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Neuigkeiten aus Schweden - 2020

Aktuelle Nachrichten

Liebe am Arbeitsplatz

In Schweden gibt es insgesamt 86.500 Paare, bei denen beide am selben Arbeitsplatz arbeiten. Im Jahr 2019 sind 3.700 Menschen nach der Zusammenarbeit in einem Betrieb zu einer Lebensgemeinschaft geworden. Eine interessante Entdeckung ist, dass diejenigen, die zusammenarbeiten, häufiger auch zusammenhalten. Die Statistiken zeigen, dass sich Paare mit unterschiedlichen Jobs doppelt so häufig trennen wie Paare, die am selben Arbeitsplatz arbeiten. Eine Erklärung könnte sein, dass diejenigen, die zusammenarbeiten, im Durchschnitt etwas älter sind und genügend Zeit haben, um sich lange kennenzulernen.
Liebe im Krankenhaus und im Büro ist das Konzept von vielen Liebesromanen und Fernsehserien. Es scheint tatsächlich so, dass in der Realität eine Krankenhausumgebungen zu aufkeimenden Romanzen führen, zumindest in der stationären Pflege. Die häufigste Berufskombination bei den Paaren, die am selben Arbeitsplatz arbeiten, ist, dass beide Fachärzte sind. Aber auch Büros scheinen eine heiße Dating-Arena zu sein, da es ein Ort sein kann, an dem sich verschiedene Berufsgruppen treffen. Laut Statistik haben diejenigen, die in der Grundschule oder im Kindergarten arbeiten, eine geringere Chance, die Liebe bei der Arbeit zu treffen. Trotzdem sind Grundschullehrer nach Fachärzten die Berufsgruppe, in der die meisten Paare den gleichen Beruf ausüben. Denn Grundschullehrer sind einer der am weitesten verbreiteten Berufe des Landes.
Am häufigsten arbeiten Paare in großen Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten (18.000 Paare) oder in kleinen Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten (17.000 Paare). Es ist auch üblich, dass Paare an einem Arbeitsplatz zusammenarbeiten, an dem beide die einzigen Angestellten sind (12.000 Paare).

Quelle: SCB – Befolkning 2021

Schweden hat die meisten Geburten in Europa

Trotz der Tatsache, dass die Geburtenrate in Schweden in den letzten zehn Jahren zurückgegangen ist, hat Schweden eine der höchsten Geburtenraten in Europa. Die niedrigsten Geburtenzahlen gibt es in Italien, Spanien und Malta.
In den letzten dreißig Jahren gab es in den nordischen Ländern eine höhere Geburtenrate als in Südeuropa. Dazu trägt die Familienpolitik in den Ländern bei. Frauen haben in Nordeuropa die Möglichkeit Beruf und Familie zu vereinbaren. Kinderbetreuung und Elternversicherung sind in Südeuropa weniger entwickelt, was dazu führt, dass viele Frauen gezwungen sind, sich zwischen Karriere und Kinderwunsch zu entscheiden.
Im Jahr 2019 hatte Malta mit 1,14 Kindern pro Frau die niedrigste Geburtenrate in der EU. Spanien hatte mit 1,23 Kindern pro Frau die zweitniedrigste Geburtenrate und in Italien waren es 1,26 Kinder pro Frau. Auch der Anteil kinderloser Frauen ist im Süden höher als in Nordeuropa.
In Osteuropa war die Geburtenrate bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 relativ hoch. Es gab eine etablierte Kinderbetreuung, die es vielen ermöglichte, Beruf und Familie zu vereinbaren. Als die Marktwirtschaft nach der Sowjetzeit eingeführt wurde, trug sie teilweise dazu bei, dass sich mehr Menschen früh für Arbeit statt Kinder entschieden oder sich zwischen Arbeit und Kindern entscheiden mussten. Die Geburtenrate ging dann drastisch zurück und das Durchschnittssalter stieg an. Die Geburtenraten in vielen Ländern Osteuropas waren mehrere Jahrzehnte lang niedrig, begannen aber um 2010 wieder zu steigen.

Quelle: SCB – Befolkning 2021

Kreislaufwirtschaft – Strategie für die Transformation Schwedens

Um die Umwelt- und Klimaziele zu erreichen, den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Industrie zu sichern und die globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, ist ein gesellschaftlicher Wandel erforderlich. Mit der Agenda 2030 will Schweden den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erreichen. Diese nationale Strategie zeigt die Richtung für die Arbeit auf, die getan werden muss, um auf zirkuläre Produktions-, Konsum- und Geschäftsmodelle sowie schadstofffreie und zirkuläre Stoffkreisläufe umzustellen. Mit der Vision will Schweden die Ressourcen effizient in schadstofffreien Kreisläufen nutzen, um Neuware zu ersetzen.
Schweden hat als eines der innovativsten Länder der Welt gute Voraussetzungen, diesen Wandel anzugehen. Durch Technologieentwicklung und Innovation für zirkuläre Lösungen können wichtige Schritte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unternommen werden. Viele schwedische Unternehmen sehen bereits Möglichkeiten zur Neuausrichtung ihrer Geschäftstätigkeit auf eine ressourceneffizientere, schadstofffreiere Kreislaufwirtschaft und biobasierte Wirtschaft.
All dies bietet auch Vorteile auf dem globalen Markt, wo schwedische Unternehmen die Produkte und Dienstleistungen exportieren können, die gefragt sind, wenn sich die Welt verändert. Dies schafft mehr Unternehmen, neue Arbeitsplätze und mehr Wohlstand bei gleichzeitiger Reduzierung der Umweltbelastung. Durch diese Strategie will die Regierung die Richtung und den Ehrgeiz für die Arbeit vorgeben, Aktionspläne und konkrete Maßnahmen beschließen.
Die zentralen Ziele der Agenda 2030 sind: Gesundheit und Wohlbefinden, nachhaltige Energie für alle, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswachstum, nachhaltige Industrie, Innovationen und Infrastruktur, nachhaltige Städte und Gemeinden, nachhaltiger Konsum und Produktion, Bekämpfung des Klimawandels.

Quelle: Regeringskansliet  Juli 2020

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