höher
lag. Nur wenige Gebiete, mit Ausnahme der Fjällregion, haben solch große
Höhenunterschiede aufzuweisen wie Skuleskogen. Die Waldbestände werden von der Fichte dominiert, und in den
Urwaldrestbeständen stößt man auf bis zu 500 Jahre alte Bäume. Infrastruktur:
Eine Ausstellung zum Nationalpark sowie eine Touristik-Information ist im "Skule
naturum" untergebracht. Eine Autostraße führt bis zum Nationalpark.
Lage: an der
Reichsstr. 10, 17 km nördlich von Simrishamn, 6 km südlich von Kivik
Größe: 390 ha
Gleich südlich von
Kivik, an der Küste Österlens, erhebt sich ein gewaltiger Urgesteinsberg
markant aus der Ostsee. Diesen Brocken durchteilt exakt in der Mitte eine
Klamm. Die nördliche und gleichzeitig höchste Erhebung wird • "Stenshuvud"
("Steinernes Haupt") genannt. Die gewölbte Stirn dieses "Hauptes" dient seit
Menschengedenken den Seefahrern als natürliches Seezeichen. Früher glaubte
man, dass Stenshuvud Heimstätte von Riesen und Trollen sei. Ein mildes Klima
und wechselnde Naturverhältnisse begünstigen eine artenreiche Pflanzenwelt.
Infrastruktur: Eine Autostraße führt bis zum Park. Besucherzentrum mit
Ausstellung. Behindertengerechter Wanderpfad.
Stora Sjöfallet
Lage: 1 km westlich
von Saltoloukta turiststation
Größe: 127.800 ha
Ein weitläufiges
Fjällgebiet, dass die Gebirgsseen des Flusses Stora Luleälv einschließt. In
diesem Gebiet liegt das markante Akka-Gebirgsmassiv, bekannt durch Selma
Lagerlöfs "Die abenteuerliche Reise des kleinen Nils Holgersson mit den
Wildgänsen". Der Park erstreckt sich vom Nadelwaldgürtel im Osten quer durchs
Hochgebirge, weshalb er mit einer Reihe unterschiedlicher Gelände-, Flora-
sowie Faunatypen aufwarten kann. Die Landschaft im nördlichen Parkgebiet wird
vom Kallaktjåkkå-Kahlgebirge dominiert, dessen Nordflanke erhebt sich gegen
das schmale, tief eingeschnittene Tal Teusadalen.
Store Mosse
Lage: an der Str.
151, 10 km nordwestlich von Värnamo
Größe: 7.850 ha
Moore stellen in
Südschweden den ursprünglichsten und am geringsten von Kultur beeinflussten
Naturtypen dar. Dieser fast norrländisch anmutende Landschaftstyp entstand in
der Endphase der Eiszeit. Die Torflagen im eigentlichen Hochmoor bildeten sich
über einen Zeitraum von über 5.000 Jahren; sie bestehen zumeist aus
Pflanzenpartikeln des Torfmooses. Bewaldete Sanddünen, die hier "rocknar"
genannt werden, bilden ein System von Inseln und Rücken, das die ansonsten
offene Moorfläche durchzieht. Innerhalb des Nationalparkes liegt auch der See
Kävsjön, ein bekanntes Vogelbiotop. Infrastruktur: Der Nationalpark ist leicht
zugänglich, eine Autostraße führt hindurch. Wanderpfade, Informationszentrale
und Vogelbeobachtungstürme bieten Besuchern eine gute Infrastruktur. Teile der
Parkeinrichtungen wurden behindertengerecht ausgelegt.
Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden.
Lage: 30 km östlich
von Helsingborg
Größe: 1.625 ha
Der Söderåsen bietet
abwechslungsreiche Natur mit dichtem Laubwald, mächtigen Schluchten und
Klippen, mit weiten Aussichten. Als besonders wertvoll werden die Edellaubwälder
der Region eingestuft. Die beeindruckenden Erdsturzhänge mit ihren
Felsblöcken zeugen von mächtigen Naturgewalten, die heute noch aktiv sind.
Sånfjället
Lage: 10 km südlich
von Hede
Größe: 10.300 ha
Seit langem ist das
Sånfjäll ein permanentes Refugium für Braunbären. Die Unterschutzstellung des
Gebietes als Nationalpark wurde u.a. deshalb vorgenommen, um die permanente
Bärenpopulation zu schützen und um ein weitgehend unberührtes Wald- und
Fjälland zu bewahren. An den Flanken des Fjällmassivs wird deutlich, mit welch
gewaltigen Kräften das Inlandeis hier einst einwirkte. So entstand ein
umfassendes System von Schmelzwasserrinnen an den Flanken, das durch von der
Eiskante abfließendes Wasser entstand. Infrastruktur: Eine Autostraße führt
zum Park
Tiveden
Lage: 18 km nördlich
von Karlsborg.
Größe: 1.363 ha.
Unzählige Sagen
sowie abergläubische Geschichten sind mit diesem hügeligen "Trollwald"
verbunden. Dessen Alter und das Gelände in Kombination mit der wilden
Blocklandschaft, die das Inlandeis schuf, verleihen dem Nationalpark einen
wildmarkähnlichen Charakter. Das Terrain ist von tiefen Risstälern durchzogen.
In den Nadelwaldbeständen ist die Fichte dominant; Laubwald kommt nur in
kleinerem Umfang entlang der Seen vor. Die Natur ist für das südliche Schweden
einmalig. Infrastruktur: Eine Autostraße führt zum Park. Die vorhandenen
Wanderwege führen durch relativ anspruchsvolles Gelände. Freilichtausstellung
und Rasthütte vorhanden.
Töfsingdalen
Lage:
nordwestlich von Idre
Größe: 1.615 ha
Bei Töfsingdalen,
dem Tal des Flusses Töfsingån, handelt es sich um eine genuine Wildmark, die
mit riesigen Felsblöcken gespickt ist und die mit einzigartigen
Urwaldbeständen aufwarten kann. Das zusammensinkende Inlandeis, in der
Endphase der Eiszeit, wird als ursächlich für den ungeheuren Blockreichtum
dieses Gebietes angesehen. Die Landschaft wirkt karg und öde; dazu tragen die
zahlreichen trockenen, abgestorbenen Bäume bei, die sich in den Himmel recken.
Das Areal des Nationalparks umfasst die genannte Talsenke sowie zwei flachere Fjälls. Der Nationalpark bietet das vielleicht am schwersten zu begehende
Gelände, das Schwedens Natur überhaupt zu bieten hat. Vorsicht: Bei
regnerischem Wetter sind die mit Flechten überzogenen Felsblöcke extrem glatt!
Infrastruktur: Wanderpfade führen von Grövelsjön und Storån zum Park.
Tresticklan
Lage: Nordwestliches
Dalsland
Größe: 2.897 ha
Der der 25.
Nationalpark Schwedens bietet vor allem unberührte Wälder. Das Gelände verdankt
seinen eigenartigen Charakter der Erosion des Felsbodens. In Nord- Südrichtung
erstreckt sich eine große Anzahl parallel verlaufender, schmaler Bergrücken,
zwischen denen enge Täler mit Wald, Mooren und Seen liegen. Der Nationalpark
stellt das größte weglose Waldgebiet Südschwedens dar.
Tyresta
Lage: 20 km
südöstlich von Stockholm
Größe: 2.000 ha
In keiner Großstadt
Europas existieren in unmittelbarer Stadtnähe Urwälder. Lediglich Stockholm
bildet eine Ausnahme - mit den Urwäldern von Tyresta. Sie zählen zu den
größten unberührten Urwaldbeständen Schwedens außerhalb der Fjällregionen.
Darüber hinaus stellt diese sog. Risstallandschaft global gesehen etwas höchst
Ungewöhnliches dar. In Tyresta wachsen lichte, alte Kiefernwälder auf von
Flechten überzogenem Felsgrund. Dieser Felsgrund ist zerborsten und bildet
unregelmäßige Karomuster. In den Felsspalten ist die Erdschicht stärker,
dementsprechend üppiger zeigt sich die Vegetation. Hier ist die Fichte die
dominante Baumart. Für die Schweden selbst mag die Natur im Nationalpark
Tyresta recht gewöhnlich erscheinen. Fakt ist jedoch, dass diese
Risstallandschaft mit ihren vom Eis polierten Felsen aus internationaler
Perspektive einzigartig ist. Vergleichbares gibt es nur noch in Mittelschweden
und in Südfinnland. Im Nationalpark brüten ungefähr 80 Vogelarten, was für ein
Nadelwaldgebiet ungewöhnlich viele Arten sind.
Vadvetjåkka
Lage: nordwestlich
von Kiruna, in der Nähe von Björkliden/Torneträsk
Größe: 2.630 ha
Es handelt sich um
ein Gebiet von hochnordischer Fjällnatur. Der nördlichste Park (68° 30'
nördliche Breite) umfasst das Fjällmassiv
Vadvetjåkko sowie eine südlich davon gelegene Ebene mit Seen, Weidendickichten
und Mooren, Refugium einer besonders üppigen Vogelfauna. Die Flora zeigt sich
ausgesprochen abwechslungsreich, u.a. bedingt durch die großen
Höhenunterschiede sowie den variierenden Felsgrund. Vadvetjåkka ist bekannt
für seine großen Höhlen.
Ängsö
Lage: Norrtälje, in
den Schären von Stockholm, 10 km südwestlich von Furusund.
Größe: 168 ha, davon
93 ha Wasserfläche.
Im Frühling ist die
Blumenpracht auf der Schäreninsel Ängsö einfach überwältigend! Es handelt sich
um ein idyllisches Stückchen Schweden aus vergangenen Tagen - mit pastoralem
Weideland und krautreichen Heuwiesen. Der Mensch hat die Inselnatur
jahrhunderte lang unter großen Mühen kultiviert. Die alten Heuwiesen werden
nach wie vor gemäht, die Waldbestände sind jedoch sich selbst überlassen und
werden sich zum Urwald entwickeln. Gelegentlich kann man den Fischadler über
der Insel kreisen sehen. Die Inselhaine sind Lebensraum einer individuen- und
artenreichen Vogelwelt. Infrastruktur: Der Park ist nur per Boot erreichbar.
Geführte Rundwanderungen werden angeboten. Informationsausstellung.
Schwedens 29.
Nationalpark Die Schärenküste und der Schärengarten um die Kosterinseln in
Bohuslän werden zum Nationalpark erklärt. Es wird Schwedens 29. Nationalpark
und der erste in maritimer Umgebung.
Schwedisches Weltkulturerbe
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